Das unglaubliche an dieser Geschichte sind wohl die Missverständnisse und die fehlende Kommunikation.
Nach einer Woche Deutschland „Urlaub“ war ich wieder fit für die letzten Wochen meines Volontariats. Ich hatte extra zwei Deutschland Flaggen dabei, eine sichtbar am Rucksack angebracht um unsere Elf auch in Frankreich zu bejubeln.
Als ich von Stuttgart weggeflogen bin habe ich noch gedacht, dass wenn ich in Bordeaux ankomme mit dem Zug gleich nach Montendre fahre. Es ist zwar fête de la musique(Musikfest) in ganz Frankreich, doch wenn die anderen Freiwilligen in Montendre bleiben müssen, dann wollte ich auch zurück. Als ich in Paris(Charles de Gaulle) umgestiegen bin, habe ich jedoch ne SMS von Sebe(Italiener) bekommen, er hat gemeint dass sie heute Nacht zwischen elf und zwölf nach Bordeaux kommen und ich soll dann gleich da bleiben.
Habe dann gleich Elsa(wohnt in Bordeaux/Pessac und war 2 Monate als Praktikantin im Haus) geschrieben und auch gefragt ob es irgendwie ein Bus zu ihr gibt. Von ihr kam dann ja nehm vom Bahnhof St Jean(Bordeaux Hauptbahnhof) den Zug Richtung Pessac, schön ich bin aber am Flughafen und nicht am Bahnhof. Sie wusste nicht, dass ich aus Deutschland kam sondern dachte ich komme direkt aus Montendre. Ok na gut. Hab mir gedacht da komm ich schon irgendwie an. Im Flieger nach Bordeaux habe ich schon ein bisschen versucht zu schlafen, denn war noch von Freitagnacht müde und ich wusste die Nacht heute in Bordeaux kann lange werden. Das hat aber nicht so richtig funktioniert, da der Flieger von Paris gleihc in Bordeaux ist, vielleicht ne dreiviertel Stunde.
Am Samstagabend um fünf bin ich wieder in Bordeaux am Flughafen angekommen, wieder einmal. Aber diesmal das letzte Mal. Die letzten Wochen stehen nun vor mir. Am Flughafen hab ich erst mal ein Hitzeschock erlebt, bei Regen bin ich fünf Tage davor weggeflogen und bei strahlendem Sonnenschein komme ich wieder zurück. Es waren 32 Grad und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit(um die 80%). Schon alleine vom Laufen ist einem das T-shirt am Körper geklebt. Bin dann am Flughafen erstmal zur Office de tourisme um zu fragen wie ich am schnellsten nach Pessac komme. Die gute Frau schlägt mir erst einmal den Navette bis zum Hauptbahnhof vor und dann mit der Tram. Nein das wollte ich nun echt nicht, das wär mit dem Navette ne dreiviertel Stunde für sechs Euro und der totale Umweg.
Habe dann einen anderen Bus gefunden der bis Merignac Lycée gefahren ist, dort fängt die Tram an. Mit der Tram bin ich dann aber bis zum Rathaus(Hotel de Ville) von Bordeaux und dort umgestiegen nach Pessac, anders geht’s nicht. Es gibt in Bordeuax nicht ein so ausgeklügeltes Metronetz wie in Paris. Es war drückend heiß und ich hatte meine schönen schweren Koffer dabei, außerdem ist die Tram nur mit Verzögerung gefahren weil sie aufgrund dem Musikfest noch auf andere Mitfahrer gewartet hat.
Nach anderthalb Stunden Fahrt bin ich dann endlich in Pessac an der Tramhaltestelle bei Elsa ausgestiegen. An der Haltestelle habe ich zufällig Elsa mit Freunden getroffen, die waren gerade auf dem Weg in die Stadt. Das war wirklich ein super Zufall, sie hat gedacht ich komme nicht mehr. Naja ging ja noch mal gut, dass ich ihr so über den Weg gelaufen bin. Sie ist dann mit mit zurück zu ihrer Wohnung. Dort habe ich meine Koffer gelassen und wir sind zurück nach Bordeaux gefahren und haben dort in einer Bar die anderen wieder getroffen. Während des Abends sind wir immer wieder weiter gezogen, von Platz zu Platz. Das war wirklich eine einzigartige Stimmung, so super viele Menschen unterwegs und auf jedem Platz, in vielen klein Gassen eine andere Musik. Viele Bands oder einfach ein DJ. Dies war wirklich ein verrückter Abend. Elsa hat mich immer gefragt wann Sebe und die anderen kommen und zu mir hat er ja nur gesagt zwischen elf und zwölf. Später hat mir Karo aber geschrieben, dass sie nicht kommen, hat damit aber nur sich selbst und Eveline gemeint. So gegen später war ich immer mehr mit einer Freundin von Elsa zusammen, so dass Elsa und die anderen dann irgendwann weiter gezogen sind und ich mit ihrer Freundin und derer Freunden geblieben bin. Währenddessen sind Sebe(Ialien), Tamara(Mazedonien), Tanja(Russland), Aline(Russland) und Aman(England) angekommen. Aline und Aman kannte ich noch nicht, da diese angekommen sind als ich gerade in Deutschland war. Sie haben sich mit Elsa getroffen. Elsa hat Sebe gesagt, dass ich mit einer Freundin sei, deswegen hat Sebe sich dann nicht mehr gemeldet…
Aman wurde nachts irgendwie von nem Araber mitgenommen, sie wollte das aber. Nach ner Stunde hat der sie aber irgendwo in Bordeaux auf der Straße sitzen lassen. Sie hatte keine Ahnung wo sie ist und auch keine Handynummer von den anderen. So hat sie mehrer Stunden nach den anderen gesucht, die dann aber nicht gefunden und somit hat sie sich entschlossen zum Bahnhof zu gehen.
(…) Ich habe ihre Wohnung um vielleicht halb vier verlassen. Mit der Tram bin ich raus gefahren nach Pessac. Als ich an Elsas Haus ankam, war dort aber niemand. Ach ja das haus ist an einer Gartentür immer offen. Ich wusste gar nicht richtig wo ich schlafen soll. So bin ich einfach in das Zimmer wo wir letzte Woche waren. Da hab ich ne Matratze gefunden und ein dreckiges Leintuch. Das reicht als Zudecke. Habe mir den Wecker auf 7.40 Uhr gestellt, da ich dachte es fährt um 9.00 Uhr ein Zug nach Montendre. Wir hatten schon letzte Woche das Problem, da am Sonntag von Bordeaux nur ein Zug morgens und dann wieder abends um 18.00 Uhr fährt. Nicht gerade gute Zugverbindungen!
So hab ich um 7.40(nach 2,5 h Schlaf) meine Koffer geschnappt und schnell zur Tram. Da es das Wochenende vom Fête de la Musique war, gab es jedoch einige Verkehrsprobleme. Die Tram fuhr nur zwei Stationen, danach musste man warten auf einen Ersatzbus bis zum Place de la Victoire(Zentrum). Als ich am Victoire war hatte ich noch 15min bis neun. Ich wollte den Zug auf keinen Fall verpassen und dann wieder den ganzen Tag bis abends um sechs in Bordeaux rumgammeln. So bin ich vom Victoire bis zum Bahnhof mit all meinem Gepäck gerannt. Ich wäre echt fast tot umgefallen als ich am Bahnhof ankam.
Doch was für eine Enttäuschung muss ich dort sehen… Kein Zug. Der erste ist um 8.15 Uhr gefahren. Oh nein!!!!
Na ja dann bin ich in mein wohlbekannten Warteraum. Da war auch schon Aman(die schwarze Engländerin, stammt aus dem Sudan), die Sache war nur, dass wir uns nicht kannten. Mein Gepäck hatte ich im Warteraum gelassen und mein Plätzchen habe ich neben dem Bahnhof in einem kleinen Park gefunden. Dort war eine schöne ruhige Parkbank die mir zu diesem Zeitpunkt so wunderschön vorkam. Endlich Ruhe, endlich versuchen ein bisschen zu schlafen. Ich würde nicht sagen, dass ich aussah wie ein Penner, eher wie ein sehr müder Reisender. Die Stühle im Warteraum waren zu unbequem zum Schlafen.
So habe ich den Morgen in einem Zustand zwischen tot und lebendig verbracht. Gegen Mittag habe ich mich dann mal an den Bahnkartenschalter gewagt. Der nächste direkte Zug nach Montendre fuhr um 18 Uhr und war dann um 19 Uhr dort. Es gab jedoch noch einen anderen. Ein Zug über Saintes, der totale Umweg. Der Zug fuhr um 14 Uhr in Bordeaux los, in Saintes hatte man eineinhalb Stunden Aufenthalt und dann ging es zurück nach Montendre, wo man dann erst um 17.34 Uhr ankommt. Ach ja und der Zug war auch noch teurer, da er eine längere Strecke fuhr. Naja ich wollte einfach unbedingt ins La Maison des bateleurs zurück. So hab ich diesen Zug um 14 Uhr genommen. Aman übrigens auch.
Das unglaubliche: Die anderen d.h. Sebe Tamara und die beiden Russinen haben auch bei Elsa geschlafen. Sie sind eine halbe Stunde nach mir heimgekommen, haben nicht mal meine Koffer im Wohnzimmer gesehen und haben natürlich auch in anderen Zimmern geschlafen, in richtigen Betten, weil Elsa diese Nacht nicht da war. Na ja ich wusste davon nichts. Sie wussten nicht dass ich im Haus bin und ich wusste nichts von Ihnen. Sebe hat gemeint ich bleibe die Nacht bei der Freundin von Elsa. So bin ich also morgens um 7.40 total fertig aus dem haus während die andern ein paar Zimmer weiter oben noch schön bis 13 Uhr weiterschliefen…
Als ich in Saintes angekommen bin, habe ich auf dem Bahnsteig gleich wieder eine mir sehr sympathisch vorkommende Bank gesehen. Schön noch ne Stunde auf Sparflamme verbringen. Danach habe ich am Bahnhof auhc noch Cyrill getroffen. Unser französischer Problemjugendlicher, der ist morgens von Montendre weg und nach Saintes getrampt um von dort mit dem Zug zu sich nach Hause zu fahren. Er hatte Aman auch am bahnhof getroffen, mir davon aber nichts erzählt. Er hat mir nur gesagt dass es zwei neue Freiwillige gibt, Ne Russin und ne Engländerin. Na gut.
Mit ein wenig Verspätung fuhr dann auch der Zug nach Montendre. Sebe war nicht am Bahnhof um mich abzuholen, so musste ich den ganzen Weg durch den Wald auch noch Laufen. Aman ist an der Straße entlang, ein längerer Weg da sie sich ja nicht auskannte. Sie kam jedoch trotzdem vor mir am Haus an, wahrscheinlich weil ich so viel Gepäck hatte und mein Gesamtzustand auch nicht so gut war. Im Haus hat sich dann alles aufgeklärt… Die anderen hätten mich mit dem Auto von Bordeaux sogar noch mitnehmen können, da sie ja Aman verloren hatten und somit nur noch zu viert waren. Man hätte nur von der Anwesenheit des anderen wissen müssen…
Am nächsten Morgen bin ich dann mit Luc nach St. Genis gefahren zu unserem Workcamp im Internat. Da war die Stimmung nicht so toll. Konflikte in der Gruppe, die Mädels hassten Jo(Italiener), er mochte die Mädels nicht und ich hab versucht en bissl zu vermitteln. Hab das aber nach einer Weile auch aufgegeben, da es keinen Sinn hatte. Hab im Haus angerufen und Jerome davon berichtet, hatten dann ein Krisenmeeting mit Adriana, hat nichts gebracht da man Einstellung nun mal nicht ändern kann, aber trotzdem war es gut, das es beredet wurde.
Die Nachmittage haben wir immer das Mosaik gemacht. Am Anfang kam ich mir zwischen all den gackernden Hühnern ein bisschen verloren vor. Doch am Dienstagabend kam Renault, er wird mit Karo das Workcamp animieren und ist aus Lille. Mit ihm war es echt cool. Haben uns gleich super verstanden und die letzten Workcamptage wurden noch richtig cool.
Am Freitag war dann ein Riesenfest, der 10 jährge Geburtstag des Internats. Es war alles sehr edel, ein sehr großes Zelt, gutes Essen und afrikanische Tänzer die etwas vorführten.
Am Samstag ging es dann wieder heim nach Montendre. Dieser Samstag war der letzte Samstag den ich Karo und Eveline zusammen verbringen. Da wir diese Woche alle auf unsere Workcamps gehen und ich von meinem ein tag früher gehe weil ich am 27. in Köln sein muss. So haben wir Samstagnacht alle am See verbracht, bis es hell wurde.
Der Sonntag war dann Finaltag. Mit zwei Autos sind wir abends nach Bordeaux gefahren. Dort in ne Bar. Zuerst war ich mit Aman alleine in ner Bar. Ich war der einzige mit einer Deutschlandflagge, alles voll mit Spaniern oder Franzosen die für Spanien waren. Die vielen spanischen Chancen wurden lautstark mitverfolgt. Als dann das Tor fiel hab ich von einer Spanierin bzw. ein Französin die für Spanien war einen Spanienschal auf die Schulter geworfen bekommen. Na danke! Zur Halbzeit sind wir raus zu den anderen. Auf dem Weg hab ich noch ein paar mal VIVA ESPANA gehört. Die Bar der zweiten Halbzeit war eindeutig besser doch leider vielen ja keine Tore mehr. Naja ausgeträumt der raum vom Europameister 2008. Nach dem Spiel sind wir noch ein wenig auf der Rue Saint Catherine gelaufen, Tamara und Aman haben mich getröstet… Renault und ich hatten noch die Deutschland Flaggen und haben somit alle Kommentare der Passanten abgekriegt. Vor allem für ihn als Franzose war es witzig. Ganz unterschiedliche Kommentare von Deutschland ist Null über Es tut uns Leid oder auch Scheiß Spanier.
Zufällig sind wir zum Fluss geraten. Dort war Weinfest. Das muss was heißen Weinfest in der Stadt der Weine. An der Uferpromenade stehen in Bordeaux alle Prunkhäuser. Auf einem Platz war laute Musik und es wurden viele Bilder uns Zitate an die Fassaden geworfen. Danach kam der Countdown bis 2013, da ist Bordeaux nämlich Kandidat zur Kulturhauptstadt.
So gleich wurde über der Garonne(Fluss) auch noch ein Feuerwerk gezündet. Wirklich unglaublich, es ging eine dreiviertel Stunde lang und war auf die Musik abgestimmt.
Das war eine gute Aufmunterung nach unserem eher schlechten Fußballspiel.
Bis um zwei waren wir dann wieder zuhause.
Gestern habe ich meinen Bericht geschrieben, wir müssen ein bericht über das Workcamp in St. Genis schreiben. Ja und heute schreibe ich hier diesen Blogeinrag und muss noch all die sachen organisieren bis ich am Donnerstagfrüh auf mein Workcamp fahre. Ich habe jetz doch noch eine Mitanimateurin aus Lille. Sie ist von der gleichen Organisation wie Renault. Sie wird am Mittwoch ankommen, spricht nur Frazösisch und hat noch nie ein Workcamp geleitet aber das ist egal. Zu zweit ist es besser als alleine. Am Samstag kommen dann die Freiwilligen an, 12 insgesamt. Die zwei Tage davor müssen wir das Workcamp noch vorbereiten und es gibt noch ein Meeting im Rathaus. Ich bin in Cravans, ein Kaff mit ein paar hundert Einwohnern…
Nach dem Workcamp ist dann alles vorbei und ich reise hier wirklich ganz plötzlich ab… So sind jetzt gerade meine zwei letzten Tage im La Maison des Bateleurs…
Dienstag, 1. Juli 2008
Samstag, 7. Juni 2008
Je suis parti!!
Es ist vollbracht. Je suis parti!
Heute ist ein historischer Tag für mein Volontariat. Ich bin ausgezogen, ja ich habe heute alle meine ganz ganz vielen Sachen zusamengesucht. Unter meinem Bett, neben meinem Bett, in meinem Schrank, und drunter und überall. Alles was halt mir gehört. Da sammelt sich so einiges an während der vielen Monate und man findet auch verstaubte Sachen die man eigentlich schon vermisst hat. Mein Eastpak zum Beispiel, den habe ich schon lange vermisst, ganz verstaubt ist er unter meinem Bett wieder aufgetaucht.
Es ist schon komisch alles auszuräumen, und vor allem die ganzen Bilder von der Wand zu machen. Das hat lange gedauert.
Auch wenn es eigenartig ist, seine Ecke, also seinen "privaten" Bereich zu räumen und wieder zu neutralisieren, muss ich trotzdem sagen, dass es mir eigentlich Spaß gemacht hat.
Vielleicht sollte ich mal erwähnen wie es dazu gekommen ist. Adriana at mich und Karo gebeten(später auch Evelyn) ob wir umziehen könnten, da neue Freiwillige kommen und wir ja nicht mehr lange da sind und dann wäre es gut denen gleich ein richtiges Bett zu geben. Ist ja auch verständlich. Heute Abend fahren wir für drei Wochen nach St. Genis für ein Workcamp in nem Internat. Danach sind wir vielleicht noch so 5 Tage hier bevor wir auf das Workcamp gehen, dass wir animieren und danach ja danach ist alles vorbei und ich komme wieder heim. Wegen den paar Tagen hier im Haus ist es shco ok früher umzuziehen. Adriana hat uns ein Zimmer neben dem Büro gegeben, also auf der Chefetage. Gegen Ende steigt man halt doch nochmal auf...
Habe schon alle meine Sachen dort, in Kisten verstaut. Meine Klamotten hängen noch beim Trocknen, die kommen nacher noch in den Koffer und ich hoffe dass es nicht mehr als 20kg werden, weil das alles nehm ich dann am 16.6 mit nach Deutschland.
So seit heute bin ich nicht mehr in meinem Zimmer. Das ist ne große Veränderung, aber ich finds gut. So richtige wohne ich jetzt nicht mehr hier, sondern bin nur noch ein paar Tage zwischen zwei Workcamps hier, wie auf der Durchreise.
Naja, c'est la vie.
Es geht weiter...
Heute ist ein historischer Tag für mein Volontariat. Ich bin ausgezogen, ja ich habe heute alle meine ganz ganz vielen Sachen zusamengesucht. Unter meinem Bett, neben meinem Bett, in meinem Schrank, und drunter und überall. Alles was halt mir gehört. Da sammelt sich so einiges an während der vielen Monate und man findet auch verstaubte Sachen die man eigentlich schon vermisst hat. Mein Eastpak zum Beispiel, den habe ich schon lange vermisst, ganz verstaubt ist er unter meinem Bett wieder aufgetaucht.
Es ist schon komisch alles auszuräumen, und vor allem die ganzen Bilder von der Wand zu machen. Das hat lange gedauert.
Auch wenn es eigenartig ist, seine Ecke, also seinen "privaten" Bereich zu räumen und wieder zu neutralisieren, muss ich trotzdem sagen, dass es mir eigentlich Spaß gemacht hat.
Vielleicht sollte ich mal erwähnen wie es dazu gekommen ist. Adriana at mich und Karo gebeten(später auch Evelyn) ob wir umziehen könnten, da neue Freiwillige kommen und wir ja nicht mehr lange da sind und dann wäre es gut denen gleich ein richtiges Bett zu geben. Ist ja auch verständlich. Heute Abend fahren wir für drei Wochen nach St. Genis für ein Workcamp in nem Internat. Danach sind wir vielleicht noch so 5 Tage hier bevor wir auf das Workcamp gehen, dass wir animieren und danach ja danach ist alles vorbei und ich komme wieder heim. Wegen den paar Tagen hier im Haus ist es shco ok früher umzuziehen. Adriana hat uns ein Zimmer neben dem Büro gegeben, also auf der Chefetage. Gegen Ende steigt man halt doch nochmal auf...
Habe schon alle meine Sachen dort, in Kisten verstaut. Meine Klamotten hängen noch beim Trocknen, die kommen nacher noch in den Koffer und ich hoffe dass es nicht mehr als 20kg werden, weil das alles nehm ich dann am 16.6 mit nach Deutschland.
So seit heute bin ich nicht mehr in meinem Zimmer. Das ist ne große Veränderung, aber ich finds gut. So richtige wohne ich jetzt nicht mehr hier, sondern bin nur noch ein paar Tage zwischen zwei Workcamps hier, wie auf der Durchreise.
Naja, c'est la vie.
Es geht weiter...
Donnerstag, 5. Juni 2008
Die Ausbildung zum Animateur
im Esszimmer
die Verkleidung bei unserem Animationsabend

beeindruckender Himmel
Gruppenbild

„Davor war ich nicht zu sehr motiviert um auf das Seminar(Formation/ Ausbildung zum Animateur) zu gehen, obwohl ein Ortswechsel und ein paar Tage Pause vom Maison mir schon gelegen kamen. Ich hatte mich vor allem darauf gefreut die anderen Freiwilligen von Solidarités Jeunesses wieder zu sehen, doch Jerome hatte uns vor dem Seminar gesagt dass wir die einzige Delegation mit Crenau wären, so war ich ein wenig enttäuscht.
Jetzt bin ich sehr müde, aber es ist eine gute Müdigkeit. Ich bin froh diese Woche mit euch allen erlebt zu haben.
Für die Zukunft hoffe ich, dass das Workcamp gut verläuft aber ich habe keine Befürchtungen und schaue dem Workcamp optimistisch entgegen.“
Das waren einige Worte von der Abschlussbewertung, bei der jeder schildern sollte wie er sich davor gefühlt hat, jetzt(also am letzten Tag der Formation) und wie er die Zukunft sieht, sich selbst in der Rolle eines Animateurs.
Szenenwechsel: Am Sonntag den 25.5.08 sind wir Mittags vom Maison des Bateleurs aufgebrochen nach Crenau( eine andere Delegation zwischen Vichy und Moulins). Ungefähr 500km lagen vor uns. Wir sind mit zwei Autos gefahren, Sebe unsern Renault Megane und ich den alten klapprigen Peugeot 405(echtes französisches Fahrgefühl).
Dabei waren wir fünf Freiwillige(Karo, Evelyn, Tamara, Sebe und ich) sowie zwei Permanents Jerome und Luc(unsere zwei besten).
Ab Limousin gings auf die Autobahn durchgängig bis Vichy und es hat die ganze Fahrt gepisst wie aus Kübeln. Die höchste Stufe des Peugeots hat nicht gereicht um die ganzen Wassermassen zu verarbeiten und eine gute Sicht zu gewährleisten. Doch trotz allem waren wir rasant unterwegs und haben einige Zeit auf der Überholspur verbracht. Ab und zu wurde dann aber auch wieder langsamer gefahren, dass der alte Peugeot sich ein bisschen erholen kann und die Motortemperatur von knapp 100Grad wieder sinkt.
Als wir von der Autobahn abgefahren sind, hatte ich schon den Gedanken im Kopf einfach drauf zu bleiben und weiter nach Deutschland oder nach Bern zu meinem Bruder zu fahren.
Abends sind wir in dem uns wohlbekannten Schloss Crenau angekommen… Mit allen Freiwilligen sind wir noch lange zusammen gesessen…
Montag und Dienstag haben wir dann normal mitgearbeitet, an den beiden Tagen kommen jede Woche Menschen mit sozialen Problemen nach Crenau. Es werden dann verschiedene Arbeiten oder Workshops gemacht, zwei Vormittage habe ich am Theaterworkshop mitgemacht.
Wie auch immer die zwei Tage in Crenau waren ganz nett, mal ein Szenenwechsel, doch trotzdem hätte ich nichts dagegen gehabt wenn ich einfach auf der Autobahn geblieben und nach Deutschland weitergefahren wäre.
Dieser Gedanke hat sich dann aber in den darauf folgenden Tagen sehr gewandelt. Am Dienstagmittag sind wir nach Noyam gefahren, ein kleiner Ort in der Nähe von Moulins zur Formation(Ausbildung) zum Animateur.
Noyam ist ein kleines Dorf( wie alles auf dem Land in Frankreich), es gibt dort zwei Besonderheiten, zum einen ein Buddha, da es sehr viele Asiaten gibt und zum anderen eine alte Mine. Wir waren genau neben der Mine, haben in einer alten Schule(was heißt Schule, drei Zimmer und eine kleine Küche) gewohnt und die Workshops gemacht. Gearbeitet haben wir drei halbe Tage bei der Mine. Es wurde viel gemauert …
Wir waren insgesamt 30 Personen, was super war.
Die ersten drei Nachmittage waren dann verschiedene Workshops.Die Woche war sehr gepresst, und man hatte nicht sehr viel Zeit zum Schlafen. Eine Grundmüdigkeit war bei jedem vorhanden, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und fühlt sie auch nicht mehr so.
Der Buddha
Jetzt bin ich sehr müde, aber es ist eine gute Müdigkeit. Ich bin froh diese Woche mit euch allen erlebt zu haben.
Für die Zukunft hoffe ich, dass das Workcamp gut verläuft aber ich habe keine Befürchtungen und schaue dem Workcamp optimistisch entgegen.“
Das waren einige Worte von der Abschlussbewertung, bei der jeder schildern sollte wie er sich davor gefühlt hat, jetzt(also am letzten Tag der Formation) und wie er die Zukunft sieht, sich selbst in der Rolle eines Animateurs.
Szenenwechsel: Am Sonntag den 25.5.08 sind wir Mittags vom Maison des Bateleurs aufgebrochen nach Crenau( eine andere Delegation zwischen Vichy und Moulins). Ungefähr 500km lagen vor uns. Wir sind mit zwei Autos gefahren, Sebe unsern Renault Megane und ich den alten klapprigen Peugeot 405(echtes französisches Fahrgefühl).
Dabei waren wir fünf Freiwillige(Karo, Evelyn, Tamara, Sebe und ich) sowie zwei Permanents Jerome und Luc(unsere zwei besten).
Ab Limousin gings auf die Autobahn durchgängig bis Vichy und es hat die ganze Fahrt gepisst wie aus Kübeln. Die höchste Stufe des Peugeots hat nicht gereicht um die ganzen Wassermassen zu verarbeiten und eine gute Sicht zu gewährleisten. Doch trotz allem waren wir rasant unterwegs und haben einige Zeit auf der Überholspur verbracht. Ab und zu wurde dann aber auch wieder langsamer gefahren, dass der alte Peugeot sich ein bisschen erholen kann und die Motortemperatur von knapp 100Grad wieder sinkt.
Als wir von der Autobahn abgefahren sind, hatte ich schon den Gedanken im Kopf einfach drauf zu bleiben und weiter nach Deutschland oder nach Bern zu meinem Bruder zu fahren.
Abends sind wir in dem uns wohlbekannten Schloss Crenau angekommen… Mit allen Freiwilligen sind wir noch lange zusammen gesessen…
Montag und Dienstag haben wir dann normal mitgearbeitet, an den beiden Tagen kommen jede Woche Menschen mit sozialen Problemen nach Crenau. Es werden dann verschiedene Arbeiten oder Workshops gemacht, zwei Vormittage habe ich am Theaterworkshop mitgemacht.
Wie auch immer die zwei Tage in Crenau waren ganz nett, mal ein Szenenwechsel, doch trotzdem hätte ich nichts dagegen gehabt wenn ich einfach auf der Autobahn geblieben und nach Deutschland weitergefahren wäre.
Dieser Gedanke hat sich dann aber in den darauf folgenden Tagen sehr gewandelt. Am Dienstagmittag sind wir nach Noyam gefahren, ein kleiner Ort in der Nähe von Moulins zur Formation(Ausbildung) zum Animateur.
Noyam ist ein kleines Dorf( wie alles auf dem Land in Frankreich), es gibt dort zwei Besonderheiten, zum einen ein Buddha, da es sehr viele Asiaten gibt und zum anderen eine alte Mine. Wir waren genau neben der Mine, haben in einer alten Schule(was heißt Schule, drei Zimmer und eine kleine Küche) gewohnt und die Workshops gemacht. Gearbeitet haben wir drei halbe Tage bei der Mine. Es wurde viel gemauert …
Wir waren insgesamt 30 Personen, was super war.
Die ersten drei Nachmittage waren dann verschiedene Workshops.Die Woche war sehr gepresst, und man hatte nicht sehr viel Zeit zum Schlafen. Eine Grundmüdigkeit war bei jedem vorhanden, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und fühlt sie auch nicht mehr so.
Der Buddha
Die Tage waren lange und so war es auch normal, dass wir erst um 9 oder 10 gegessen haben. Die Küchenteams haben nämlich auch an den Workshops teilgenommen und hatten somit nachmittags keine Zeit um das Abendessen vorzubereiten. Abends gab es Animationsgruppen, die sich verschiedene Programme überlegt haben. Ich war in der Gruppe Carte Blanche, was soviel heißt wie weiße Karte, man konnte also machen worauf man Lust hatte. Ich weiss, dass Eigenlob stinkt, aber trotzdem glaube ich, dass unser Abend der beste war. Das Motto hieß Abend der Sinne. Wir haben uns orientalisch verkleidet, und führten alle mit verbundenen Augen in den Essensraum, dort war orientalische Musik und es gab fünf Gruppen die im Kreis auf dem Boden nebeneinander saßen. In der Mitte ein großer Topf mit Kuskus, Gemüse und Fleisch. Es wurde dann ohne Augenbinden mit den Händen gegessen. Nach dem Essen standen alle mit verbundenen Augen in einer Reihe und hatten ein Seil in der Hand, die Aufgabe ist es jetzt ein Quadrat zu bilden und das ist gar nicht so einfach wenn man nichts sieht und alle durcheinander reden.
Am Wochenende haben wir abends einen Ausflug nach Moulins gemacht zu einem Musikfestival…
Ansonsten haben uns die Freunde der Mine noch eine besondere Tour gegeben.
Am Wochenende haben wir abends einen Ausflug nach Moulins gemacht zu einem Musikfestival…
Ansonsten haben uns die Freunde der Mine noch eine besondere Tour gegeben.
Eine weitere Besonderheit waren die Duschen, die 200/300m weiter am Sportplatz lagen. Es gab kleine Gruppenduschen für 3 Personen und alles war heruntergekommen, nur kahle Mauern. Naja wenigstens war das Wasser warm, das man nach wenigen Minuten bis zu den Knöcheln hoch gespürt hat, denn der Abfluss war ja auch schon etwa älter. An einer Tafel in dem Raum konnte man noch eine Mannschaftsaufstellung von vor zwei Jahren sehen… ;-)
Das tolle an der Zeit waren die Leute, das kollektive, all das was man macht. Man lernt so viele verschiedenen Menschen kennen(also wir waren 30) und man ist eine Woche auf engem Raum zusammen.
Das kollektive bin ich ja vom Maison des Bateleurs aus bestens gewöhnt. Vielleicht war es auch einfach die Veränderung. Raus aus dem Haus, was neues mit neuen Leuten. Einfach Leben!
Mir fällt es gerade schwer hier was zu schreiben. Schaut euch am besten die Bilder an.
Nach dem Seminar sind wir fünf Freiwilligen noch zurück nach Crenau(Jerome hat uns alleine den Megane gelassen, RESPEKT). In Crenau haben wir mit den anderen Freiwilligen noch einen Abend verbracht und uns dann gut ausgeschlafen, bevor es nach Montendre zurückging. Die drei Mädels waren hinten, Sebe ist das erste Stück gefahren und ich das zweite. Die Autobahn war leer, richtig geil. Man konnte die paar 100km gut zügig fahren. Komischerweise hat es mich gar nicht so sehr nach Montendre zurück gezogen, sondern woanders hin…
Das tolle an der Zeit waren die Leute, das kollektive, all das was man macht. Man lernt so viele verschiedenen Menschen kennen(also wir waren 30) und man ist eine Woche auf engem Raum zusammen.
Das kollektive bin ich ja vom Maison des Bateleurs aus bestens gewöhnt. Vielleicht war es auch einfach die Veränderung. Raus aus dem Haus, was neues mit neuen Leuten. Einfach Leben!
Mir fällt es gerade schwer hier was zu schreiben. Schaut euch am besten die Bilder an.
Nach dem Seminar sind wir fünf Freiwilligen noch zurück nach Crenau(Jerome hat uns alleine den Megane gelassen, RESPEKT). In Crenau haben wir mit den anderen Freiwilligen noch einen Abend verbracht und uns dann gut ausgeschlafen, bevor es nach Montendre zurückging. Die drei Mädels waren hinten, Sebe ist das erste Stück gefahren und ich das zweite. Die Autobahn war leer, richtig geil. Man konnte die paar 100km gut zügig fahren. Komischerweise hat es mich gar nicht so sehr nach Montendre zurück gezogen, sondern woanders hin…
das unvergessliche Come On von Lucille
Donnerstag, 22. Mai 2008
Zeit aufholen
In den letzten Tagen habe ich manchmal gedacht, wieso schreibst du denn nichts mehr im Blog? Eigentlich ja schade. Seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe ist viel Zeit vergangen, sehr viel Zeit. Aber jetzt soll der Blog in rasantem Tempo aktualisiert werden, denn so ein nicht zu Ende geführter Blog ist auch nichts. Bis zum Ende ist es gar nicht mehr so lange, Ende Juli. Für mich heißt das noch en Ausbildungsseminar zum Animateur, zwei Workcamps und noch ein paar wenige Tage dazwischen und schon ist es vorbei das Jahr im La Maison des Bateleurs…
So dann versuch ich mal den Blog in rasantem Tempo aufzufrischen sodass er halbwegs aktuell ist.
Am Donnerstag, der Woche nach Beaumotte(letzter Blogeintrag) sind wir nach Caussade(genauer gesagt ein Kaff daneben) dort war eine viertägiges Seminar, eine Evaluation also eine Bewertung. Aber was das jetzt genau für ein Seminar war, ist eigentlich auch nicht so wichtig. Das beste an diesen Tagen war es alle Freiwilligen wieder zu sehen. Wir waren in einer Turnhalle untergebracht, und die Duschen waren im Nachbarort.
Das Wiedersehen war toll, doch nach drei Tagen bin ich frühzeitig gegangen. Mit dem Zug bin ich von Caussade über Paris nach Straßbourg gefahren wo mich meine Eltern abends abgeholt haben. Eigentlich wollte ich nur ne Woche bzw. 10 Tage bleiben doch daraus wurden dann 2 Wochen, denn die anderen Freiwilligen waren noch in Barcelona und das hätte sich für mich nicht mehr gelohnt, auch weil ich noch nen Abstecher bei jemandem in Paris machen wollte. Na gut, ich war aber auf jeden Fall zwei Wochen in Deutschland, in denen ich mich mal versucht habe mit der Zeit danach, also der Zeit nach meinem FSJ, genauer gesagt mit dem Studium zu beschäftigen. Es war hart!! Wenn man bestimmte Vorstellungen hat, diese dann aber nicht in die Realität umsetzten kann und ne Alternative suchen muss, kann das schon ganz schön stressig werden. Naja es gibt immer einen Weg und irgendwie geht alles…
Die Wochenenden waren darum um so schöner, mit allen … ;-)
Wow in einer viertel Seite drei Wochen zusammengefasst, nicht schlecht, vor ein paar Monaten wären das noch mehrer Seiten gewesen. Aber das hier soll ja schließlich keine detaillierte Beschreibung werden sondern einen schnellen Überblick geben.
So kam ich nach zwei Wochen Deutschland und einer Nacht in Paris wieder im verlassenen Montendre an. Richtig viel neue Energie und Motivation wie im Januar hatte ich dieses Mal nicht im Gepäck. Ich glaube ich hatte nicht mehr die große Motivation irgendetwas reißen zu wollen, die Phase, ich würde mal sagen die zwei Wochen nach dem Deutschlandaufenthalt war im Haus für alle eher eine Wartephase, ohne viel Elan. In der dieser Zwischenzeit ist Nikola abgereist, was für alle eine Umstellung war. Die Motivationslosigkeit des Winters konnten viele noch nicht abschütteln und so ging es eher träge voran. Es musste voran gehen. Auf was hat man denn nun gewartet in dieser anscheinenden Wartephase. Es wurde gewartet auf was Neues, auf Veränderungen, neue Energie, neue Eindrücke, je eine neue Zeit, ich meine eine neue Phase des Freiwilligendienstes, die letzte große Phase, für uns ungefähr von einer Dauer von drei Monaten. Wer solle dies alles bringen? Die neue Gruppe, für Anfang Mai waren sechs neue Freiwillige angekündigt. Mit sechs neuen Freiwilligen verändert sich alles, eine ganz neue Gruppe, neue Leute, ein anderes Leben.
Doch wie ich heute sagen kann, sind diese Erwartungen bei allen enttäuscht worden. Es kam eine, eine einzige Freiwillige aus Mazedonien. Bei den anderen kam es zu unterschiedlichen Problemen, sodass sie nicht kommen konnten.
Hier geht der Alltag weiter, auch ohne Neue. Der Anfangsrausch des Freiwilligendienstes war schon lange verflogen und es kamen Wiederholungen, Sachen wiederholen sich einfach.
Ich bin froh, dass Luc, unser neuer technischer Leiter da ist. Er ist einfach super locker und witzig, mit ihm könnte fast jede Arbeit Spaß machen.
Ich hoffe ich habe jetzt in der ganzen Schilderung nicht übertrieben und es ist kein so schlechter Eindruck entstanden, denn das war nicht meine Absicht. Die Zeit ist ja auch schon ein bisschen her …
Am 1.Mai haben wir auf dem Markt selbst gepflückte Blumen verkauft, der Name ist mir jetzt irgendwie entfallen. Sowas wie Schneewittchen oder Stiefmütterchen, gibt’s so was? Also mit weißen Blüten, ist ja auch egal. Das war klasse, und auch ein kleiner Anfang, sodass ich am Wochenende drauf mit Francois und noch einer in Jonzac im Kino war…
Kontakt zu Jugendlichen in Montendre zu finden ist gar nicht so einfach, man könnte schon fast sagen unmöglich, da der Prozentsatz von Jugendlichen in Montendre gegen Null läuft, oder es verstecken sich alle vor uns. Unter den Freiwilligen gelte ich schon als Mister Kommunikation, wenn es um irgendwas geht was mit Vortrag halten, Leute anrufen, treffen …. zu tun hat, schauen während dem Meeting alle mich an.
Ein Datum auf das ich mich schon länger gefreut habe, war der achte Mai, denn an dem Tag ist abends um sechs mein Bruder am Flughafen von Bordeaux angekommen. Er hat ein Auto gemietet um zu mir zufahren. Ich wollte ihn aber am Flughafen überraschen. Ach ja jetzt hätt ich’s fast vergessen, während dieser Woche war auch der CER da, ein Institution die sich um Jugendliche mit Problemen kümmert. Die fünf Jugendlichen die bei uns ne Woche waren, haben schon eine gewisse Zeit im Knast verbracht und der CER will ihnen helfen wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Als die das letzte Mal da waren hat danach mein Handy gefehlt, doch die Gruppe jetzt war ganz anders, sehr sympathisch und es ist zwischen unseren beiden Gruppen echt ne andere Bindung entstanden als davor mit der anderen Gruppe.
Da am achten Mai in Frankreich Feiertag( Ende des zweiten Weltkrieges) fahren keine wirklich Züge, nur einer morgens um halb zehn. War also acht Stunden in Bordeaux bis mein Bruder endlich ankam(den Flughafen kenn ich jetzt auswendig). Erst wollte ich Mittags trampen, nachdem es aber morgens geregnet hat, bin ich lieber auf Nummer sicher und hab den Zug genommen. In Bordeaux hat Elsa(Praktikantin bei uns im Haus) gemeint ich kann zu ihr in die WG und dort ein bisschen chillen. Die WG ist in Pessac(übrigens Partnerstadt von Göppingen), gleich neben Bordeaux. Da es Feiertag war sind aber keine Trams gefahren und nach en bissl Bordeaux bin ich dann bis um zwei Uhr am Flughafen gewesen.
Abends waren wir dann in Bordeaux, bei Nacht ein unheimlicher Flair, haben schön gegessen und um zwölf auch schön auf den Geburtstag angestoßen.
Als wir dann in Montendre ankamen haben schon alle geschlafen, doch ich hab ihm trotzdem noch nen Rundgang mit ihm gemacht. War cool.
Am Freitag waren wir in Royan, Strand und Stadt angeschaut. Abends gabs im Haus gutes Essen und einen Geburtstagskuchen… später dann noch draußen Lagerfeuer. Da die Gruppe da war, war Alkohol streng verboten. Naja Mike wir hatten ja den Kofferraum vom Auto.
Am Samstag war Batelteuf, also der Geburtstag vom Haus, es war ganz groß angekündigt, aber so viel Rummel war dann doch nicht. Der Brotbackofen wurde offiziell eröffnet, mittags gab es ein paar wenige Ateliers und abends eine Party à la Maison des Bateleurs. Am Sonntag waren wir in Fontaines d’Ozillac, dort war ein Mittelalterfest, stand auch auf dem Programm vom Haus. Mittags sind wir dann nach La Rochelle, war en cooler Tag. Viel Wasser, Boote und Sonne. Als wir nachts heimkamen waren die anderen noch beim Essen, draußen unter unsere Vordach. Schöne Stimmung. Am Montag gings dann noch zu Dune de Pyla, mit Marjolaine, eine Ökotante die uns beiden nicht mehr von der Seite weichen wollte. Die Bäume waren ihre Freunde, so kam es schon mal vor dass sie plötzlich jemandem gewunken hat. Ja manche Leute können auch Bäumen Hallo sagen. Na ja jeder wie er will, es war en cooler Tag und auch äußerst amüsant.
Um sechs ist Mike dann wieder geflogen. Marjolaine und ich sind wieder nach Bordeaux reingefahren und dann mit dem Zug nach Montendre.
Die Gute ist noch zwei Tage geblieben und hat mir nach einer Weile ihre Seele offenbart … Ja also ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich nicht traurig war als sie wieder gegangen ist.
Seit der Abreise meines Bruders sind schon wieder ein paar Tage vergangen doch in den letzten Tagen ist nicht wirklich was passiert das hier in meinem undetaillierten Blogeintrag erwähnt werden müsste. Die Arbeit ist mehr oder weniger abwechslungsreich, Mittwoch Nachmittag gehen wir Jungs immer zum Fußballtraining, wir helfen einem Trainer beim Training von Kindern(Anfängern). Ach ja Cyril ist angekommen, ein Art Problemjugendlicher der auch schon Einbrüche und Gefängnis hinter sich hat und jetzt für ein Jahr hier bleibt, wie ein normaler Freiwilliger. Letzten Samstag war ich mit ihm und Francois in Jonzac in den Antilles, ein Erlebnisbad, zum ersten Mal. Neuerdings darf ich hier auch Auto fahren. Seit Milos und Nikola nicht mehr da sind wurden bei der Versicherung die Bedingungen geändert. Jetzt dürfen wir auch mal aufs Gaspedal drücken…
Gerade denke ich viel mehr an die Zeit nach Frankreich als an das Seminar oder die Workcamps. Wenn man mal wirklich vor Augen hat, wie begrenzt die Zeit noch ist, verliert so manches vielleicht seine Wichtigkeit. Andere Sachen werden wichtig… Es ändert sich einfach die Wertigkeit, ist ja auch ganz natürlich. In der ersten Hälfe des Jahres denkt man darüber noch anders als in der zweiten. Ich habe vor ein paar tagen übringens meinen flug gebucht, vom 16. bis 21. Juni komm ich noch mal heim. Fünf Tage, mehr konnte ich nicht mehr weg.
Am Sonntag geht’s jetzt erstmal nach Crenau für zehn Tage, da waren wir auf unserem ersten Seminar schon einmal…
So jetzt bin ich froh, dass der Blog wieder mehr auf dem Laufenden ist und nicht ganz in Vergessenheit gerät.
Denn eigentlich schreibe ich diesen Blog auch für mich, er soll mal als Andenken an ein besonderes Jahr dienen…
Bis zum nächsten Mal… wann das sein wird kann ich jetzt noch nicht sagen, aber das war auf jeden Fall nicht der letzte Artikel …;-)
So dann versuch ich mal den Blog in rasantem Tempo aufzufrischen sodass er halbwegs aktuell ist.
Am Donnerstag, der Woche nach Beaumotte(letzter Blogeintrag) sind wir nach Caussade(genauer gesagt ein Kaff daneben) dort war eine viertägiges Seminar, eine Evaluation also eine Bewertung. Aber was das jetzt genau für ein Seminar war, ist eigentlich auch nicht so wichtig. Das beste an diesen Tagen war es alle Freiwilligen wieder zu sehen. Wir waren in einer Turnhalle untergebracht, und die Duschen waren im Nachbarort.
Das Wiedersehen war toll, doch nach drei Tagen bin ich frühzeitig gegangen. Mit dem Zug bin ich von Caussade über Paris nach Straßbourg gefahren wo mich meine Eltern abends abgeholt haben. Eigentlich wollte ich nur ne Woche bzw. 10 Tage bleiben doch daraus wurden dann 2 Wochen, denn die anderen Freiwilligen waren noch in Barcelona und das hätte sich für mich nicht mehr gelohnt, auch weil ich noch nen Abstecher bei jemandem in Paris machen wollte. Na gut, ich war aber auf jeden Fall zwei Wochen in Deutschland, in denen ich mich mal versucht habe mit der Zeit danach, also der Zeit nach meinem FSJ, genauer gesagt mit dem Studium zu beschäftigen. Es war hart!! Wenn man bestimmte Vorstellungen hat, diese dann aber nicht in die Realität umsetzten kann und ne Alternative suchen muss, kann das schon ganz schön stressig werden. Naja es gibt immer einen Weg und irgendwie geht alles…
Die Wochenenden waren darum um so schöner, mit allen … ;-)
Wow in einer viertel Seite drei Wochen zusammengefasst, nicht schlecht, vor ein paar Monaten wären das noch mehrer Seiten gewesen. Aber das hier soll ja schließlich keine detaillierte Beschreibung werden sondern einen schnellen Überblick geben.
So kam ich nach zwei Wochen Deutschland und einer Nacht in Paris wieder im verlassenen Montendre an. Richtig viel neue Energie und Motivation wie im Januar hatte ich dieses Mal nicht im Gepäck. Ich glaube ich hatte nicht mehr die große Motivation irgendetwas reißen zu wollen, die Phase, ich würde mal sagen die zwei Wochen nach dem Deutschlandaufenthalt war im Haus für alle eher eine Wartephase, ohne viel Elan. In der dieser Zwischenzeit ist Nikola abgereist, was für alle eine Umstellung war. Die Motivationslosigkeit des Winters konnten viele noch nicht abschütteln und so ging es eher träge voran. Es musste voran gehen. Auf was hat man denn nun gewartet in dieser anscheinenden Wartephase. Es wurde gewartet auf was Neues, auf Veränderungen, neue Energie, neue Eindrücke, je eine neue Zeit, ich meine eine neue Phase des Freiwilligendienstes, die letzte große Phase, für uns ungefähr von einer Dauer von drei Monaten. Wer solle dies alles bringen? Die neue Gruppe, für Anfang Mai waren sechs neue Freiwillige angekündigt. Mit sechs neuen Freiwilligen verändert sich alles, eine ganz neue Gruppe, neue Leute, ein anderes Leben.
Doch wie ich heute sagen kann, sind diese Erwartungen bei allen enttäuscht worden. Es kam eine, eine einzige Freiwillige aus Mazedonien. Bei den anderen kam es zu unterschiedlichen Problemen, sodass sie nicht kommen konnten.
Hier geht der Alltag weiter, auch ohne Neue. Der Anfangsrausch des Freiwilligendienstes war schon lange verflogen und es kamen Wiederholungen, Sachen wiederholen sich einfach.
Ich bin froh, dass Luc, unser neuer technischer Leiter da ist. Er ist einfach super locker und witzig, mit ihm könnte fast jede Arbeit Spaß machen.
Ich hoffe ich habe jetzt in der ganzen Schilderung nicht übertrieben und es ist kein so schlechter Eindruck entstanden, denn das war nicht meine Absicht. Die Zeit ist ja auch schon ein bisschen her …
Am 1.Mai haben wir auf dem Markt selbst gepflückte Blumen verkauft, der Name ist mir jetzt irgendwie entfallen. Sowas wie Schneewittchen oder Stiefmütterchen, gibt’s so was? Also mit weißen Blüten, ist ja auch egal. Das war klasse, und auch ein kleiner Anfang, sodass ich am Wochenende drauf mit Francois und noch einer in Jonzac im Kino war…
Kontakt zu Jugendlichen in Montendre zu finden ist gar nicht so einfach, man könnte schon fast sagen unmöglich, da der Prozentsatz von Jugendlichen in Montendre gegen Null läuft, oder es verstecken sich alle vor uns. Unter den Freiwilligen gelte ich schon als Mister Kommunikation, wenn es um irgendwas geht was mit Vortrag halten, Leute anrufen, treffen …. zu tun hat, schauen während dem Meeting alle mich an.
Ein Datum auf das ich mich schon länger gefreut habe, war der achte Mai, denn an dem Tag ist abends um sechs mein Bruder am Flughafen von Bordeaux angekommen. Er hat ein Auto gemietet um zu mir zufahren. Ich wollte ihn aber am Flughafen überraschen. Ach ja jetzt hätt ich’s fast vergessen, während dieser Woche war auch der CER da, ein Institution die sich um Jugendliche mit Problemen kümmert. Die fünf Jugendlichen die bei uns ne Woche waren, haben schon eine gewisse Zeit im Knast verbracht und der CER will ihnen helfen wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Als die das letzte Mal da waren hat danach mein Handy gefehlt, doch die Gruppe jetzt war ganz anders, sehr sympathisch und es ist zwischen unseren beiden Gruppen echt ne andere Bindung entstanden als davor mit der anderen Gruppe.
Da am achten Mai in Frankreich Feiertag( Ende des zweiten Weltkrieges) fahren keine wirklich Züge, nur einer morgens um halb zehn. War also acht Stunden in Bordeaux bis mein Bruder endlich ankam(den Flughafen kenn ich jetzt auswendig). Erst wollte ich Mittags trampen, nachdem es aber morgens geregnet hat, bin ich lieber auf Nummer sicher und hab den Zug genommen. In Bordeaux hat Elsa(Praktikantin bei uns im Haus) gemeint ich kann zu ihr in die WG und dort ein bisschen chillen. Die WG ist in Pessac(übrigens Partnerstadt von Göppingen), gleich neben Bordeaux. Da es Feiertag war sind aber keine Trams gefahren und nach en bissl Bordeaux bin ich dann bis um zwei Uhr am Flughafen gewesen.
Abends waren wir dann in Bordeaux, bei Nacht ein unheimlicher Flair, haben schön gegessen und um zwölf auch schön auf den Geburtstag angestoßen.
Als wir dann in Montendre ankamen haben schon alle geschlafen, doch ich hab ihm trotzdem noch nen Rundgang mit ihm gemacht. War cool.
Am Freitag waren wir in Royan, Strand und Stadt angeschaut. Abends gabs im Haus gutes Essen und einen Geburtstagskuchen… später dann noch draußen Lagerfeuer. Da die Gruppe da war, war Alkohol streng verboten. Naja Mike wir hatten ja den Kofferraum vom Auto.
Am Samstag war Batelteuf, also der Geburtstag vom Haus, es war ganz groß angekündigt, aber so viel Rummel war dann doch nicht. Der Brotbackofen wurde offiziell eröffnet, mittags gab es ein paar wenige Ateliers und abends eine Party à la Maison des Bateleurs. Am Sonntag waren wir in Fontaines d’Ozillac, dort war ein Mittelalterfest, stand auch auf dem Programm vom Haus. Mittags sind wir dann nach La Rochelle, war en cooler Tag. Viel Wasser, Boote und Sonne. Als wir nachts heimkamen waren die anderen noch beim Essen, draußen unter unsere Vordach. Schöne Stimmung. Am Montag gings dann noch zu Dune de Pyla, mit Marjolaine, eine Ökotante die uns beiden nicht mehr von der Seite weichen wollte. Die Bäume waren ihre Freunde, so kam es schon mal vor dass sie plötzlich jemandem gewunken hat. Ja manche Leute können auch Bäumen Hallo sagen. Na ja jeder wie er will, es war en cooler Tag und auch äußerst amüsant.
Um sechs ist Mike dann wieder geflogen. Marjolaine und ich sind wieder nach Bordeaux reingefahren und dann mit dem Zug nach Montendre.
Die Gute ist noch zwei Tage geblieben und hat mir nach einer Weile ihre Seele offenbart … Ja also ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich nicht traurig war als sie wieder gegangen ist.
Seit der Abreise meines Bruders sind schon wieder ein paar Tage vergangen doch in den letzten Tagen ist nicht wirklich was passiert das hier in meinem undetaillierten Blogeintrag erwähnt werden müsste. Die Arbeit ist mehr oder weniger abwechslungsreich, Mittwoch Nachmittag gehen wir Jungs immer zum Fußballtraining, wir helfen einem Trainer beim Training von Kindern(Anfängern). Ach ja Cyril ist angekommen, ein Art Problemjugendlicher der auch schon Einbrüche und Gefängnis hinter sich hat und jetzt für ein Jahr hier bleibt, wie ein normaler Freiwilliger. Letzten Samstag war ich mit ihm und Francois in Jonzac in den Antilles, ein Erlebnisbad, zum ersten Mal. Neuerdings darf ich hier auch Auto fahren. Seit Milos und Nikola nicht mehr da sind wurden bei der Versicherung die Bedingungen geändert. Jetzt dürfen wir auch mal aufs Gaspedal drücken…
Gerade denke ich viel mehr an die Zeit nach Frankreich als an das Seminar oder die Workcamps. Wenn man mal wirklich vor Augen hat, wie begrenzt die Zeit noch ist, verliert so manches vielleicht seine Wichtigkeit. Andere Sachen werden wichtig… Es ändert sich einfach die Wertigkeit, ist ja auch ganz natürlich. In der ersten Hälfe des Jahres denkt man darüber noch anders als in der zweiten. Ich habe vor ein paar tagen übringens meinen flug gebucht, vom 16. bis 21. Juni komm ich noch mal heim. Fünf Tage, mehr konnte ich nicht mehr weg.
Am Sonntag geht’s jetzt erstmal nach Crenau für zehn Tage, da waren wir auf unserem ersten Seminar schon einmal…
So jetzt bin ich froh, dass der Blog wieder mehr auf dem Laufenden ist und nicht ganz in Vergessenheit gerät.
Denn eigentlich schreibe ich diesen Blog auch für mich, er soll mal als Andenken an ein besonderes Jahr dienen…
Bis zum nächsten Mal… wann das sein wird kann ich jetzt noch nicht sagen, aber das war auf jeden Fall nicht der letzte Artikel …;-)
Montag, 28. April 2008
Beaumotte-Aubertans
Beaumotte-Aubertans ist eine Delegation von Solidarités Jeunesses, die sich im Franche-Comté, der Region neben der Schweiz befindet. Wenn man die Lage dieses Ortes beschreiben möchte, kann man sagen ja so zwischen Besancon und Vesoul, irgendwo in den Vogesen.
In dem wenige hundert Seelennest liegt die Delegation die Solidarités Jeunesses finanziell wahrscheinlich trägt, denn aufgrund des Projektes, die Beherbergung von Jugendlichen mit Schwierigkeiten erwirtschaftet Beaumotte jährlich ein großes Plus, ganz im Gegensatz zum Maison des Bateleurs ;-)
So also am Freitag haben wir uns auf die lange Fahrt nach ins Franche Comté gemacht. Dort war RassNat ein Treffen von allen Delegationen(Meetings und Abstimmungen), die Freiwilligen konnten auch mitkommen. Es gab zwei Autos, das erste das gefahren ist war der Megan dann der Peugeot. Es gab jedoch zweimal einen Hacken. Das erste Auto ist zwei Stunden früher losgefahren, durfte aber keine Autobahnen benutzen(Geldprobleme wie immer), das zweite Auto fuhr später los, musste aber noch in La Rochelle den Präsident der Organisation abholen und hat dann Autobahnen benutzt. Ich wollte so früh wie möglich in Beaumotte sein um alle Freiwilligen zu sehen.
So bin ich also mit der Absicht früher da zu sein mit dem ersten Auto gefahren. Es war ne krasse Fahrt, einmal quer durch Frankreich, einmal quer durch die Mitte, einfach mal vom Westen in den Osten. Hab mal auf der Karte geschaut, von da wäre es nicht mehr weit zu meinem Bruder nach Bern gewesen, vielleicht zwei oder drei Stunden.
Zentralfrankreich ist nicht so stark besiedelt und es gibt auch weniger Nationalstraßen(bei uns Bundesstraßen), unsere Fahrer sind nach der Karte gefahren und haben sich öfters mal gedacht eine Abkürzung zu nehmen. Die angebliche Abkürzung, führte von einem Kaff zu einem noch größeren und so weiter, mitten durch die Pampa.
Die „gute“ Beschilderung in diesen sehr idyllisch gelegenen Dörfern(wenn man es so nennen kann) hat auch noch dazu beigetragen, dass wir an einigen Orten gleich mehrmals nacheinander vorbeigekommen sind bis wir dann endlich den „richtigen“ Weg gefunden haben. Naja aber was solls wir haben ja Zeit ;-)
Nach 12 Stunden Frankreichfahrt sind wir dann auch angekommen, ein paar Minuten nach den anderen.
Naja aber was solls wir waren da und mit uns noch viele andere. Es war voll.
Das ganze Wochenende waren Debatten und Abstimmungen, bei denen die Freiwilligen gern zuhören konnten, jedoch nicht verpflichtend. So wurden die Nächte lang…
Zum Schlafen waren Armeeliegen aufgestellt, ich konnte jedoch bei Manu( genau wie ich von derselben deutschen Organisation) im Zimmer schlafen, im gleichen Raum war auch noch ein Jugendlich mit Schwierigkeiten. Manu war wegen aus besondern Gründen Nachts nicht in seinem Zimmer.
Dieser Jugendlicher mit Schwierigkeiten wusste nicht, dass ich dort schlafe und ich kannte ihn weder noch wusste ich was für Probleme der jetzt hat. So bin ich in der ersten Nacht im dunkeln ins Zimmer und hab dann noch ne Weile gewartet ob sich in der anderen Ecke des Zimmers was regt. Man weiss ja nie!
Morgens als ich aufstand war der immer noch im Bett.
Die Stimmung in Beaumotte war sehr gut, endlich alle wieder zu sehen, und ewig lange labern…
In der zweiten Nacht war dieser von mir noch Unbekannte Zimmernachbar so besoffen, dass er auf seinem Bett umgeflogen ist und ne Platzwunde hatte, na ja da gabs noch viel Aufruhr.
Nach zwei intensiven Tagen sind wir dann wieder gefahren, diesmal Autobahn.
Die Fahrt war genial…
Die ganze Fahrt war es nicht eine Minute still…
In dem wenige hundert Seelennest liegt die Delegation die Solidarités Jeunesses finanziell wahrscheinlich trägt, denn aufgrund des Projektes, die Beherbergung von Jugendlichen mit Schwierigkeiten erwirtschaftet Beaumotte jährlich ein großes Plus, ganz im Gegensatz zum Maison des Bateleurs ;-)
So also am Freitag haben wir uns auf die lange Fahrt nach ins Franche Comté gemacht. Dort war RassNat ein Treffen von allen Delegationen(Meetings und Abstimmungen), die Freiwilligen konnten auch mitkommen. Es gab zwei Autos, das erste das gefahren ist war der Megan dann der Peugeot. Es gab jedoch zweimal einen Hacken. Das erste Auto ist zwei Stunden früher losgefahren, durfte aber keine Autobahnen benutzen(Geldprobleme wie immer), das zweite Auto fuhr später los, musste aber noch in La Rochelle den Präsident der Organisation abholen und hat dann Autobahnen benutzt. Ich wollte so früh wie möglich in Beaumotte sein um alle Freiwilligen zu sehen.
So bin ich also mit der Absicht früher da zu sein mit dem ersten Auto gefahren. Es war ne krasse Fahrt, einmal quer durch Frankreich, einmal quer durch die Mitte, einfach mal vom Westen in den Osten. Hab mal auf der Karte geschaut, von da wäre es nicht mehr weit zu meinem Bruder nach Bern gewesen, vielleicht zwei oder drei Stunden.
Zentralfrankreich ist nicht so stark besiedelt und es gibt auch weniger Nationalstraßen(bei uns Bundesstraßen), unsere Fahrer sind nach der Karte gefahren und haben sich öfters mal gedacht eine Abkürzung zu nehmen. Die angebliche Abkürzung, führte von einem Kaff zu einem noch größeren und so weiter, mitten durch die Pampa.
Die „gute“ Beschilderung in diesen sehr idyllisch gelegenen Dörfern(wenn man es so nennen kann) hat auch noch dazu beigetragen, dass wir an einigen Orten gleich mehrmals nacheinander vorbeigekommen sind bis wir dann endlich den „richtigen“ Weg gefunden haben. Naja aber was solls wir haben ja Zeit ;-)
Nach 12 Stunden Frankreichfahrt sind wir dann auch angekommen, ein paar Minuten nach den anderen.
Naja aber was solls wir waren da und mit uns noch viele andere. Es war voll.
Das ganze Wochenende waren Debatten und Abstimmungen, bei denen die Freiwilligen gern zuhören konnten, jedoch nicht verpflichtend. So wurden die Nächte lang…
Zum Schlafen waren Armeeliegen aufgestellt, ich konnte jedoch bei Manu( genau wie ich von derselben deutschen Organisation) im Zimmer schlafen, im gleichen Raum war auch noch ein Jugendlich mit Schwierigkeiten. Manu war wegen aus besondern Gründen Nachts nicht in seinem Zimmer.
Dieser Jugendlicher mit Schwierigkeiten wusste nicht, dass ich dort schlafe und ich kannte ihn weder noch wusste ich was für Probleme der jetzt hat. So bin ich in der ersten Nacht im dunkeln ins Zimmer und hab dann noch ne Weile gewartet ob sich in der anderen Ecke des Zimmers was regt. Man weiss ja nie!
Morgens als ich aufstand war der immer noch im Bett.
Die Stimmung in Beaumotte war sehr gut, endlich alle wieder zu sehen, und ewig lange labern…
In der zweiten Nacht war dieser von mir noch Unbekannte Zimmernachbar so besoffen, dass er auf seinem Bett umgeflogen ist und ne Platzwunde hatte, na ja da gabs noch viel Aufruhr.
Nach zwei intensiven Tagen sind wir dann wieder gefahren, diesmal Autobahn.
Die Fahrt war genial…
Die ganze Fahrt war es nicht eine Minute still…
Freitag, 28. März 2008
Workcamp in Auch
MANUE
Haruna *Peace*
...
Ayami, ích, Sebe, Tomoe

Daggy
auf dem heimweg sind noch 4 Mädels mit zu uns für zwei Tage. Hier die Ankunft am bahnhof Montendre.warten auf den Zug nach Montendre
in Bordeaux
Haruna
unser Haus von der Rückseite
Ich bin wieder zurück in Montendre. Nach drei Wochen Auch sind wir am Sonntagabend mit 4 Mädels(einer Deutschen und drei Japanerinen) angekommen. Die 4 wollten uns noch für zwei Tage besuchen bevor sie weiter nach Barcelona gehen. Hier im Haus war das kein Problem, dass wir Leute aus dem Workcamp mitbringen. Es war ja sowieso Ostern und die Permanents waren nicht so sehr präsent. Luc (unser neuer technischer Leiter) wollte sie am Dienstagmorgen(ne halbe Stunde bevor ihr Zug fährt) jedoch schon zur Arbeit am Brotbackofen einteilen nachdem ich ihm spaßeshalber gesagt habe, dass wir neue Freiwillige haben.
Die letzten drei Wochen waren super und ich glaube, es ist schwierig das jetzt hier alles gut zusammenzufassen.
Die Fahrt nach Auch ging schon einmal stressig los. Sebe(der auch geht) war schon am Tag davor nach Bordeaux gegangen und ich traf ihn erst im Zug von Bordeaux nach Agen. Am Samstag hatte ich keine Zeit mehr gehabt zu packen, deswegen wollte ich am Sonntag früher aufstehen um alles noch zu machen. Mein Zug ist um 9.33 Uhr gefahren und ich habe mir meinen Wecker auf 7.10 Uhr gestellt. Danach war ich duschen und frühstücken und als ich dann wieder hochkam war es 8.50 Uhr. Mir lief erst mal ein kalter Schauer über die Schulter. Erst habe ich gedacht die Uhr geht falsch, war aber leider nicht so. Es waren jetzt noch 40 min bis mein Zug abfährt, ich habe noch nicht gepackt und muss noch 25min Fußmarsch(mit meiner Tasche bestimmt) zum Bahnhof einkalkulieren. Wenn das nicht mal ne Extremsituation ist. Jetzt hat jede Sekunde gezählt.
Ich habe in 10min meine Riesentasche für drei Wochen gepackt. Ging eigentlich auch denn ich habe ja nur einen Schrank wo alles nötige drin ist. Dann mit meinem Koffer den sandigen Waldweg zum Bahnhof entlang gerannt und sogar noch rechtzeitig am Bahnhof angekommen. Im Zug habe ich mich dann ausgeruht und mir in der Toilette die Zähne geputzt und umgezogen. Na ja ging alles noch mal gut aber so nen Packstress hatte ich noch nie!
In Bordeaux bin ich dann erstmal 3,5 h rumgegammelt bis ich Sebe im Zug getroffen habe. Von Agen gings weiter mit dem Autobus nach Auch, unserem Zielort.
Die letzten drei Wochen waren super und ich glaube, es ist schwierig das jetzt hier alles gut zusammenzufassen.
Die Fahrt nach Auch ging schon einmal stressig los. Sebe(der auch geht) war schon am Tag davor nach Bordeaux gegangen und ich traf ihn erst im Zug von Bordeaux nach Agen. Am Samstag hatte ich keine Zeit mehr gehabt zu packen, deswegen wollte ich am Sonntag früher aufstehen um alles noch zu machen. Mein Zug ist um 9.33 Uhr gefahren und ich habe mir meinen Wecker auf 7.10 Uhr gestellt. Danach war ich duschen und frühstücken und als ich dann wieder hochkam war es 8.50 Uhr. Mir lief erst mal ein kalter Schauer über die Schulter. Erst habe ich gedacht die Uhr geht falsch, war aber leider nicht so. Es waren jetzt noch 40 min bis mein Zug abfährt, ich habe noch nicht gepackt und muss noch 25min Fußmarsch(mit meiner Tasche bestimmt) zum Bahnhof einkalkulieren. Wenn das nicht mal ne Extremsituation ist. Jetzt hat jede Sekunde gezählt.
Ich habe in 10min meine Riesentasche für drei Wochen gepackt. Ging eigentlich auch denn ich habe ja nur einen Schrank wo alles nötige drin ist. Dann mit meinem Koffer den sandigen Waldweg zum Bahnhof entlang gerannt und sogar noch rechtzeitig am Bahnhof angekommen. Im Zug habe ich mich dann ausgeruht und mir in der Toilette die Zähne geputzt und umgezogen. Na ja ging alles noch mal gut aber so nen Packstress hatte ich noch nie!
In Bordeaux bin ich dann erstmal 3,5 h rumgegammelt bis ich Sebe im Zug getroffen habe. Von Agen gings weiter mit dem Autobus nach Auch, unserem Zielort.
Während den drei Wochen wohnten wir in La Fernier, abgeschieden neben der Ortschaft Pavie. Wir hatten zwei Häuser zur Verfügung. In dem einen waren neun Freiwillige und in dem anderen 4. Bei uns gab es ein einziges Bad, dass sich neun Personen teilten. Beim Essen wurde immer gefragt wer wann duschen will und nach wem J Man hatte auch die Möglichkeit Duschteams zu bilden ;-)
Unsere Gruppe bestand aus 5 Deutschen(eine war Animatrice), 6 Japaner, 1 Italiener (aus Sardinien) und einer französischen Animatrice. 3 Jungs und 10 Mädels.
Der Grund warum dieses Workcamp stattfand, war eine Ausstellung über die Stellung von Frauen während dem zweiten Weltkrieg.
Das Thema hat sich ja schon einmal sehr interessant angehört, aber es war wohl nicht der Hauptgrund wieso ich an diesem Projekt teilgenommen habe…
Unsere beiden Organisatoren sind Ms. Castera und Ms. Du Pont.
Sie haben das Projekt schon seit langem organisiert und wir waren jetzt da um es mit ihnen umzusetzen. Also eigentlich war jeder Tag schon gut organisiert und wir hatten nicht zu viele Freiheiten.
Jeden Morgen um halb neun ging es los. Mit unserem Minibus nach Pavie und von dort aus mit dem normalen Bus nach Auch(10km). In der Uni hatten wir unseren eigenen Seminarraum. In der ersten Woche kam erst einmal ein Geschichtslehrer, der uns einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des zweiten Weltkrieges gab. Dies war wirklich sehr interessant, da er sich sehr gut mit allem auskannte und auch für alle möglichen Fragen offen war. Er sprach Französisch und für die Japaner musste immer in Japanisch oder Englisch übersetzt werden. Wenn Ayami (Halb Französin halb Japanerin) eine Pause brauchte, habe ich auch mitgeholfen.
Wenn man es so will war die erste Woche des Workcamps eigentlich eine Informationswoche, wir waren viel unterwegs, haben aktiv aber wenig gemacht(außer übersetzt) und uns eher mit allen Informationen berieseln lassen. So waren wir bei unserem ersten Ausflug in einem Dorf in der Nähe Auchs wo bis 1942 ein Netzwerk der französischen Résistance(Widerstand) verschanzt war. Jeder hat dort der Résistance angehört. Im Juli kamen dann 500 deutsche Soldaten, die das Dorf total zerstörten und es gab nur wenige Überlebende. Mit einem konnten wir sprechen.
Der zweite Ausflug war nach Tarbes, eine Stadt direkt unterhalb der Pyrenäen in das Deportations und Widerstands Museum. Das war beeindruckend. Es war jedes deutsche Konzentrationslager dargestellt, jedoch auf grausame Weise. Die Geschichte Hitlers und des Krieges. De Gaulles Aufruf zum Widerstand, die Befreiung Frankreichs, sowie Résistance Kämpfer. Das krasse war es, dies alles als Deutscher zu sehen. Einige Bilder habe ich schon in meinem Geschichtsbuch gesehen. Drei Zeitzeugen haben in dem Museum über ihre Erfahrungen gesprochen. Eine Frau war in der Résistance. Wenn man von diesen Menschen hört was sie gemacht haben, dann erkennt man erst einmal ihren unglaublichen Mut. Denn wer wusste schon ob sie den nächsten Tag überleben. Niemand! Sie lebten immer in Angst von den Nazis entdeckt zu werden und deportiert. Was auch zu sagen ist, es waren nicht nur die Nazis. Auch das Régime von Vichy, hat seine eigenen Bürger festgenommen und in den Osten geschickt.
Eines Tages musste die Frau einen Brief in ein 20km entferntes Dorf bringen. Sie hatte Angst, denn sie wusste, dass sie an einem Bahnhof vorbeikommt, der voll mit deutschen Soldaten sein wird. Sie hatte Glück und wurde nicht kontrolliert. Den Brief hatte sie in ihrem BH versteckt. Als sie an ihrem Zielort angekommen ist, überkommt sie eine riesige Angst, der ganze Vorhof des Hauses ist voll mit deutschen Soldaten. Sie geht hindurch, klopft mit einem geheim Code an der Tür, übergibt den Brief und geht wieder. Auf der Heimfahrt kommen aus dem Gebüsch plötzlich zwei Soldaten die sie kontrollieren. Wer sind sie? Wo waren sie? Als sie dies überstanden hatte, und um die nächste Kreuzung ist, setzt sie sich erst einmal hin und zittert am ganzen Körper…
Der Mann kam aus Spanien, er hat für die Résistance gekämpft und wurde 1942 gefangen genommen und in das KZ Mauthausen deportiert. Dort müssen sich alle Neuankömmlinge aus Angst vor Infektionen zunächst einmal waschen. Die Nazis forderten, unangezogen aus der Dusche herauszukommen, sodass man auch sehen konnte wer sich gewaschen hat. Der Spanier hatte jedoch sein T-shirt an. Aufgrund dessen wurde er von einem Nazi verprügelt und zum Büro geschleppt. Vor dem Büro waren viele Häftlinge die um den Spanier einen Kreis bildeten und ihn in die Mitte nahmen. Als der Nazi aus dem Büro wieder herauskommt, kann er den Spanier in der Masse nicht mehr finden. Die anderen Häftlinge erzählen ihm später, dass er heute seinen zweiten Geburtstag feiern könnte, denn ohne die Solidarität der anderen würde der Mann heute nicht mehr leben und hätte uns nicht von seinen Erfahrungen erzählen können.
Als Hitler 1942 die Sowjetunion überfällt, hat er zufällig deutsche Generale untereinander sagen hören, jetzt ist der Krieg verloren. Krass…
In dem Museum war ein spezieller Stock ausgestellt mit dem die Häftlinge geschlagen wurde, sie mussten selber zählen und zwar auf Deutsch. Wer in seiner eigenen Sprache zahlte bekam noch einmal einen drauf. Ebenfalls war es mit der Häftlingsnummer beim Appell, wer seine Nummer in Deutsch nicht sagen konnte, wurde verprügelt.
Solche Dinge von einem Zeitzeugen zu hören ist schon beeindruckend. Man ist soweit von der Heimat entfernt und bekommt von Ausländern etwas über seine eigene Vergangenheit erzählt. Schlimm.
Eins möchte ich jedoch sagen, ich habe in den drei Wochen nie ein einziges böses Wort gegen deutsche gehört. Es wurde immer betont, dass 1945 nicht das deutsche, italienische oder japanische Volk besiegt wurde sondern die Ideologien. Das fande ich von den Franzosen die ich getroffen habe sehr beeindruckend. Man hat gegen den Nationalsozialismus gekämpft und nicht gegen die Deutschen. Denn die Deutschen war die ersten Opfer der Nazis.
Unser letzter Ausflug, war ein Gehöft total abgeschieden, dort war auch eine Gruppe französischer Résistance Kämpfer. Durch ein Flugzeug wurde dieses Versteck zufällig entdeckt und an einem Tag gezielt von den Nazis angegriffen, von allen Seiten umrundet. Ein Späher hatte gesehen dass die Nazis kommen und konnte die um die 80 Résistance Kämpfer warnen. Die Nazis hatten gleich den Munitions LKW getroffen und so konnten die 18 bis 24 Jahre alten Männer nur mit dem kämpfen was sie am Leibe trugen. Es war ein Massaker, ein wahres Massaker. Als alles vorbei war, wurden wahllos 4 Männer aus einem nicht weit entfernten Gehöft hergeschleppt und exekutiert. Nur aus diesem Grund, da sie von den Résistancekämpfern wussten und nichts gesagt haben. Unschuldige Menschen. Unglaublich…
Am Freitagabend waren wir in der Bibliothek, dort hat eine Frau, die zwei Jahre im Konzentrationslager Ravensbrück war ihr Buch vorgestellt. Zusammen mit einer Journalistin, schrieb sie über die Zeit im Konzentrationslager. Sie war über 90 und hat nun zum ersten Mal über ihr erlebtes gesprochen.
Am Ende konnte, man noch mit ihr reden. Ich stand mit nem Italiener und zwei Japanern da. Sie hat uns alle gefragt wo wir herkommen. Zum ersten Mal im Leben habe ich mich in diesem Moment dafür geschämt deutscher zu sein. Ein krasses Gefühl.
Sie hat mich dann gefragt wo ich herkomme. Einer anderen Deutschen ging es auch sehr nahe und dann hat die Frau was gesagt, was sich bei mir unglaublich eingeprägt hat. „Man ist nicht für das verantwortlich was seine Eltern oder Großeltern getan haben“. Sie hat Recht, aber trotzdem waren es die Deutschen die sie so gedemütigt haben und sie schert nicht alle Deutschen über einen Kamm. Neue Generationen sind neue Generationen, sind andere Menschen und können nichts für die Vergangenheit.
Zwischen dem Vorgefallenen liegen nur zwei Generationen, es ist nahe aber doch auch fern. Wer weiss was unsere Vorfahren gemacht haben. Von meinen Großeltern weiss ich jedenfalls fast gar nichts. Sie waren im Krieg, aber wo wie und was sie dort gemacht haben, ob sie an Erschießungen teilgenommen haben oder nicht. Keine Ahnung. Für die anderen Deutschen, war der Gedanke, dass ihre Großeltern so etwas gemacht haben sehr hart und so
Entstand noch eine Diskussion über Schuld und Verantwortung. Ich hatte von allen glaube ich die eindeutigste Einstellung. Die meisten Fühlten sich in irgendeiner Weise schuldig oder verantwortlich. Ich fühle mich in keiner Weise verantwortlich dafür was andere vor 60 Jahren gemacht haben. Ich glaube Schuld und Verantwortung ist nicht das richtige Wort, es geht eher um Schande. Man schämt sich dafür dass seine eigenen Vorfahren, sein Volk eigentlich so etwas gemacht hat. Aber ich finde man kann niemanden eine Verantwortung dafür geben, denn nachfolgende Generationen haben nichts damit zu tun.
Das Wochenende war mal wieder gut. Wir waren mit den Studentinnen am Freitag Bowlen, Samstagmittag en Markt besuchen und abends in ner Disco. Am Sonntagmittag haben wir dann im Kino den Film die Frauen im Schatten angeschaut. Hier geht es auch um Frauen in der Résistance während des zweiten Weltkrieges. Es war super interessant, spannend aber auch brutal. Es wurde auch viel Deutsch gesprochen, wenn ein Nazi was gesagt hat, stand nur der französische Untertitel drunter.
In der zweiten Woche ging es darum die Ausstellung zu machen. Es gab vier Gruppen und ich hatte das Thema Einbeziehung der Frauen in den Krieg in Deutschland. Es wurden insgesamt die Themen Frauen als Opfer, Auswirkungen des alltäglichen Lebens, Einbeziehung in den Krieg und Widerstand behandelt. Dies in Deutschland, Japan und ein bisschen Frankreich und Italien.
Die zweite Woche war viel lässiger als die erste. Jeder konnte mehr für sich selbst arbeiten.
In der dritten Woche, waren wir am Montag in einem lycée wo wir uns und unsere Ausstellung mündlich(also ohne Poster) vorgestellt haben. Am Dienstagabend war Eröffnung der Ausstellung in der Uni, es waren viele Leute da und jeder von uns musst etwas sagen. Den Japanern hat man auch einen französischen Satz beigebracht, was aufgrund der Aussprache zu vielen Lachern geführt hat. Vor dem Publikum war dann ne gute Selbstbeherrschung von Nutzen.
Am Mittwoch hatten wir frei und haben irgendwo en Kloster angeschaut.
Am Donnerstagabend war noch eine Konferenz von einem arroganten Intellektuellen der ein Buch über Frauen im zweiten Weltkrieg geschrieben hatte. War ok.
Der Freitag war ein anderes Lycée angesagt wo wir diesmal mit Postern unsere Ausstellung drei Klassen vorstellten.
Das letzte Wochenende hatten wir in Auch bei jemandem eine Wohnungsparty, dies war wirklich der beste Abend von allen.
Am Samstagmittag waren aller Verantwortlichen zum Abschied da und abends kamen die Studentinnen(fünf Studentinnen, ein Student). Am Sonntag ging es dann müde aber mit ner guten Erinnerungen an die super Zeit zurück nach Montendre.
Die Studentinnen haben uns auch einen 30min Fotofilm gemacht.
Die Zeit war einfach genial. Die Gruppe war super, und es wurde soviel gelacht.
Bis auf das Thema war das Workcamp total spaßig, eine super Gruppe und einfach ne unvergessliche Zeit.
Es gibt noch so viele Sachen, die ich hier jetzt nicht erwähnt habe, denn sonst würden noch ein paar Seiten draus werden, aber das wichtigste ist drin. Also das wichtigste was die Arbeit und das Thema des Workcamps angeht. Das ist ja schließlich auch das wichtigste für diesen Blog. Er sollte normalerweise über das Geschehene sachlich informieren und nicht zu detailliert sein. Wer will kann ja gerne den Film anschauen, bin ja im April daheim.
Mit der Gruppe und den Studentinnen war es super toll und es war gut, dass jeder einzelne dabei war.
Die drei Wochen waren einfach toll!!!!!
Jeden Morgen um halb neun ging es los. Mit unserem Minibus nach Pavie und von dort aus mit dem normalen Bus nach Auch(10km). In der Uni hatten wir unseren eigenen Seminarraum. In der ersten Woche kam erst einmal ein Geschichtslehrer, der uns einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des zweiten Weltkrieges gab. Dies war wirklich sehr interessant, da er sich sehr gut mit allem auskannte und auch für alle möglichen Fragen offen war. Er sprach Französisch und für die Japaner musste immer in Japanisch oder Englisch übersetzt werden. Wenn Ayami (Halb Französin halb Japanerin) eine Pause brauchte, habe ich auch mitgeholfen.
Wenn man es so will war die erste Woche des Workcamps eigentlich eine Informationswoche, wir waren viel unterwegs, haben aktiv aber wenig gemacht(außer übersetzt) und uns eher mit allen Informationen berieseln lassen. So waren wir bei unserem ersten Ausflug in einem Dorf in der Nähe Auchs wo bis 1942 ein Netzwerk der französischen Résistance(Widerstand) verschanzt war. Jeder hat dort der Résistance angehört. Im Juli kamen dann 500 deutsche Soldaten, die das Dorf total zerstörten und es gab nur wenige Überlebende. Mit einem konnten wir sprechen.
Der zweite Ausflug war nach Tarbes, eine Stadt direkt unterhalb der Pyrenäen in das Deportations und Widerstands Museum. Das war beeindruckend. Es war jedes deutsche Konzentrationslager dargestellt, jedoch auf grausame Weise. Die Geschichte Hitlers und des Krieges. De Gaulles Aufruf zum Widerstand, die Befreiung Frankreichs, sowie Résistance Kämpfer. Das krasse war es, dies alles als Deutscher zu sehen. Einige Bilder habe ich schon in meinem Geschichtsbuch gesehen. Drei Zeitzeugen haben in dem Museum über ihre Erfahrungen gesprochen. Eine Frau war in der Résistance. Wenn man von diesen Menschen hört was sie gemacht haben, dann erkennt man erst einmal ihren unglaublichen Mut. Denn wer wusste schon ob sie den nächsten Tag überleben. Niemand! Sie lebten immer in Angst von den Nazis entdeckt zu werden und deportiert. Was auch zu sagen ist, es waren nicht nur die Nazis. Auch das Régime von Vichy, hat seine eigenen Bürger festgenommen und in den Osten geschickt.
Eines Tages musste die Frau einen Brief in ein 20km entferntes Dorf bringen. Sie hatte Angst, denn sie wusste, dass sie an einem Bahnhof vorbeikommt, der voll mit deutschen Soldaten sein wird. Sie hatte Glück und wurde nicht kontrolliert. Den Brief hatte sie in ihrem BH versteckt. Als sie an ihrem Zielort angekommen ist, überkommt sie eine riesige Angst, der ganze Vorhof des Hauses ist voll mit deutschen Soldaten. Sie geht hindurch, klopft mit einem geheim Code an der Tür, übergibt den Brief und geht wieder. Auf der Heimfahrt kommen aus dem Gebüsch plötzlich zwei Soldaten die sie kontrollieren. Wer sind sie? Wo waren sie? Als sie dies überstanden hatte, und um die nächste Kreuzung ist, setzt sie sich erst einmal hin und zittert am ganzen Körper…
Der Mann kam aus Spanien, er hat für die Résistance gekämpft und wurde 1942 gefangen genommen und in das KZ Mauthausen deportiert. Dort müssen sich alle Neuankömmlinge aus Angst vor Infektionen zunächst einmal waschen. Die Nazis forderten, unangezogen aus der Dusche herauszukommen, sodass man auch sehen konnte wer sich gewaschen hat. Der Spanier hatte jedoch sein T-shirt an. Aufgrund dessen wurde er von einem Nazi verprügelt und zum Büro geschleppt. Vor dem Büro waren viele Häftlinge die um den Spanier einen Kreis bildeten und ihn in die Mitte nahmen. Als der Nazi aus dem Büro wieder herauskommt, kann er den Spanier in der Masse nicht mehr finden. Die anderen Häftlinge erzählen ihm später, dass er heute seinen zweiten Geburtstag feiern könnte, denn ohne die Solidarität der anderen würde der Mann heute nicht mehr leben und hätte uns nicht von seinen Erfahrungen erzählen können.
Als Hitler 1942 die Sowjetunion überfällt, hat er zufällig deutsche Generale untereinander sagen hören, jetzt ist der Krieg verloren. Krass…
In dem Museum war ein spezieller Stock ausgestellt mit dem die Häftlinge geschlagen wurde, sie mussten selber zählen und zwar auf Deutsch. Wer in seiner eigenen Sprache zahlte bekam noch einmal einen drauf. Ebenfalls war es mit der Häftlingsnummer beim Appell, wer seine Nummer in Deutsch nicht sagen konnte, wurde verprügelt.
Solche Dinge von einem Zeitzeugen zu hören ist schon beeindruckend. Man ist soweit von der Heimat entfernt und bekommt von Ausländern etwas über seine eigene Vergangenheit erzählt. Schlimm.
Eins möchte ich jedoch sagen, ich habe in den drei Wochen nie ein einziges böses Wort gegen deutsche gehört. Es wurde immer betont, dass 1945 nicht das deutsche, italienische oder japanische Volk besiegt wurde sondern die Ideologien. Das fande ich von den Franzosen die ich getroffen habe sehr beeindruckend. Man hat gegen den Nationalsozialismus gekämpft und nicht gegen die Deutschen. Denn die Deutschen war die ersten Opfer der Nazis.
Unser letzter Ausflug, war ein Gehöft total abgeschieden, dort war auch eine Gruppe französischer Résistance Kämpfer. Durch ein Flugzeug wurde dieses Versteck zufällig entdeckt und an einem Tag gezielt von den Nazis angegriffen, von allen Seiten umrundet. Ein Späher hatte gesehen dass die Nazis kommen und konnte die um die 80 Résistance Kämpfer warnen. Die Nazis hatten gleich den Munitions LKW getroffen und so konnten die 18 bis 24 Jahre alten Männer nur mit dem kämpfen was sie am Leibe trugen. Es war ein Massaker, ein wahres Massaker. Als alles vorbei war, wurden wahllos 4 Männer aus einem nicht weit entfernten Gehöft hergeschleppt und exekutiert. Nur aus diesem Grund, da sie von den Résistancekämpfern wussten und nichts gesagt haben. Unschuldige Menschen. Unglaublich…
Am Freitagabend waren wir in der Bibliothek, dort hat eine Frau, die zwei Jahre im Konzentrationslager Ravensbrück war ihr Buch vorgestellt. Zusammen mit einer Journalistin, schrieb sie über die Zeit im Konzentrationslager. Sie war über 90 und hat nun zum ersten Mal über ihr erlebtes gesprochen.
Am Ende konnte, man noch mit ihr reden. Ich stand mit nem Italiener und zwei Japanern da. Sie hat uns alle gefragt wo wir herkommen. Zum ersten Mal im Leben habe ich mich in diesem Moment dafür geschämt deutscher zu sein. Ein krasses Gefühl.
Sie hat mich dann gefragt wo ich herkomme. Einer anderen Deutschen ging es auch sehr nahe und dann hat die Frau was gesagt, was sich bei mir unglaublich eingeprägt hat. „Man ist nicht für das verantwortlich was seine Eltern oder Großeltern getan haben“. Sie hat Recht, aber trotzdem waren es die Deutschen die sie so gedemütigt haben und sie schert nicht alle Deutschen über einen Kamm. Neue Generationen sind neue Generationen, sind andere Menschen und können nichts für die Vergangenheit.
Zwischen dem Vorgefallenen liegen nur zwei Generationen, es ist nahe aber doch auch fern. Wer weiss was unsere Vorfahren gemacht haben. Von meinen Großeltern weiss ich jedenfalls fast gar nichts. Sie waren im Krieg, aber wo wie und was sie dort gemacht haben, ob sie an Erschießungen teilgenommen haben oder nicht. Keine Ahnung. Für die anderen Deutschen, war der Gedanke, dass ihre Großeltern so etwas gemacht haben sehr hart und so
Entstand noch eine Diskussion über Schuld und Verantwortung. Ich hatte von allen glaube ich die eindeutigste Einstellung. Die meisten Fühlten sich in irgendeiner Weise schuldig oder verantwortlich. Ich fühle mich in keiner Weise verantwortlich dafür was andere vor 60 Jahren gemacht haben. Ich glaube Schuld und Verantwortung ist nicht das richtige Wort, es geht eher um Schande. Man schämt sich dafür dass seine eigenen Vorfahren, sein Volk eigentlich so etwas gemacht hat. Aber ich finde man kann niemanden eine Verantwortung dafür geben, denn nachfolgende Generationen haben nichts damit zu tun.
Das Wochenende war mal wieder gut. Wir waren mit den Studentinnen am Freitag Bowlen, Samstagmittag en Markt besuchen und abends in ner Disco. Am Sonntagmittag haben wir dann im Kino den Film die Frauen im Schatten angeschaut. Hier geht es auch um Frauen in der Résistance während des zweiten Weltkrieges. Es war super interessant, spannend aber auch brutal. Es wurde auch viel Deutsch gesprochen, wenn ein Nazi was gesagt hat, stand nur der französische Untertitel drunter.
In der zweiten Woche ging es darum die Ausstellung zu machen. Es gab vier Gruppen und ich hatte das Thema Einbeziehung der Frauen in den Krieg in Deutschland. Es wurden insgesamt die Themen Frauen als Opfer, Auswirkungen des alltäglichen Lebens, Einbeziehung in den Krieg und Widerstand behandelt. Dies in Deutschland, Japan und ein bisschen Frankreich und Italien.
Die zweite Woche war viel lässiger als die erste. Jeder konnte mehr für sich selbst arbeiten.
In der dritten Woche, waren wir am Montag in einem lycée wo wir uns und unsere Ausstellung mündlich(also ohne Poster) vorgestellt haben. Am Dienstagabend war Eröffnung der Ausstellung in der Uni, es waren viele Leute da und jeder von uns musst etwas sagen. Den Japanern hat man auch einen französischen Satz beigebracht, was aufgrund der Aussprache zu vielen Lachern geführt hat. Vor dem Publikum war dann ne gute Selbstbeherrschung von Nutzen.
Am Mittwoch hatten wir frei und haben irgendwo en Kloster angeschaut.
Am Donnerstagabend war noch eine Konferenz von einem arroganten Intellektuellen der ein Buch über Frauen im zweiten Weltkrieg geschrieben hatte. War ok.
Der Freitag war ein anderes Lycée angesagt wo wir diesmal mit Postern unsere Ausstellung drei Klassen vorstellten.
Das letzte Wochenende hatten wir in Auch bei jemandem eine Wohnungsparty, dies war wirklich der beste Abend von allen.
Am Samstagmittag waren aller Verantwortlichen zum Abschied da und abends kamen die Studentinnen(fünf Studentinnen, ein Student). Am Sonntag ging es dann müde aber mit ner guten Erinnerungen an die super Zeit zurück nach Montendre.
Die Studentinnen haben uns auch einen 30min Fotofilm gemacht.
Die Zeit war einfach genial. Die Gruppe war super, und es wurde soviel gelacht.
Bis auf das Thema war das Workcamp total spaßig, eine super Gruppe und einfach ne unvergessliche Zeit.
Es gibt noch so viele Sachen, die ich hier jetzt nicht erwähnt habe, denn sonst würden noch ein paar Seiten draus werden, aber das wichtigste ist drin. Also das wichtigste was die Arbeit und das Thema des Workcamps angeht. Das ist ja schließlich auch das wichtigste für diesen Blog. Er sollte normalerweise über das Geschehene sachlich informieren und nicht zu detailliert sein. Wer will kann ja gerne den Film anschauen, bin ja im April daheim.
Mit der Gruppe und den Studentinnen war es super toll und es war gut, dass jeder einzelne dabei war.
Die drei Wochen waren einfach toll!!!!!
So jetzt am Ende will ich noch wie versprochen Daggy hier erwähnen. Daggy es war super witzig mit dir im Workcamp und ohne dich wären die drei Wochen nicht so gewesen wie sie gewesen sind. Ich bin froh dich getroffen zu haben und ich hoffe wir bleiben in Kontakt. Wenn du dann in Genf bist kann ich dich ja mal besuchen kommen...
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