In den letzten Tagen habe ich manchmal gedacht, wieso schreibst du denn nichts mehr im Blog? Eigentlich ja schade. Seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe ist viel Zeit vergangen, sehr viel Zeit. Aber jetzt soll der Blog in rasantem Tempo aktualisiert werden, denn so ein nicht zu Ende geführter Blog ist auch nichts. Bis zum Ende ist es gar nicht mehr so lange, Ende Juli. Für mich heißt das noch en Ausbildungsseminar zum Animateur, zwei Workcamps und noch ein paar wenige Tage dazwischen und schon ist es vorbei das Jahr im La Maison des Bateleurs…
So dann versuch ich mal den Blog in rasantem Tempo aufzufrischen sodass er halbwegs aktuell ist.
Am Donnerstag, der Woche nach Beaumotte(letzter Blogeintrag) sind wir nach Caussade(genauer gesagt ein Kaff daneben) dort war eine viertägiges Seminar, eine Evaluation also eine Bewertung. Aber was das jetzt genau für ein Seminar war, ist eigentlich auch nicht so wichtig. Das beste an diesen Tagen war es alle Freiwilligen wieder zu sehen. Wir waren in einer Turnhalle untergebracht, und die Duschen waren im Nachbarort.
Das Wiedersehen war toll, doch nach drei Tagen bin ich frühzeitig gegangen. Mit dem Zug bin ich von Caussade über Paris nach Straßbourg gefahren wo mich meine Eltern abends abgeholt haben. Eigentlich wollte ich nur ne Woche bzw. 10 Tage bleiben doch daraus wurden dann 2 Wochen, denn die anderen Freiwilligen waren noch in Barcelona und das hätte sich für mich nicht mehr gelohnt, auch weil ich noch nen Abstecher bei jemandem in Paris machen wollte. Na gut, ich war aber auf jeden Fall zwei Wochen in Deutschland, in denen ich mich mal versucht habe mit der Zeit danach, also der Zeit nach meinem FSJ, genauer gesagt mit dem Studium zu beschäftigen. Es war hart!! Wenn man bestimmte Vorstellungen hat, diese dann aber nicht in die Realität umsetzten kann und ne Alternative suchen muss, kann das schon ganz schön stressig werden. Naja es gibt immer einen Weg und irgendwie geht alles…
Die Wochenenden waren darum um so schöner, mit allen … ;-)
Wow in einer viertel Seite drei Wochen zusammengefasst, nicht schlecht, vor ein paar Monaten wären das noch mehrer Seiten gewesen. Aber das hier soll ja schließlich keine detaillierte Beschreibung werden sondern einen schnellen Überblick geben.
So kam ich nach zwei Wochen Deutschland und einer Nacht in Paris wieder im verlassenen Montendre an. Richtig viel neue Energie und Motivation wie im Januar hatte ich dieses Mal nicht im Gepäck. Ich glaube ich hatte nicht mehr die große Motivation irgendetwas reißen zu wollen, die Phase, ich würde mal sagen die zwei Wochen nach dem Deutschlandaufenthalt war im Haus für alle eher eine Wartephase, ohne viel Elan. In der dieser Zwischenzeit ist Nikola abgereist, was für alle eine Umstellung war. Die Motivationslosigkeit des Winters konnten viele noch nicht abschütteln und so ging es eher träge voran. Es musste voran gehen. Auf was hat man denn nun gewartet in dieser anscheinenden Wartephase. Es wurde gewartet auf was Neues, auf Veränderungen, neue Energie, neue Eindrücke, je eine neue Zeit, ich meine eine neue Phase des Freiwilligendienstes, die letzte große Phase, für uns ungefähr von einer Dauer von drei Monaten. Wer solle dies alles bringen? Die neue Gruppe, für Anfang Mai waren sechs neue Freiwillige angekündigt. Mit sechs neuen Freiwilligen verändert sich alles, eine ganz neue Gruppe, neue Leute, ein anderes Leben.
Doch wie ich heute sagen kann, sind diese Erwartungen bei allen enttäuscht worden. Es kam eine, eine einzige Freiwillige aus Mazedonien. Bei den anderen kam es zu unterschiedlichen Problemen, sodass sie nicht kommen konnten.
Hier geht der Alltag weiter, auch ohne Neue. Der Anfangsrausch des Freiwilligendienstes war schon lange verflogen und es kamen Wiederholungen, Sachen wiederholen sich einfach.
Ich bin froh, dass Luc, unser neuer technischer Leiter da ist. Er ist einfach super locker und witzig, mit ihm könnte fast jede Arbeit Spaß machen.
Ich hoffe ich habe jetzt in der ganzen Schilderung nicht übertrieben und es ist kein so schlechter Eindruck entstanden, denn das war nicht meine Absicht. Die Zeit ist ja auch schon ein bisschen her …
Am 1.Mai haben wir auf dem Markt selbst gepflückte Blumen verkauft, der Name ist mir jetzt irgendwie entfallen. Sowas wie Schneewittchen oder Stiefmütterchen, gibt’s so was? Also mit weißen Blüten, ist ja auch egal. Das war klasse, und auch ein kleiner Anfang, sodass ich am Wochenende drauf mit Francois und noch einer in Jonzac im Kino war…
Kontakt zu Jugendlichen in Montendre zu finden ist gar nicht so einfach, man könnte schon fast sagen unmöglich, da der Prozentsatz von Jugendlichen in Montendre gegen Null läuft, oder es verstecken sich alle vor uns. Unter den Freiwilligen gelte ich schon als Mister Kommunikation, wenn es um irgendwas geht was mit Vortrag halten, Leute anrufen, treffen …. zu tun hat, schauen während dem Meeting alle mich an.
Ein Datum auf das ich mich schon länger gefreut habe, war der achte Mai, denn an dem Tag ist abends um sechs mein Bruder am Flughafen von Bordeaux angekommen. Er hat ein Auto gemietet um zu mir zufahren. Ich wollte ihn aber am Flughafen überraschen. Ach ja jetzt hätt ich’s fast vergessen, während dieser Woche war auch der CER da, ein Institution die sich um Jugendliche mit Problemen kümmert. Die fünf Jugendlichen die bei uns ne Woche waren, haben schon eine gewisse Zeit im Knast verbracht und der CER will ihnen helfen wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Als die das letzte Mal da waren hat danach mein Handy gefehlt, doch die Gruppe jetzt war ganz anders, sehr sympathisch und es ist zwischen unseren beiden Gruppen echt ne andere Bindung entstanden als davor mit der anderen Gruppe.
Da am achten Mai in Frankreich Feiertag( Ende des zweiten Weltkrieges) fahren keine wirklich Züge, nur einer morgens um halb zehn. War also acht Stunden in Bordeaux bis mein Bruder endlich ankam(den Flughafen kenn ich jetzt auswendig). Erst wollte ich Mittags trampen, nachdem es aber morgens geregnet hat, bin ich lieber auf Nummer sicher und hab den Zug genommen. In Bordeaux hat Elsa(Praktikantin bei uns im Haus) gemeint ich kann zu ihr in die WG und dort ein bisschen chillen. Die WG ist in Pessac(übrigens Partnerstadt von Göppingen), gleich neben Bordeaux. Da es Feiertag war sind aber keine Trams gefahren und nach en bissl Bordeaux bin ich dann bis um zwei Uhr am Flughafen gewesen.
Abends waren wir dann in Bordeaux, bei Nacht ein unheimlicher Flair, haben schön gegessen und um zwölf auch schön auf den Geburtstag angestoßen.
Als wir dann in Montendre ankamen haben schon alle geschlafen, doch ich hab ihm trotzdem noch nen Rundgang mit ihm gemacht. War cool.
Am Freitag waren wir in Royan, Strand und Stadt angeschaut. Abends gabs im Haus gutes Essen und einen Geburtstagskuchen… später dann noch draußen Lagerfeuer. Da die Gruppe da war, war Alkohol streng verboten. Naja Mike wir hatten ja den Kofferraum vom Auto.
Am Samstag war Batelteuf, also der Geburtstag vom Haus, es war ganz groß angekündigt, aber so viel Rummel war dann doch nicht. Der Brotbackofen wurde offiziell eröffnet, mittags gab es ein paar wenige Ateliers und abends eine Party à la Maison des Bateleurs. Am Sonntag waren wir in Fontaines d’Ozillac, dort war ein Mittelalterfest, stand auch auf dem Programm vom Haus. Mittags sind wir dann nach La Rochelle, war en cooler Tag. Viel Wasser, Boote und Sonne. Als wir nachts heimkamen waren die anderen noch beim Essen, draußen unter unsere Vordach. Schöne Stimmung. Am Montag gings dann noch zu Dune de Pyla, mit Marjolaine, eine Ökotante die uns beiden nicht mehr von der Seite weichen wollte. Die Bäume waren ihre Freunde, so kam es schon mal vor dass sie plötzlich jemandem gewunken hat. Ja manche Leute können auch Bäumen Hallo sagen. Na ja jeder wie er will, es war en cooler Tag und auch äußerst amüsant.
Um sechs ist Mike dann wieder geflogen. Marjolaine und ich sind wieder nach Bordeaux reingefahren und dann mit dem Zug nach Montendre.
Die Gute ist noch zwei Tage geblieben und hat mir nach einer Weile ihre Seele offenbart … Ja also ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich nicht traurig war als sie wieder gegangen ist.
Seit der Abreise meines Bruders sind schon wieder ein paar Tage vergangen doch in den letzten Tagen ist nicht wirklich was passiert das hier in meinem undetaillierten Blogeintrag erwähnt werden müsste. Die Arbeit ist mehr oder weniger abwechslungsreich, Mittwoch Nachmittag gehen wir Jungs immer zum Fußballtraining, wir helfen einem Trainer beim Training von Kindern(Anfängern). Ach ja Cyril ist angekommen, ein Art Problemjugendlicher der auch schon Einbrüche und Gefängnis hinter sich hat und jetzt für ein Jahr hier bleibt, wie ein normaler Freiwilliger. Letzten Samstag war ich mit ihm und Francois in Jonzac in den Antilles, ein Erlebnisbad, zum ersten Mal. Neuerdings darf ich hier auch Auto fahren. Seit Milos und Nikola nicht mehr da sind wurden bei der Versicherung die Bedingungen geändert. Jetzt dürfen wir auch mal aufs Gaspedal drücken…
Gerade denke ich viel mehr an die Zeit nach Frankreich als an das Seminar oder die Workcamps. Wenn man mal wirklich vor Augen hat, wie begrenzt die Zeit noch ist, verliert so manches vielleicht seine Wichtigkeit. Andere Sachen werden wichtig… Es ändert sich einfach die Wertigkeit, ist ja auch ganz natürlich. In der ersten Hälfe des Jahres denkt man darüber noch anders als in der zweiten. Ich habe vor ein paar tagen übringens meinen flug gebucht, vom 16. bis 21. Juni komm ich noch mal heim. Fünf Tage, mehr konnte ich nicht mehr weg.
Am Sonntag geht’s jetzt erstmal nach Crenau für zehn Tage, da waren wir auf unserem ersten Seminar schon einmal…
So jetzt bin ich froh, dass der Blog wieder mehr auf dem Laufenden ist und nicht ganz in Vergessenheit gerät.
Denn eigentlich schreibe ich diesen Blog auch für mich, er soll mal als Andenken an ein besonderes Jahr dienen…
Bis zum nächsten Mal… wann das sein wird kann ich jetzt noch nicht sagen, aber das war auf jeden Fall nicht der letzte Artikel …;-)
Donnerstag, 22. Mai 2008
Montag, 28. April 2008
Beaumotte-Aubertans
Beaumotte-Aubertans ist eine Delegation von Solidarités Jeunesses, die sich im Franche-Comté, der Region neben der Schweiz befindet. Wenn man die Lage dieses Ortes beschreiben möchte, kann man sagen ja so zwischen Besancon und Vesoul, irgendwo in den Vogesen.
In dem wenige hundert Seelennest liegt die Delegation die Solidarités Jeunesses finanziell wahrscheinlich trägt, denn aufgrund des Projektes, die Beherbergung von Jugendlichen mit Schwierigkeiten erwirtschaftet Beaumotte jährlich ein großes Plus, ganz im Gegensatz zum Maison des Bateleurs ;-)
So also am Freitag haben wir uns auf die lange Fahrt nach ins Franche Comté gemacht. Dort war RassNat ein Treffen von allen Delegationen(Meetings und Abstimmungen), die Freiwilligen konnten auch mitkommen. Es gab zwei Autos, das erste das gefahren ist war der Megan dann der Peugeot. Es gab jedoch zweimal einen Hacken. Das erste Auto ist zwei Stunden früher losgefahren, durfte aber keine Autobahnen benutzen(Geldprobleme wie immer), das zweite Auto fuhr später los, musste aber noch in La Rochelle den Präsident der Organisation abholen und hat dann Autobahnen benutzt. Ich wollte so früh wie möglich in Beaumotte sein um alle Freiwilligen zu sehen.
So bin ich also mit der Absicht früher da zu sein mit dem ersten Auto gefahren. Es war ne krasse Fahrt, einmal quer durch Frankreich, einmal quer durch die Mitte, einfach mal vom Westen in den Osten. Hab mal auf der Karte geschaut, von da wäre es nicht mehr weit zu meinem Bruder nach Bern gewesen, vielleicht zwei oder drei Stunden.
Zentralfrankreich ist nicht so stark besiedelt und es gibt auch weniger Nationalstraßen(bei uns Bundesstraßen), unsere Fahrer sind nach der Karte gefahren und haben sich öfters mal gedacht eine Abkürzung zu nehmen. Die angebliche Abkürzung, führte von einem Kaff zu einem noch größeren und so weiter, mitten durch die Pampa.
Die „gute“ Beschilderung in diesen sehr idyllisch gelegenen Dörfern(wenn man es so nennen kann) hat auch noch dazu beigetragen, dass wir an einigen Orten gleich mehrmals nacheinander vorbeigekommen sind bis wir dann endlich den „richtigen“ Weg gefunden haben. Naja aber was solls wir haben ja Zeit ;-)
Nach 12 Stunden Frankreichfahrt sind wir dann auch angekommen, ein paar Minuten nach den anderen.
Naja aber was solls wir waren da und mit uns noch viele andere. Es war voll.
Das ganze Wochenende waren Debatten und Abstimmungen, bei denen die Freiwilligen gern zuhören konnten, jedoch nicht verpflichtend. So wurden die Nächte lang…
Zum Schlafen waren Armeeliegen aufgestellt, ich konnte jedoch bei Manu( genau wie ich von derselben deutschen Organisation) im Zimmer schlafen, im gleichen Raum war auch noch ein Jugendlich mit Schwierigkeiten. Manu war wegen aus besondern Gründen Nachts nicht in seinem Zimmer.
Dieser Jugendlicher mit Schwierigkeiten wusste nicht, dass ich dort schlafe und ich kannte ihn weder noch wusste ich was für Probleme der jetzt hat. So bin ich in der ersten Nacht im dunkeln ins Zimmer und hab dann noch ne Weile gewartet ob sich in der anderen Ecke des Zimmers was regt. Man weiss ja nie!
Morgens als ich aufstand war der immer noch im Bett.
Die Stimmung in Beaumotte war sehr gut, endlich alle wieder zu sehen, und ewig lange labern…
In der zweiten Nacht war dieser von mir noch Unbekannte Zimmernachbar so besoffen, dass er auf seinem Bett umgeflogen ist und ne Platzwunde hatte, na ja da gabs noch viel Aufruhr.
Nach zwei intensiven Tagen sind wir dann wieder gefahren, diesmal Autobahn.
Die Fahrt war genial…
Die ganze Fahrt war es nicht eine Minute still…
In dem wenige hundert Seelennest liegt die Delegation die Solidarités Jeunesses finanziell wahrscheinlich trägt, denn aufgrund des Projektes, die Beherbergung von Jugendlichen mit Schwierigkeiten erwirtschaftet Beaumotte jährlich ein großes Plus, ganz im Gegensatz zum Maison des Bateleurs ;-)
So also am Freitag haben wir uns auf die lange Fahrt nach ins Franche Comté gemacht. Dort war RassNat ein Treffen von allen Delegationen(Meetings und Abstimmungen), die Freiwilligen konnten auch mitkommen. Es gab zwei Autos, das erste das gefahren ist war der Megan dann der Peugeot. Es gab jedoch zweimal einen Hacken. Das erste Auto ist zwei Stunden früher losgefahren, durfte aber keine Autobahnen benutzen(Geldprobleme wie immer), das zweite Auto fuhr später los, musste aber noch in La Rochelle den Präsident der Organisation abholen und hat dann Autobahnen benutzt. Ich wollte so früh wie möglich in Beaumotte sein um alle Freiwilligen zu sehen.
So bin ich also mit der Absicht früher da zu sein mit dem ersten Auto gefahren. Es war ne krasse Fahrt, einmal quer durch Frankreich, einmal quer durch die Mitte, einfach mal vom Westen in den Osten. Hab mal auf der Karte geschaut, von da wäre es nicht mehr weit zu meinem Bruder nach Bern gewesen, vielleicht zwei oder drei Stunden.
Zentralfrankreich ist nicht so stark besiedelt und es gibt auch weniger Nationalstraßen(bei uns Bundesstraßen), unsere Fahrer sind nach der Karte gefahren und haben sich öfters mal gedacht eine Abkürzung zu nehmen. Die angebliche Abkürzung, führte von einem Kaff zu einem noch größeren und so weiter, mitten durch die Pampa.
Die „gute“ Beschilderung in diesen sehr idyllisch gelegenen Dörfern(wenn man es so nennen kann) hat auch noch dazu beigetragen, dass wir an einigen Orten gleich mehrmals nacheinander vorbeigekommen sind bis wir dann endlich den „richtigen“ Weg gefunden haben. Naja aber was solls wir haben ja Zeit ;-)
Nach 12 Stunden Frankreichfahrt sind wir dann auch angekommen, ein paar Minuten nach den anderen.
Naja aber was solls wir waren da und mit uns noch viele andere. Es war voll.
Das ganze Wochenende waren Debatten und Abstimmungen, bei denen die Freiwilligen gern zuhören konnten, jedoch nicht verpflichtend. So wurden die Nächte lang…
Zum Schlafen waren Armeeliegen aufgestellt, ich konnte jedoch bei Manu( genau wie ich von derselben deutschen Organisation) im Zimmer schlafen, im gleichen Raum war auch noch ein Jugendlich mit Schwierigkeiten. Manu war wegen aus besondern Gründen Nachts nicht in seinem Zimmer.
Dieser Jugendlicher mit Schwierigkeiten wusste nicht, dass ich dort schlafe und ich kannte ihn weder noch wusste ich was für Probleme der jetzt hat. So bin ich in der ersten Nacht im dunkeln ins Zimmer und hab dann noch ne Weile gewartet ob sich in der anderen Ecke des Zimmers was regt. Man weiss ja nie!
Morgens als ich aufstand war der immer noch im Bett.
Die Stimmung in Beaumotte war sehr gut, endlich alle wieder zu sehen, und ewig lange labern…
In der zweiten Nacht war dieser von mir noch Unbekannte Zimmernachbar so besoffen, dass er auf seinem Bett umgeflogen ist und ne Platzwunde hatte, na ja da gabs noch viel Aufruhr.
Nach zwei intensiven Tagen sind wir dann wieder gefahren, diesmal Autobahn.
Die Fahrt war genial…
Die ganze Fahrt war es nicht eine Minute still…
Freitag, 28. März 2008
Workcamp in Auch
MANUE
Haruna *Peace*
...
Ayami, ích, Sebe, Tomoe

Daggy
auf dem heimweg sind noch 4 Mädels mit zu uns für zwei Tage. Hier die Ankunft am bahnhof Montendre.warten auf den Zug nach Montendre
in Bordeaux
Haruna
unser Haus von der Rückseite
Ich bin wieder zurück in Montendre. Nach drei Wochen Auch sind wir am Sonntagabend mit 4 Mädels(einer Deutschen und drei Japanerinen) angekommen. Die 4 wollten uns noch für zwei Tage besuchen bevor sie weiter nach Barcelona gehen. Hier im Haus war das kein Problem, dass wir Leute aus dem Workcamp mitbringen. Es war ja sowieso Ostern und die Permanents waren nicht so sehr präsent. Luc (unser neuer technischer Leiter) wollte sie am Dienstagmorgen(ne halbe Stunde bevor ihr Zug fährt) jedoch schon zur Arbeit am Brotbackofen einteilen nachdem ich ihm spaßeshalber gesagt habe, dass wir neue Freiwillige haben.
Die letzten drei Wochen waren super und ich glaube, es ist schwierig das jetzt hier alles gut zusammenzufassen.
Die Fahrt nach Auch ging schon einmal stressig los. Sebe(der auch geht) war schon am Tag davor nach Bordeaux gegangen und ich traf ihn erst im Zug von Bordeaux nach Agen. Am Samstag hatte ich keine Zeit mehr gehabt zu packen, deswegen wollte ich am Sonntag früher aufstehen um alles noch zu machen. Mein Zug ist um 9.33 Uhr gefahren und ich habe mir meinen Wecker auf 7.10 Uhr gestellt. Danach war ich duschen und frühstücken und als ich dann wieder hochkam war es 8.50 Uhr. Mir lief erst mal ein kalter Schauer über die Schulter. Erst habe ich gedacht die Uhr geht falsch, war aber leider nicht so. Es waren jetzt noch 40 min bis mein Zug abfährt, ich habe noch nicht gepackt und muss noch 25min Fußmarsch(mit meiner Tasche bestimmt) zum Bahnhof einkalkulieren. Wenn das nicht mal ne Extremsituation ist. Jetzt hat jede Sekunde gezählt.
Ich habe in 10min meine Riesentasche für drei Wochen gepackt. Ging eigentlich auch denn ich habe ja nur einen Schrank wo alles nötige drin ist. Dann mit meinem Koffer den sandigen Waldweg zum Bahnhof entlang gerannt und sogar noch rechtzeitig am Bahnhof angekommen. Im Zug habe ich mich dann ausgeruht und mir in der Toilette die Zähne geputzt und umgezogen. Na ja ging alles noch mal gut aber so nen Packstress hatte ich noch nie!
In Bordeaux bin ich dann erstmal 3,5 h rumgegammelt bis ich Sebe im Zug getroffen habe. Von Agen gings weiter mit dem Autobus nach Auch, unserem Zielort.
Die letzten drei Wochen waren super und ich glaube, es ist schwierig das jetzt hier alles gut zusammenzufassen.
Die Fahrt nach Auch ging schon einmal stressig los. Sebe(der auch geht) war schon am Tag davor nach Bordeaux gegangen und ich traf ihn erst im Zug von Bordeaux nach Agen. Am Samstag hatte ich keine Zeit mehr gehabt zu packen, deswegen wollte ich am Sonntag früher aufstehen um alles noch zu machen. Mein Zug ist um 9.33 Uhr gefahren und ich habe mir meinen Wecker auf 7.10 Uhr gestellt. Danach war ich duschen und frühstücken und als ich dann wieder hochkam war es 8.50 Uhr. Mir lief erst mal ein kalter Schauer über die Schulter. Erst habe ich gedacht die Uhr geht falsch, war aber leider nicht so. Es waren jetzt noch 40 min bis mein Zug abfährt, ich habe noch nicht gepackt und muss noch 25min Fußmarsch(mit meiner Tasche bestimmt) zum Bahnhof einkalkulieren. Wenn das nicht mal ne Extremsituation ist. Jetzt hat jede Sekunde gezählt.
Ich habe in 10min meine Riesentasche für drei Wochen gepackt. Ging eigentlich auch denn ich habe ja nur einen Schrank wo alles nötige drin ist. Dann mit meinem Koffer den sandigen Waldweg zum Bahnhof entlang gerannt und sogar noch rechtzeitig am Bahnhof angekommen. Im Zug habe ich mich dann ausgeruht und mir in der Toilette die Zähne geputzt und umgezogen. Na ja ging alles noch mal gut aber so nen Packstress hatte ich noch nie!
In Bordeaux bin ich dann erstmal 3,5 h rumgegammelt bis ich Sebe im Zug getroffen habe. Von Agen gings weiter mit dem Autobus nach Auch, unserem Zielort.
Während den drei Wochen wohnten wir in La Fernier, abgeschieden neben der Ortschaft Pavie. Wir hatten zwei Häuser zur Verfügung. In dem einen waren neun Freiwillige und in dem anderen 4. Bei uns gab es ein einziges Bad, dass sich neun Personen teilten. Beim Essen wurde immer gefragt wer wann duschen will und nach wem J Man hatte auch die Möglichkeit Duschteams zu bilden ;-)
Unsere Gruppe bestand aus 5 Deutschen(eine war Animatrice), 6 Japaner, 1 Italiener (aus Sardinien) und einer französischen Animatrice. 3 Jungs und 10 Mädels.
Der Grund warum dieses Workcamp stattfand, war eine Ausstellung über die Stellung von Frauen während dem zweiten Weltkrieg.
Das Thema hat sich ja schon einmal sehr interessant angehört, aber es war wohl nicht der Hauptgrund wieso ich an diesem Projekt teilgenommen habe…
Unsere beiden Organisatoren sind Ms. Castera und Ms. Du Pont.
Sie haben das Projekt schon seit langem organisiert und wir waren jetzt da um es mit ihnen umzusetzen. Also eigentlich war jeder Tag schon gut organisiert und wir hatten nicht zu viele Freiheiten.
Jeden Morgen um halb neun ging es los. Mit unserem Minibus nach Pavie und von dort aus mit dem normalen Bus nach Auch(10km). In der Uni hatten wir unseren eigenen Seminarraum. In der ersten Woche kam erst einmal ein Geschichtslehrer, der uns einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des zweiten Weltkrieges gab. Dies war wirklich sehr interessant, da er sich sehr gut mit allem auskannte und auch für alle möglichen Fragen offen war. Er sprach Französisch und für die Japaner musste immer in Japanisch oder Englisch übersetzt werden. Wenn Ayami (Halb Französin halb Japanerin) eine Pause brauchte, habe ich auch mitgeholfen.
Wenn man es so will war die erste Woche des Workcamps eigentlich eine Informationswoche, wir waren viel unterwegs, haben aktiv aber wenig gemacht(außer übersetzt) und uns eher mit allen Informationen berieseln lassen. So waren wir bei unserem ersten Ausflug in einem Dorf in der Nähe Auchs wo bis 1942 ein Netzwerk der französischen Résistance(Widerstand) verschanzt war. Jeder hat dort der Résistance angehört. Im Juli kamen dann 500 deutsche Soldaten, die das Dorf total zerstörten und es gab nur wenige Überlebende. Mit einem konnten wir sprechen.
Der zweite Ausflug war nach Tarbes, eine Stadt direkt unterhalb der Pyrenäen in das Deportations und Widerstands Museum. Das war beeindruckend. Es war jedes deutsche Konzentrationslager dargestellt, jedoch auf grausame Weise. Die Geschichte Hitlers und des Krieges. De Gaulles Aufruf zum Widerstand, die Befreiung Frankreichs, sowie Résistance Kämpfer. Das krasse war es, dies alles als Deutscher zu sehen. Einige Bilder habe ich schon in meinem Geschichtsbuch gesehen. Drei Zeitzeugen haben in dem Museum über ihre Erfahrungen gesprochen. Eine Frau war in der Résistance. Wenn man von diesen Menschen hört was sie gemacht haben, dann erkennt man erst einmal ihren unglaublichen Mut. Denn wer wusste schon ob sie den nächsten Tag überleben. Niemand! Sie lebten immer in Angst von den Nazis entdeckt zu werden und deportiert. Was auch zu sagen ist, es waren nicht nur die Nazis. Auch das Régime von Vichy, hat seine eigenen Bürger festgenommen und in den Osten geschickt.
Eines Tages musste die Frau einen Brief in ein 20km entferntes Dorf bringen. Sie hatte Angst, denn sie wusste, dass sie an einem Bahnhof vorbeikommt, der voll mit deutschen Soldaten sein wird. Sie hatte Glück und wurde nicht kontrolliert. Den Brief hatte sie in ihrem BH versteckt. Als sie an ihrem Zielort angekommen ist, überkommt sie eine riesige Angst, der ganze Vorhof des Hauses ist voll mit deutschen Soldaten. Sie geht hindurch, klopft mit einem geheim Code an der Tür, übergibt den Brief und geht wieder. Auf der Heimfahrt kommen aus dem Gebüsch plötzlich zwei Soldaten die sie kontrollieren. Wer sind sie? Wo waren sie? Als sie dies überstanden hatte, und um die nächste Kreuzung ist, setzt sie sich erst einmal hin und zittert am ganzen Körper…
Der Mann kam aus Spanien, er hat für die Résistance gekämpft und wurde 1942 gefangen genommen und in das KZ Mauthausen deportiert. Dort müssen sich alle Neuankömmlinge aus Angst vor Infektionen zunächst einmal waschen. Die Nazis forderten, unangezogen aus der Dusche herauszukommen, sodass man auch sehen konnte wer sich gewaschen hat. Der Spanier hatte jedoch sein T-shirt an. Aufgrund dessen wurde er von einem Nazi verprügelt und zum Büro geschleppt. Vor dem Büro waren viele Häftlinge die um den Spanier einen Kreis bildeten und ihn in die Mitte nahmen. Als der Nazi aus dem Büro wieder herauskommt, kann er den Spanier in der Masse nicht mehr finden. Die anderen Häftlinge erzählen ihm später, dass er heute seinen zweiten Geburtstag feiern könnte, denn ohne die Solidarität der anderen würde der Mann heute nicht mehr leben und hätte uns nicht von seinen Erfahrungen erzählen können.
Als Hitler 1942 die Sowjetunion überfällt, hat er zufällig deutsche Generale untereinander sagen hören, jetzt ist der Krieg verloren. Krass…
In dem Museum war ein spezieller Stock ausgestellt mit dem die Häftlinge geschlagen wurde, sie mussten selber zählen und zwar auf Deutsch. Wer in seiner eigenen Sprache zahlte bekam noch einmal einen drauf. Ebenfalls war es mit der Häftlingsnummer beim Appell, wer seine Nummer in Deutsch nicht sagen konnte, wurde verprügelt.
Solche Dinge von einem Zeitzeugen zu hören ist schon beeindruckend. Man ist soweit von der Heimat entfernt und bekommt von Ausländern etwas über seine eigene Vergangenheit erzählt. Schlimm.
Eins möchte ich jedoch sagen, ich habe in den drei Wochen nie ein einziges böses Wort gegen deutsche gehört. Es wurde immer betont, dass 1945 nicht das deutsche, italienische oder japanische Volk besiegt wurde sondern die Ideologien. Das fande ich von den Franzosen die ich getroffen habe sehr beeindruckend. Man hat gegen den Nationalsozialismus gekämpft und nicht gegen die Deutschen. Denn die Deutschen war die ersten Opfer der Nazis.
Unser letzter Ausflug, war ein Gehöft total abgeschieden, dort war auch eine Gruppe französischer Résistance Kämpfer. Durch ein Flugzeug wurde dieses Versteck zufällig entdeckt und an einem Tag gezielt von den Nazis angegriffen, von allen Seiten umrundet. Ein Späher hatte gesehen dass die Nazis kommen und konnte die um die 80 Résistance Kämpfer warnen. Die Nazis hatten gleich den Munitions LKW getroffen und so konnten die 18 bis 24 Jahre alten Männer nur mit dem kämpfen was sie am Leibe trugen. Es war ein Massaker, ein wahres Massaker. Als alles vorbei war, wurden wahllos 4 Männer aus einem nicht weit entfernten Gehöft hergeschleppt und exekutiert. Nur aus diesem Grund, da sie von den Résistancekämpfern wussten und nichts gesagt haben. Unschuldige Menschen. Unglaublich…
Am Freitagabend waren wir in der Bibliothek, dort hat eine Frau, die zwei Jahre im Konzentrationslager Ravensbrück war ihr Buch vorgestellt. Zusammen mit einer Journalistin, schrieb sie über die Zeit im Konzentrationslager. Sie war über 90 und hat nun zum ersten Mal über ihr erlebtes gesprochen.
Am Ende konnte, man noch mit ihr reden. Ich stand mit nem Italiener und zwei Japanern da. Sie hat uns alle gefragt wo wir herkommen. Zum ersten Mal im Leben habe ich mich in diesem Moment dafür geschämt deutscher zu sein. Ein krasses Gefühl.
Sie hat mich dann gefragt wo ich herkomme. Einer anderen Deutschen ging es auch sehr nahe und dann hat die Frau was gesagt, was sich bei mir unglaublich eingeprägt hat. „Man ist nicht für das verantwortlich was seine Eltern oder Großeltern getan haben“. Sie hat Recht, aber trotzdem waren es die Deutschen die sie so gedemütigt haben und sie schert nicht alle Deutschen über einen Kamm. Neue Generationen sind neue Generationen, sind andere Menschen und können nichts für die Vergangenheit.
Zwischen dem Vorgefallenen liegen nur zwei Generationen, es ist nahe aber doch auch fern. Wer weiss was unsere Vorfahren gemacht haben. Von meinen Großeltern weiss ich jedenfalls fast gar nichts. Sie waren im Krieg, aber wo wie und was sie dort gemacht haben, ob sie an Erschießungen teilgenommen haben oder nicht. Keine Ahnung. Für die anderen Deutschen, war der Gedanke, dass ihre Großeltern so etwas gemacht haben sehr hart und so
Entstand noch eine Diskussion über Schuld und Verantwortung. Ich hatte von allen glaube ich die eindeutigste Einstellung. Die meisten Fühlten sich in irgendeiner Weise schuldig oder verantwortlich. Ich fühle mich in keiner Weise verantwortlich dafür was andere vor 60 Jahren gemacht haben. Ich glaube Schuld und Verantwortung ist nicht das richtige Wort, es geht eher um Schande. Man schämt sich dafür dass seine eigenen Vorfahren, sein Volk eigentlich so etwas gemacht hat. Aber ich finde man kann niemanden eine Verantwortung dafür geben, denn nachfolgende Generationen haben nichts damit zu tun.
Das Wochenende war mal wieder gut. Wir waren mit den Studentinnen am Freitag Bowlen, Samstagmittag en Markt besuchen und abends in ner Disco. Am Sonntagmittag haben wir dann im Kino den Film die Frauen im Schatten angeschaut. Hier geht es auch um Frauen in der Résistance während des zweiten Weltkrieges. Es war super interessant, spannend aber auch brutal. Es wurde auch viel Deutsch gesprochen, wenn ein Nazi was gesagt hat, stand nur der französische Untertitel drunter.
In der zweiten Woche ging es darum die Ausstellung zu machen. Es gab vier Gruppen und ich hatte das Thema Einbeziehung der Frauen in den Krieg in Deutschland. Es wurden insgesamt die Themen Frauen als Opfer, Auswirkungen des alltäglichen Lebens, Einbeziehung in den Krieg und Widerstand behandelt. Dies in Deutschland, Japan und ein bisschen Frankreich und Italien.
Die zweite Woche war viel lässiger als die erste. Jeder konnte mehr für sich selbst arbeiten.
In der dritten Woche, waren wir am Montag in einem lycée wo wir uns und unsere Ausstellung mündlich(also ohne Poster) vorgestellt haben. Am Dienstagabend war Eröffnung der Ausstellung in der Uni, es waren viele Leute da und jeder von uns musst etwas sagen. Den Japanern hat man auch einen französischen Satz beigebracht, was aufgrund der Aussprache zu vielen Lachern geführt hat. Vor dem Publikum war dann ne gute Selbstbeherrschung von Nutzen.
Am Mittwoch hatten wir frei und haben irgendwo en Kloster angeschaut.
Am Donnerstagabend war noch eine Konferenz von einem arroganten Intellektuellen der ein Buch über Frauen im zweiten Weltkrieg geschrieben hatte. War ok.
Der Freitag war ein anderes Lycée angesagt wo wir diesmal mit Postern unsere Ausstellung drei Klassen vorstellten.
Das letzte Wochenende hatten wir in Auch bei jemandem eine Wohnungsparty, dies war wirklich der beste Abend von allen.
Am Samstagmittag waren aller Verantwortlichen zum Abschied da und abends kamen die Studentinnen(fünf Studentinnen, ein Student). Am Sonntag ging es dann müde aber mit ner guten Erinnerungen an die super Zeit zurück nach Montendre.
Die Studentinnen haben uns auch einen 30min Fotofilm gemacht.
Die Zeit war einfach genial. Die Gruppe war super, und es wurde soviel gelacht.
Bis auf das Thema war das Workcamp total spaßig, eine super Gruppe und einfach ne unvergessliche Zeit.
Es gibt noch so viele Sachen, die ich hier jetzt nicht erwähnt habe, denn sonst würden noch ein paar Seiten draus werden, aber das wichtigste ist drin. Also das wichtigste was die Arbeit und das Thema des Workcamps angeht. Das ist ja schließlich auch das wichtigste für diesen Blog. Er sollte normalerweise über das Geschehene sachlich informieren und nicht zu detailliert sein. Wer will kann ja gerne den Film anschauen, bin ja im April daheim.
Mit der Gruppe und den Studentinnen war es super toll und es war gut, dass jeder einzelne dabei war.
Die drei Wochen waren einfach toll!!!!!
Jeden Morgen um halb neun ging es los. Mit unserem Minibus nach Pavie und von dort aus mit dem normalen Bus nach Auch(10km). In der Uni hatten wir unseren eigenen Seminarraum. In der ersten Woche kam erst einmal ein Geschichtslehrer, der uns einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse des zweiten Weltkrieges gab. Dies war wirklich sehr interessant, da er sich sehr gut mit allem auskannte und auch für alle möglichen Fragen offen war. Er sprach Französisch und für die Japaner musste immer in Japanisch oder Englisch übersetzt werden. Wenn Ayami (Halb Französin halb Japanerin) eine Pause brauchte, habe ich auch mitgeholfen.
Wenn man es so will war die erste Woche des Workcamps eigentlich eine Informationswoche, wir waren viel unterwegs, haben aktiv aber wenig gemacht(außer übersetzt) und uns eher mit allen Informationen berieseln lassen. So waren wir bei unserem ersten Ausflug in einem Dorf in der Nähe Auchs wo bis 1942 ein Netzwerk der französischen Résistance(Widerstand) verschanzt war. Jeder hat dort der Résistance angehört. Im Juli kamen dann 500 deutsche Soldaten, die das Dorf total zerstörten und es gab nur wenige Überlebende. Mit einem konnten wir sprechen.
Der zweite Ausflug war nach Tarbes, eine Stadt direkt unterhalb der Pyrenäen in das Deportations und Widerstands Museum. Das war beeindruckend. Es war jedes deutsche Konzentrationslager dargestellt, jedoch auf grausame Weise. Die Geschichte Hitlers und des Krieges. De Gaulles Aufruf zum Widerstand, die Befreiung Frankreichs, sowie Résistance Kämpfer. Das krasse war es, dies alles als Deutscher zu sehen. Einige Bilder habe ich schon in meinem Geschichtsbuch gesehen. Drei Zeitzeugen haben in dem Museum über ihre Erfahrungen gesprochen. Eine Frau war in der Résistance. Wenn man von diesen Menschen hört was sie gemacht haben, dann erkennt man erst einmal ihren unglaublichen Mut. Denn wer wusste schon ob sie den nächsten Tag überleben. Niemand! Sie lebten immer in Angst von den Nazis entdeckt zu werden und deportiert. Was auch zu sagen ist, es waren nicht nur die Nazis. Auch das Régime von Vichy, hat seine eigenen Bürger festgenommen und in den Osten geschickt.
Eines Tages musste die Frau einen Brief in ein 20km entferntes Dorf bringen. Sie hatte Angst, denn sie wusste, dass sie an einem Bahnhof vorbeikommt, der voll mit deutschen Soldaten sein wird. Sie hatte Glück und wurde nicht kontrolliert. Den Brief hatte sie in ihrem BH versteckt. Als sie an ihrem Zielort angekommen ist, überkommt sie eine riesige Angst, der ganze Vorhof des Hauses ist voll mit deutschen Soldaten. Sie geht hindurch, klopft mit einem geheim Code an der Tür, übergibt den Brief und geht wieder. Auf der Heimfahrt kommen aus dem Gebüsch plötzlich zwei Soldaten die sie kontrollieren. Wer sind sie? Wo waren sie? Als sie dies überstanden hatte, und um die nächste Kreuzung ist, setzt sie sich erst einmal hin und zittert am ganzen Körper…
Der Mann kam aus Spanien, er hat für die Résistance gekämpft und wurde 1942 gefangen genommen und in das KZ Mauthausen deportiert. Dort müssen sich alle Neuankömmlinge aus Angst vor Infektionen zunächst einmal waschen. Die Nazis forderten, unangezogen aus der Dusche herauszukommen, sodass man auch sehen konnte wer sich gewaschen hat. Der Spanier hatte jedoch sein T-shirt an. Aufgrund dessen wurde er von einem Nazi verprügelt und zum Büro geschleppt. Vor dem Büro waren viele Häftlinge die um den Spanier einen Kreis bildeten und ihn in die Mitte nahmen. Als der Nazi aus dem Büro wieder herauskommt, kann er den Spanier in der Masse nicht mehr finden. Die anderen Häftlinge erzählen ihm später, dass er heute seinen zweiten Geburtstag feiern könnte, denn ohne die Solidarität der anderen würde der Mann heute nicht mehr leben und hätte uns nicht von seinen Erfahrungen erzählen können.
Als Hitler 1942 die Sowjetunion überfällt, hat er zufällig deutsche Generale untereinander sagen hören, jetzt ist der Krieg verloren. Krass…
In dem Museum war ein spezieller Stock ausgestellt mit dem die Häftlinge geschlagen wurde, sie mussten selber zählen und zwar auf Deutsch. Wer in seiner eigenen Sprache zahlte bekam noch einmal einen drauf. Ebenfalls war es mit der Häftlingsnummer beim Appell, wer seine Nummer in Deutsch nicht sagen konnte, wurde verprügelt.
Solche Dinge von einem Zeitzeugen zu hören ist schon beeindruckend. Man ist soweit von der Heimat entfernt und bekommt von Ausländern etwas über seine eigene Vergangenheit erzählt. Schlimm.
Eins möchte ich jedoch sagen, ich habe in den drei Wochen nie ein einziges böses Wort gegen deutsche gehört. Es wurde immer betont, dass 1945 nicht das deutsche, italienische oder japanische Volk besiegt wurde sondern die Ideologien. Das fande ich von den Franzosen die ich getroffen habe sehr beeindruckend. Man hat gegen den Nationalsozialismus gekämpft und nicht gegen die Deutschen. Denn die Deutschen war die ersten Opfer der Nazis.
Unser letzter Ausflug, war ein Gehöft total abgeschieden, dort war auch eine Gruppe französischer Résistance Kämpfer. Durch ein Flugzeug wurde dieses Versteck zufällig entdeckt und an einem Tag gezielt von den Nazis angegriffen, von allen Seiten umrundet. Ein Späher hatte gesehen dass die Nazis kommen und konnte die um die 80 Résistance Kämpfer warnen. Die Nazis hatten gleich den Munitions LKW getroffen und so konnten die 18 bis 24 Jahre alten Männer nur mit dem kämpfen was sie am Leibe trugen. Es war ein Massaker, ein wahres Massaker. Als alles vorbei war, wurden wahllos 4 Männer aus einem nicht weit entfernten Gehöft hergeschleppt und exekutiert. Nur aus diesem Grund, da sie von den Résistancekämpfern wussten und nichts gesagt haben. Unschuldige Menschen. Unglaublich…
Am Freitagabend waren wir in der Bibliothek, dort hat eine Frau, die zwei Jahre im Konzentrationslager Ravensbrück war ihr Buch vorgestellt. Zusammen mit einer Journalistin, schrieb sie über die Zeit im Konzentrationslager. Sie war über 90 und hat nun zum ersten Mal über ihr erlebtes gesprochen.
Am Ende konnte, man noch mit ihr reden. Ich stand mit nem Italiener und zwei Japanern da. Sie hat uns alle gefragt wo wir herkommen. Zum ersten Mal im Leben habe ich mich in diesem Moment dafür geschämt deutscher zu sein. Ein krasses Gefühl.
Sie hat mich dann gefragt wo ich herkomme. Einer anderen Deutschen ging es auch sehr nahe und dann hat die Frau was gesagt, was sich bei mir unglaublich eingeprägt hat. „Man ist nicht für das verantwortlich was seine Eltern oder Großeltern getan haben“. Sie hat Recht, aber trotzdem waren es die Deutschen die sie so gedemütigt haben und sie schert nicht alle Deutschen über einen Kamm. Neue Generationen sind neue Generationen, sind andere Menschen und können nichts für die Vergangenheit.
Zwischen dem Vorgefallenen liegen nur zwei Generationen, es ist nahe aber doch auch fern. Wer weiss was unsere Vorfahren gemacht haben. Von meinen Großeltern weiss ich jedenfalls fast gar nichts. Sie waren im Krieg, aber wo wie und was sie dort gemacht haben, ob sie an Erschießungen teilgenommen haben oder nicht. Keine Ahnung. Für die anderen Deutschen, war der Gedanke, dass ihre Großeltern so etwas gemacht haben sehr hart und so
Entstand noch eine Diskussion über Schuld und Verantwortung. Ich hatte von allen glaube ich die eindeutigste Einstellung. Die meisten Fühlten sich in irgendeiner Weise schuldig oder verantwortlich. Ich fühle mich in keiner Weise verantwortlich dafür was andere vor 60 Jahren gemacht haben. Ich glaube Schuld und Verantwortung ist nicht das richtige Wort, es geht eher um Schande. Man schämt sich dafür dass seine eigenen Vorfahren, sein Volk eigentlich so etwas gemacht hat. Aber ich finde man kann niemanden eine Verantwortung dafür geben, denn nachfolgende Generationen haben nichts damit zu tun.
Das Wochenende war mal wieder gut. Wir waren mit den Studentinnen am Freitag Bowlen, Samstagmittag en Markt besuchen und abends in ner Disco. Am Sonntagmittag haben wir dann im Kino den Film die Frauen im Schatten angeschaut. Hier geht es auch um Frauen in der Résistance während des zweiten Weltkrieges. Es war super interessant, spannend aber auch brutal. Es wurde auch viel Deutsch gesprochen, wenn ein Nazi was gesagt hat, stand nur der französische Untertitel drunter.
In der zweiten Woche ging es darum die Ausstellung zu machen. Es gab vier Gruppen und ich hatte das Thema Einbeziehung der Frauen in den Krieg in Deutschland. Es wurden insgesamt die Themen Frauen als Opfer, Auswirkungen des alltäglichen Lebens, Einbeziehung in den Krieg und Widerstand behandelt. Dies in Deutschland, Japan und ein bisschen Frankreich und Italien.
Die zweite Woche war viel lässiger als die erste. Jeder konnte mehr für sich selbst arbeiten.
In der dritten Woche, waren wir am Montag in einem lycée wo wir uns und unsere Ausstellung mündlich(also ohne Poster) vorgestellt haben. Am Dienstagabend war Eröffnung der Ausstellung in der Uni, es waren viele Leute da und jeder von uns musst etwas sagen. Den Japanern hat man auch einen französischen Satz beigebracht, was aufgrund der Aussprache zu vielen Lachern geführt hat. Vor dem Publikum war dann ne gute Selbstbeherrschung von Nutzen.
Am Mittwoch hatten wir frei und haben irgendwo en Kloster angeschaut.
Am Donnerstagabend war noch eine Konferenz von einem arroganten Intellektuellen der ein Buch über Frauen im zweiten Weltkrieg geschrieben hatte. War ok.
Der Freitag war ein anderes Lycée angesagt wo wir diesmal mit Postern unsere Ausstellung drei Klassen vorstellten.
Das letzte Wochenende hatten wir in Auch bei jemandem eine Wohnungsparty, dies war wirklich der beste Abend von allen.
Am Samstagmittag waren aller Verantwortlichen zum Abschied da und abends kamen die Studentinnen(fünf Studentinnen, ein Student). Am Sonntag ging es dann müde aber mit ner guten Erinnerungen an die super Zeit zurück nach Montendre.
Die Studentinnen haben uns auch einen 30min Fotofilm gemacht.
Die Zeit war einfach genial. Die Gruppe war super, und es wurde soviel gelacht.
Bis auf das Thema war das Workcamp total spaßig, eine super Gruppe und einfach ne unvergessliche Zeit.
Es gibt noch so viele Sachen, die ich hier jetzt nicht erwähnt habe, denn sonst würden noch ein paar Seiten draus werden, aber das wichtigste ist drin. Also das wichtigste was die Arbeit und das Thema des Workcamps angeht. Das ist ja schließlich auch das wichtigste für diesen Blog. Er sollte normalerweise über das Geschehene sachlich informieren und nicht zu detailliert sein. Wer will kann ja gerne den Film anschauen, bin ja im April daheim.
Mit der Gruppe und den Studentinnen war es super toll und es war gut, dass jeder einzelne dabei war.
Die drei Wochen waren einfach toll!!!!!
So jetzt am Ende will ich noch wie versprochen Daggy hier erwähnen. Daggy es war super witzig mit dir im Workcamp und ohne dich wären die drei Wochen nicht so gewesen wie sie gewesen sind. Ich bin froh dich getroffen zu haben und ich hoffe wir bleiben in Kontakt. Wenn du dann in Genf bist kann ich dich ja mal besuchen kommen...
Samstag, 1. März 2008
Martin zu Besuch
So, jetzt schreibe ich endlich mal wieder etwas. Gerade komme ich vom Bahnhof zurück. Martin hat den Zug um 17.34(der 10min Verspätung hatte) nach Bordeaux genommen. Marscholain(keine Ahnung wie man den Namen schreibt) war auch dabei. Sie ist eine Französin, die vielleicht Anfang April ein Volontariat hier macht. Jetzt war sie glaube ich für den Internationalen Abend da. Auch Jean-Baptiste, der versiffte und stinkende Franzose ist mit dem Zug gefahren. Zum Glück, denn er hat die zwei Tage bei uns im Zimmer geschlafen. Er war seit Donnerstag hier, da er seine Fahrprüfung machte, die er natürlich nicht bestanden hatte. Auf dem Heimweg bin ich dann Sebe und Edel(eine witzige Irin aus Dublin) begegnet. Sebe fährt heute schon nach Bordeaux(ein Zug später als Martin), er ist dort bei irgendwelchen freunden heute Nacht. Ich komme dann morgen früh mit dem Zug um 9.33 Uhr nach. Ich hoffe wir treffen uns dann irgendwo denn unser Zug zum Workcamp nach Auch fährt erst um 14.40! Edel ist Mitte der Woche angekommen, sie bleibt für eine Woche und ich habe noch nie jemanden gesehen der soviel redet. Unglaublich. Aber sie ist sehr nett und witzig.
Heute Abend habe ich eigentlich noch viel zu tun. Ein bisschen was für den Blog(der schon lange nicht mehr aktuell ist), mein Koffer für morgen packen, viele e-mails schreiben und telefonieren bevor ich dann für drei Wochen auf dem Workcamp bin. Mal schauen wie weit ich komme.
Also Martin ist am Do den 21.2 Mittags angekommen. Hab ihn natürlich vom Bahnhof abgeholt und fast wäre er nicht ausgestiegen weil die eine Tür geklemmt hat. Der Schaffner hatte schon gepfiffen als er endlich ausstieg.
Im La Maison des Bateleurs haben wir dann erstmal Mittag gegessen und er wurde von allen freudig aufgenommen. Am Nachmittag musste ich im Büro noch en paar Anrufe fertig machen. Habe mit Karo die ganzen Einladungen zum internationalen Abend gemacht. Sie hat die mails geschrieben und einen Flyer entworfen. Sie wollte jedoch nicht telefonieren. Also habe ich das gemacht. Die Arbeit im Büro ist sowieso besser als draußen. Ich hatte eine Liste von Leuten die ich anrufen sollte und sie zu unserem internationalen Abend einladen. Später waren wir dann noch im Dorf. Wir mussten Einladungen beim Rathhaus abgeben. Waren dann auch noch gleich auf der Burg und ich habe ihm unsere Arbeit gezeigt. Am Freitag war dann morgens Arbeit im Garten angesagt. Irgendwas unsinniges hin und her schleppen. Ich glaube wir haben Holzpaletten geschmirgelt, die die Permanents unter Betten haben wollten. Die meiste zeit wurde jedoch Lagerfeuer gemacht und das ganz unnötige Holz oder die kaputten Paletten wurden verbrannt. Nachmittags waren wir bei den Nachbarn und haben Einladungen verteilt und später noch in Montendre.
Am Samstag war Bordeaux angesagt. Mittags Sightseeing und abends Bar plus Disco. Vor dem Grand Theâtre haben uns noch Penner angeredet, was zu einem sehr lustigen Gespräch wurde. Wir hatten eigentlich vor die Nacht im Aufenthaltsraum am Bahnhof zu verbringen. Die Sache war nur, man konnte da nur rein wenn man schon ein Ticket für den nächste Tag hat, was uns nicht zu Gute kam. Um vier waren wir am Bahnhof und erst um sechs machen die Schalter auf um sich ein Ticket zu kaufen. Eine Stunde sind wir irgendwo rumgehangen. Um fünf haben dann die Bahnhofstoiletten aufgemacht. Dort standen wir dann eine Stunde drin, weil’s dort schon wärmer war als an den Gleisen. Die Toilettenfrau hat uns sogar Kekse und nen Kaffee gegeben, echt super nett. Ab sechs hieß es dann Ticket kaufen und noch zwei Stunden bis zu unserem Zug um acht im Aufenthaltsraum auf unbequemen Stühlen pennen. Ach ja abends(hätt ich jetzt fast vergessen) haben wir auch noch Sebe besucht, der war bei ner Party von ner Freundin in Bordeuax.
Der hat auch den ersten Zug genommen. Total kaputt kamen wir dann wieder hier an. Normalerweise sind die Sonntage immer frei doch an diesem Sonntag war Mittags um 14.00 Uhr Fasching. Dort sollten wir als Association La Maison des Bateleurs mitmachen. Das Motto war Olympische Spiele. Bis eins war es aber möglich zu schlafen.
Ich habe meine Kickschuhe und en Deutschland Trikot angezogen. Außerdem hatten vorne alle noch ein Blatt mit ihrem Namen und ihr Flagge drauf. Hinten dann ein La Maison des Bateleurs Emblem. Der Fasching war auch sehr besonders. Was uns am Anfang gleich aufgefallne ist, wir waren die einzigen die das Motto beachtet haben. Naja…
Dann war ein Umzug , nicht allzu weit. So wie ich Umzüge aus Deutschland kenne, war es aber überhaupt nicht. Normalerweise zieht der Umzug durch die Strassen und am Rand stehen Leute die zuschauen. Also durch die Straßen sind wir hier auch gezogen, nur zugeschaut hat niemand. Ich hatte das Gefühl die machen den Umzug nur für sich selber. Später haben sich alle auf einem Platz getroffen, dort hat eine Band aus La Rochelle 12 Lieder gespielt, es wurde ein riesen Feuer gemacht(Tradition) und die Bateleurs haben mit den Kindern gemalt. Ich habe mich da eher rausgehalten.
Am Montag war morgens auch wieder Arbeit im Garten angesagt. Natürlich wieder viel mit Feuer machen verbunden. Mittags hatten wir Hausmeeting(normalerweise immer Freitags). Das war auch draußen und ging bestimmt drei Stunden. Es wird wirklich über alles mögliche gesprochen. Am Anfang eine kurze Runde, wo jeder sagt wie er sich fühlt und wie er die vorige Woche erlebt hat. Dann wird die kommende Woche besprochen, was alles passiert, wer was macht … Manchmal wird dann auch noch über ein bestimmtes Thema diskutiert. An diesem Tag haben sie uns ausführlich über die finanzielle Lage des Hauses informiert, die gerade 30 000 Euro im Minus sind. Sie bekommen jedoch von den anderen Delegationen Geld um normal weiter machen zu können. Das ist halt das gute an Solidarités jeunesses. Manche Delegationen machen Gewinn, manche Verlust und eine hilft der anderen. Wäre das Haus eine eigene Organisation in der Region und keine Nationale, hätten sie schon lange dicht machen können. Auf Grund dieses Geldmangels mussten wir jedoch auch länger auf unser Taschengeld warten.
Abends war ich mit Martin noch im Intermarché was sehr witzig war.
Am Dienstag waren wir Küchenteam. Morgens um 9.30 Uhr hatte ich jedoch einen Termin mit einer Lehrerin im Collège. Die hat uns erst einmal eine halbe Stunde warten lassen, danach war es jedoch sehr positiv. Ich werde jetzt anfangen eine Deutsch AG zu machen. Wahrscheinlich jeden Donnerstag von 12.30 bis 13.30Uhr. Dazu bekomme ich das Klassenzimmer von dieser Lehrerin und sie hat gemeint ich bin frei und kann das machen was ich möchte. Vielleicht kann ich auch noch dem Deutschlehrer mal im Unterricht helfen, das weiss ich aber noch nicht. Auf jeden Fall möchte ich mich bevor ich anfange noch mit ihm treffen um mal zu fragen wie man das alles am besten macht. Voraussichtlich werde ich nach den drei Wochen Workcamp anfangen. Als wir dann heimkamen, haben wir in der Küche noch sehr improvisiert, es gab Kartoffelauflauf mit allem möglichen Gemüse daruntergemischt. Man konnte es danach gut essen und niemand hat sich beklagt. Abends war die Abschiedsparty für Vika(Lettland) sie ist jetzt endlich nach 14 Monaten hier heimgefahren. Wir mussten zum Glück nicht mehr kochen, da alle irgendwas vorbereitet haben. Es kamen dann einige Leute und war ganz ok. Edel(Irin) kam an diesem Abend auch an.
Am Mittwoch haben wir uns frei genommen und sind nach La Rochelle. Das geile war, Jerome(permanent) und Karla(ebenfalls) sind an diesem Tag nach La Rochelle da sie dort drei Meetings hatten. Die konnten uns einfach mitnehmen und wieder zurück. So konnten wir uns schon den Zug sparen. Jerome ist mit uns zu Tourist Office und hat uns einen Stadtplan gegeben wo er alles Sehenswerte gekennzeichnet hatte. Super nett von ihm. Abends um sechs haben sie uns a Bahnhof wieder mitgenommen. Um sechs haben sie uns dann am Bahnhof wieder mitgenommen und Jerome hat uns noch die Brücke zur Ile de Ré gezeigt. Eine Brücke die drei Kilometer lang ist. Er hat erklärt dass dort nur die Reichen wohnen und auch einige Stars dort einen Wohnsitz haben. Dir Brücke zu benutzen kostet 12 Euro und wenn jemand dort wohnt und in La Rochelle arbeitet, wird das auf die Dauer schon teuer.
Ach ja abends sind wir eigentlich immer im Left Room zusammen gesessen. Wie immer halt. Donnerstag früh sind wir dann alle um fünf aufgestanden und mit zwei Autos mit Vika zum Bahnhof gefahren. Die ist nicht in Montendre abgefahren irgendwo ne halbe Stunde von hier. Am Donnerstag waren wir im Shoppingteam. Ein riesen Einkauf, da wir für den internationalen Abend ja viel einkaufen mussten. Jedes Land sollte eine Spezialität vorbereiten. Wir waren auf dem Markt und im Champion, für Sebes Mozarella mussten wir jedoch bis zum Intermarché laufen. Nachmittags war wieder englisch-französisch Kurs mit den zwei Frauen. Den mache ich eigentlich immer mit Übungen aus dem Internet. Edel die Irin war auch da, manche Sachen konnten wir jedoch besser erklären als sie denn in der Schule lernt man die Grammatik natürlich ganz anders. Sie weiss natürlich wie es heißt aber warum man jetzt das verwendet und nicht das na ja…
Der Freitagmorgen war Hausputz. Nachmittags ging dann das Kochen los. Ach ja es gab die Tage im Haus eine Deusche Invasion. Der Freund von Karo ist auch am Donnerstag angekommen und so waren wir vier Deutsche. Ok was kochen. Spätzle wären geil, und so kamen wir auf Kässpätzle. Wir zwei Schwaben wussten natürlich wovon wir reden, die Berliner kennen Spätzle nur aus der Packung. Es gab nur ein Problem wir hatten keine Spätzlepresse. Als wir mal bei meinem Bruder in Bern waren, habe ich gesehen, dass mein Vater Spätzle geschabt hat. Sah gar nicht so schwierig aus und ich hab gedacht, dass müssen wir auch hinkriegen. Habe mich genau an das Rezept meiner Mutter gehalten und es hat auch geklappt. Auch das Schaben. Unsere Berliner sind jedoch auf eine Super Idee gekommen. Eine Spätzlepresse zu bauen. Es wurde eine Dose genommen und mit dem Messer Löcher reingestochen, dann einen kleineren Behälter zum drücken. Das war zwar eine riesen Sauerei, da der Teig manchmal auch oben rausgekommen ist aber es hat geklappt. Danach halt noch mit Käse und Zwiebeln in in den Backofen und fertig waren unsere zum ersten Mal selbstgemachte Käsespätzle.
Der Abend gestern war wirklich einmalig gut. Es gab natürlich super viele Spezialitäten, jeder hat sein Essen vorgestellt und es kamen Leute wie noch nie Sogar um zwei waren noch Gäste da, was für Partys des Maison des bateleurs eigentlich total untypisch ist. Sehr witzig war es mit einer Freundin von Jerome, die sehr gut Deutsch sprach da sie ein Jahr in Bamberg studiert hatte.
Heute war erst einmal sehr langes ausschlafen angesagt. Dann ausgedehntes Frühstück, rumalbern mit Edel und noch mal aufgewärmte Käsespätzle, die auch von den anderen als sehr gut empfunden wurden. Wir haben halt unser schwäbisches Nationalgericht super vertreten.
Ja und dann ging es schon zum Bahnhof und eine sehr gute Woche mit Martin geht zu Ende.
Morgen um halb zehn geht es jedoch schon weiter auf das Workcamp. Also ich kann frühestens wieder etwas in drei Wochen schreiben…
Heute Abend habe ich eigentlich noch viel zu tun. Ein bisschen was für den Blog(der schon lange nicht mehr aktuell ist), mein Koffer für morgen packen, viele e-mails schreiben und telefonieren bevor ich dann für drei Wochen auf dem Workcamp bin. Mal schauen wie weit ich komme.
Also Martin ist am Do den 21.2 Mittags angekommen. Hab ihn natürlich vom Bahnhof abgeholt und fast wäre er nicht ausgestiegen weil die eine Tür geklemmt hat. Der Schaffner hatte schon gepfiffen als er endlich ausstieg.
Im La Maison des Bateleurs haben wir dann erstmal Mittag gegessen und er wurde von allen freudig aufgenommen. Am Nachmittag musste ich im Büro noch en paar Anrufe fertig machen. Habe mit Karo die ganzen Einladungen zum internationalen Abend gemacht. Sie hat die mails geschrieben und einen Flyer entworfen. Sie wollte jedoch nicht telefonieren. Also habe ich das gemacht. Die Arbeit im Büro ist sowieso besser als draußen. Ich hatte eine Liste von Leuten die ich anrufen sollte und sie zu unserem internationalen Abend einladen. Später waren wir dann noch im Dorf. Wir mussten Einladungen beim Rathhaus abgeben. Waren dann auch noch gleich auf der Burg und ich habe ihm unsere Arbeit gezeigt. Am Freitag war dann morgens Arbeit im Garten angesagt. Irgendwas unsinniges hin und her schleppen. Ich glaube wir haben Holzpaletten geschmirgelt, die die Permanents unter Betten haben wollten. Die meiste zeit wurde jedoch Lagerfeuer gemacht und das ganz unnötige Holz oder die kaputten Paletten wurden verbrannt. Nachmittags waren wir bei den Nachbarn und haben Einladungen verteilt und später noch in Montendre.
Am Samstag war Bordeaux angesagt. Mittags Sightseeing und abends Bar plus Disco. Vor dem Grand Theâtre haben uns noch Penner angeredet, was zu einem sehr lustigen Gespräch wurde. Wir hatten eigentlich vor die Nacht im Aufenthaltsraum am Bahnhof zu verbringen. Die Sache war nur, man konnte da nur rein wenn man schon ein Ticket für den nächste Tag hat, was uns nicht zu Gute kam. Um vier waren wir am Bahnhof und erst um sechs machen die Schalter auf um sich ein Ticket zu kaufen. Eine Stunde sind wir irgendwo rumgehangen. Um fünf haben dann die Bahnhofstoiletten aufgemacht. Dort standen wir dann eine Stunde drin, weil’s dort schon wärmer war als an den Gleisen. Die Toilettenfrau hat uns sogar Kekse und nen Kaffee gegeben, echt super nett. Ab sechs hieß es dann Ticket kaufen und noch zwei Stunden bis zu unserem Zug um acht im Aufenthaltsraum auf unbequemen Stühlen pennen. Ach ja abends(hätt ich jetzt fast vergessen) haben wir auch noch Sebe besucht, der war bei ner Party von ner Freundin in Bordeuax.
Der hat auch den ersten Zug genommen. Total kaputt kamen wir dann wieder hier an. Normalerweise sind die Sonntage immer frei doch an diesem Sonntag war Mittags um 14.00 Uhr Fasching. Dort sollten wir als Association La Maison des Bateleurs mitmachen. Das Motto war Olympische Spiele. Bis eins war es aber möglich zu schlafen.
Ich habe meine Kickschuhe und en Deutschland Trikot angezogen. Außerdem hatten vorne alle noch ein Blatt mit ihrem Namen und ihr Flagge drauf. Hinten dann ein La Maison des Bateleurs Emblem. Der Fasching war auch sehr besonders. Was uns am Anfang gleich aufgefallne ist, wir waren die einzigen die das Motto beachtet haben. Naja…
Dann war ein Umzug , nicht allzu weit. So wie ich Umzüge aus Deutschland kenne, war es aber überhaupt nicht. Normalerweise zieht der Umzug durch die Strassen und am Rand stehen Leute die zuschauen. Also durch die Straßen sind wir hier auch gezogen, nur zugeschaut hat niemand. Ich hatte das Gefühl die machen den Umzug nur für sich selber. Später haben sich alle auf einem Platz getroffen, dort hat eine Band aus La Rochelle 12 Lieder gespielt, es wurde ein riesen Feuer gemacht(Tradition) und die Bateleurs haben mit den Kindern gemalt. Ich habe mich da eher rausgehalten.
Am Montag war morgens auch wieder Arbeit im Garten angesagt. Natürlich wieder viel mit Feuer machen verbunden. Mittags hatten wir Hausmeeting(normalerweise immer Freitags). Das war auch draußen und ging bestimmt drei Stunden. Es wird wirklich über alles mögliche gesprochen. Am Anfang eine kurze Runde, wo jeder sagt wie er sich fühlt und wie er die vorige Woche erlebt hat. Dann wird die kommende Woche besprochen, was alles passiert, wer was macht … Manchmal wird dann auch noch über ein bestimmtes Thema diskutiert. An diesem Tag haben sie uns ausführlich über die finanzielle Lage des Hauses informiert, die gerade 30 000 Euro im Minus sind. Sie bekommen jedoch von den anderen Delegationen Geld um normal weiter machen zu können. Das ist halt das gute an Solidarités jeunesses. Manche Delegationen machen Gewinn, manche Verlust und eine hilft der anderen. Wäre das Haus eine eigene Organisation in der Region und keine Nationale, hätten sie schon lange dicht machen können. Auf Grund dieses Geldmangels mussten wir jedoch auch länger auf unser Taschengeld warten.
Abends war ich mit Martin noch im Intermarché was sehr witzig war.
Am Dienstag waren wir Küchenteam. Morgens um 9.30 Uhr hatte ich jedoch einen Termin mit einer Lehrerin im Collège. Die hat uns erst einmal eine halbe Stunde warten lassen, danach war es jedoch sehr positiv. Ich werde jetzt anfangen eine Deutsch AG zu machen. Wahrscheinlich jeden Donnerstag von 12.30 bis 13.30Uhr. Dazu bekomme ich das Klassenzimmer von dieser Lehrerin und sie hat gemeint ich bin frei und kann das machen was ich möchte. Vielleicht kann ich auch noch dem Deutschlehrer mal im Unterricht helfen, das weiss ich aber noch nicht. Auf jeden Fall möchte ich mich bevor ich anfange noch mit ihm treffen um mal zu fragen wie man das alles am besten macht. Voraussichtlich werde ich nach den drei Wochen Workcamp anfangen. Als wir dann heimkamen, haben wir in der Küche noch sehr improvisiert, es gab Kartoffelauflauf mit allem möglichen Gemüse daruntergemischt. Man konnte es danach gut essen und niemand hat sich beklagt. Abends war die Abschiedsparty für Vika(Lettland) sie ist jetzt endlich nach 14 Monaten hier heimgefahren. Wir mussten zum Glück nicht mehr kochen, da alle irgendwas vorbereitet haben. Es kamen dann einige Leute und war ganz ok. Edel(Irin) kam an diesem Abend auch an.
Am Mittwoch haben wir uns frei genommen und sind nach La Rochelle. Das geile war, Jerome(permanent) und Karla(ebenfalls) sind an diesem Tag nach La Rochelle da sie dort drei Meetings hatten. Die konnten uns einfach mitnehmen und wieder zurück. So konnten wir uns schon den Zug sparen. Jerome ist mit uns zu Tourist Office und hat uns einen Stadtplan gegeben wo er alles Sehenswerte gekennzeichnet hatte. Super nett von ihm. Abends um sechs haben sie uns a Bahnhof wieder mitgenommen. Um sechs haben sie uns dann am Bahnhof wieder mitgenommen und Jerome hat uns noch die Brücke zur Ile de Ré gezeigt. Eine Brücke die drei Kilometer lang ist. Er hat erklärt dass dort nur die Reichen wohnen und auch einige Stars dort einen Wohnsitz haben. Dir Brücke zu benutzen kostet 12 Euro und wenn jemand dort wohnt und in La Rochelle arbeitet, wird das auf die Dauer schon teuer.
Ach ja abends sind wir eigentlich immer im Left Room zusammen gesessen. Wie immer halt. Donnerstag früh sind wir dann alle um fünf aufgestanden und mit zwei Autos mit Vika zum Bahnhof gefahren. Die ist nicht in Montendre abgefahren irgendwo ne halbe Stunde von hier. Am Donnerstag waren wir im Shoppingteam. Ein riesen Einkauf, da wir für den internationalen Abend ja viel einkaufen mussten. Jedes Land sollte eine Spezialität vorbereiten. Wir waren auf dem Markt und im Champion, für Sebes Mozarella mussten wir jedoch bis zum Intermarché laufen. Nachmittags war wieder englisch-französisch Kurs mit den zwei Frauen. Den mache ich eigentlich immer mit Übungen aus dem Internet. Edel die Irin war auch da, manche Sachen konnten wir jedoch besser erklären als sie denn in der Schule lernt man die Grammatik natürlich ganz anders. Sie weiss natürlich wie es heißt aber warum man jetzt das verwendet und nicht das na ja…
Der Freitagmorgen war Hausputz. Nachmittags ging dann das Kochen los. Ach ja es gab die Tage im Haus eine Deusche Invasion. Der Freund von Karo ist auch am Donnerstag angekommen und so waren wir vier Deutsche. Ok was kochen. Spätzle wären geil, und so kamen wir auf Kässpätzle. Wir zwei Schwaben wussten natürlich wovon wir reden, die Berliner kennen Spätzle nur aus der Packung. Es gab nur ein Problem wir hatten keine Spätzlepresse. Als wir mal bei meinem Bruder in Bern waren, habe ich gesehen, dass mein Vater Spätzle geschabt hat. Sah gar nicht so schwierig aus und ich hab gedacht, dass müssen wir auch hinkriegen. Habe mich genau an das Rezept meiner Mutter gehalten und es hat auch geklappt. Auch das Schaben. Unsere Berliner sind jedoch auf eine Super Idee gekommen. Eine Spätzlepresse zu bauen. Es wurde eine Dose genommen und mit dem Messer Löcher reingestochen, dann einen kleineren Behälter zum drücken. Das war zwar eine riesen Sauerei, da der Teig manchmal auch oben rausgekommen ist aber es hat geklappt. Danach halt noch mit Käse und Zwiebeln in in den Backofen und fertig waren unsere zum ersten Mal selbstgemachte Käsespätzle.
Der Abend gestern war wirklich einmalig gut. Es gab natürlich super viele Spezialitäten, jeder hat sein Essen vorgestellt und es kamen Leute wie noch nie Sogar um zwei waren noch Gäste da, was für Partys des Maison des bateleurs eigentlich total untypisch ist. Sehr witzig war es mit einer Freundin von Jerome, die sehr gut Deutsch sprach da sie ein Jahr in Bamberg studiert hatte.
Heute war erst einmal sehr langes ausschlafen angesagt. Dann ausgedehntes Frühstück, rumalbern mit Edel und noch mal aufgewärmte Käsespätzle, die auch von den anderen als sehr gut empfunden wurden. Wir haben halt unser schwäbisches Nationalgericht super vertreten.
Ja und dann ging es schon zum Bahnhof und eine sehr gute Woche mit Martin geht zu Ende.
Morgen um halb zehn geht es jedoch schon weiter auf das Workcamp. Also ich kann frühestens wieder etwas in drei Wochen schreiben…
Chantier in Septfonds
wo wir gewohnt haben
am Chantier
Chantier
in Toulouse

zusammen vor dem Maisonette
Am Mo. den 28.01 sind wir losgefahren nach Caussade, in der Nähe von Montauban und ne Stunde von Toulouse. Die fahrt war cool, en schöner Roadtrip. Ich war für die Strecke verantwortlich, hatte die Straßenkarte und das Spritgeld. Von unserem Haus wurde uns gesagt, wir dürften nur Landstraßen(also rue nationale) fahren, denn die autoroutes sind kostenpflichtig. So sind wir losgefahren, von Dorf zu Dorf und Stadt zu Stadt. Auf den Landstraßen kommt man ja dann durch jedes Kaff durch. Die Strecke war insgesamt um die 300km, also ging eigentlich. Wir waren voll bepackt, zu fünft im Auto und irgendwann vor einem, der vielen Kreisverkehre in Frankreich hat uns die Polizei angehalten. Das waren gleih fünf Polizisten auf einmal. Da hatten sie en Fang gemacht. Der Fahrer, Nikola aus Montenegro zeige seine carte de séjour(Aufenthaltsgenehmigung), also alle mussten ihre Ausweise zeigen. Das Problem war nur, dass Vika aus Lettland gar keine Ausweise dabeihatte und Nikola den Führerschein in Montendre vergessen hatte. Wir haben ihnen dann erzählt wo wir hinwollen, das wir Freiwillige sind, von Soliarité Jeunesses, blabla. Haben sie dann auch alles gut verstanden und ganz cool reagiert. Ein weiteres Problem, unsere Versicherung fürs Auto war seit Januar abgelaufen. Wir haben dann hier im Haus angerufen und Nadège hat das mit den Polizisten geklärt, musste die Versicherung dann nachschicken. Aufgrund der Versicherung darf ich eigentlich nicht fahren, da man für fünf Jahre den Führerschein haben muss. Die Polizisten meinten jedoch ich solle weiterfahren, da ich meinen Führerschein dabei hatte. Bin dann weggefahren, bis zum nächsten Parkplatz und dann ist Nikola wieder weitergefahren.
Wenn Nikola fährt, dann fährt er, das heißt, er fährt und liest keine Straßenschilder. So war ich Navigator und habe ihm immer sagen müssen wo es hingeht.
Als wir im Dunkeln am Bahnhof von Caussade ankamen, haben zwei Verantwortliche von der Delegation Citrus schon auf uns gewartet. Es ging dann nach Septfonds(Nachbarort) und dort in der Nähe haben wir dann gewohnt. Die Unterkunft war echt super. Die Hausbesitzer hatten unten eine Wohnung die sie vermieteten. Es war super eingerichtet, großes Esszimmer mit Küche, eine gemauerte Steinwand und sonst alles aus Holz. Es gab zwei Zimmer zum schlafen mit Doppelbetten und in jedem Zimmer einen Fernseher. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Die Dusche war auch sehr nobel, es gab sogar Massagedüsen. Also wirklich besser als in Montendre. Am Anfang hab ich mich wie im Hotel gefühlt.
Am Dienstag kam dann noch Charlotte(Jugendliche mit Schwierigkeiten aus dem Zentrum von Beaumotte). Sie blieb eine Woche und hat mitgearbeitet.
Wie immer gab es wieder Küchenteams, jeweils zwei Personen.
Die Arbeit war in Septfonds, ein kleines Haus(Maisonette) zu renovieren. Dieses kleine Haus soll das zukünftige Büro von der Delegation Citrus werden. Wieso die Delegation Citrus heißt weiss ich bis heute noch nicht. Die Arbeit war klasse.
An dem haus wurde schon sehr lange gearbeitet und wir waren jetzt da um die letzten Sachen zu beenden. Anfang März soll das Büro dann funktionstüchtig sein. Wir haben gestrichen, geschmirgelt, geputzt, für die Abwasserrohre gegraben, die Außenmauer von altem zement befreit, geputzt und wieder neuen drauf, einen Kiesweg gemacht und einen Tag habe ich noch ne große Wurzel die direkt an der Mauer war ausgegraben. Das hat lange gedauert, bis sich der Stamm endlich mal bewegt hat.
Am Wochenende waren wir in Toulouse und haben das angeschaut. Eine die zwei Tage mit uns gearbeitet hat, wohnt dort bei der konnten wir dann schlafen, war echt super nett von ihr.
So wurde viel gearbeitet aber auch mit viel Spaß. Am Freitag(letzter Arbeitstag) war dann abends noch ein Tag der offen Tür, wo Leute aus dem Dorf gekommen sind um unsere Arbeit anzuschauen. Danach sind wir noch in zur ner Bar in Caussade gefahren die eher nicht so toll war.
Am Samstag gings wieder heim. Da Roman(technischer Leiter) seine Schlüssel vergessen hatte mussten wir noch nach Montauban um ihn dort zu treffen. Ich war Copilot und hab auf der Karte nach dem Weg geschaut. Eigentlich war Montauban entgegen unserer Richtung aber dann sind wir halt nen anderen Weg heimgefahren(über Agen und dann quer durch Die Landschaft von Dorf zu Dorf nach Montendre). Es war schon dunkel als wir endlich ankamen.
Wenn Nikola fährt, dann fährt er, das heißt, er fährt und liest keine Straßenschilder. So war ich Navigator und habe ihm immer sagen müssen wo es hingeht.
Als wir im Dunkeln am Bahnhof von Caussade ankamen, haben zwei Verantwortliche von der Delegation Citrus schon auf uns gewartet. Es ging dann nach Septfonds(Nachbarort) und dort in der Nähe haben wir dann gewohnt. Die Unterkunft war echt super. Die Hausbesitzer hatten unten eine Wohnung die sie vermieteten. Es war super eingerichtet, großes Esszimmer mit Küche, eine gemauerte Steinwand und sonst alles aus Holz. Es gab zwei Zimmer zum schlafen mit Doppelbetten und in jedem Zimmer einen Fernseher. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Die Dusche war auch sehr nobel, es gab sogar Massagedüsen. Also wirklich besser als in Montendre. Am Anfang hab ich mich wie im Hotel gefühlt.
Am Dienstag kam dann noch Charlotte(Jugendliche mit Schwierigkeiten aus dem Zentrum von Beaumotte). Sie blieb eine Woche und hat mitgearbeitet.
Wie immer gab es wieder Küchenteams, jeweils zwei Personen.
Die Arbeit war in Septfonds, ein kleines Haus(Maisonette) zu renovieren. Dieses kleine Haus soll das zukünftige Büro von der Delegation Citrus werden. Wieso die Delegation Citrus heißt weiss ich bis heute noch nicht. Die Arbeit war klasse.
An dem haus wurde schon sehr lange gearbeitet und wir waren jetzt da um die letzten Sachen zu beenden. Anfang März soll das Büro dann funktionstüchtig sein. Wir haben gestrichen, geschmirgelt, geputzt, für die Abwasserrohre gegraben, die Außenmauer von altem zement befreit, geputzt und wieder neuen drauf, einen Kiesweg gemacht und einen Tag habe ich noch ne große Wurzel die direkt an der Mauer war ausgegraben. Das hat lange gedauert, bis sich der Stamm endlich mal bewegt hat.
Am Wochenende waren wir in Toulouse und haben das angeschaut. Eine die zwei Tage mit uns gearbeitet hat, wohnt dort bei der konnten wir dann schlafen, war echt super nett von ihr.
So wurde viel gearbeitet aber auch mit viel Spaß. Am Freitag(letzter Arbeitstag) war dann abends noch ein Tag der offen Tür, wo Leute aus dem Dorf gekommen sind um unsere Arbeit anzuschauen. Danach sind wir noch in zur ner Bar in Caussade gefahren die eher nicht so toll war.
Am Samstag gings wieder heim. Da Roman(technischer Leiter) seine Schlüssel vergessen hatte mussten wir noch nach Montauban um ihn dort zu treffen. Ich war Copilot und hab auf der Karte nach dem Weg geschaut. Eigentlich war Montauban entgegen unserer Richtung aber dann sind wir halt nen anderen Weg heimgefahren(über Agen und dann quer durch Die Landschaft von Dorf zu Dorf nach Montendre). Es war schon dunkel als wir endlich ankamen.
Mittwoch, 13. Februar 2008
Zeit in Deutschland
witzige StuhlspielchenSo, jetzt kommt mal wieder ein Artikel. Dieser hier soll über meinen Aufenthalt in Deutschland sein, ja ich war genau einen Monat und fünf Tage in Deutschland. Eine ganz schön lange Zeit wenn man so drüber nachdenkt. Nun ist schon fast Mitte Februar und die Zeit liegt schon eine Weile zurück, deswegen ist es ein bisschen schwierig sich an alles genau zu erinnern.
Eigentlich habe ich gerade viele andere Sachen im Kopf als diesen Artikel zu schreiben aber ich wollte auf jeden Fall noch was über die Zeit in der Heimat schreiben und umso länger ich warte, umso weniger Lust habe ich wahrscheinlich dazu.
Also ich bin am 10.12.07 hier abgereist. Mir ging es die Woche davor nicht gut(Krippe) und dann war es auch gut, dass ich vorzeitig nach Hause geflogen bin. In den Dezemberwochen war hier sowieso nicht viel los und im Nachhinein war es gut, dass ich nicht hier war.
Als ich im Landeanflug auf Stuttgart war, war es schon dunkel draußen und ich konnte die ganz vielen kleinen Lichtchen erkennen, die sich vom Flieger aus gesehen langsam bewegten.
Es war die Autobahn die voll war. Schon daran konnte ich erkenne, Yuhuu ich bin wieder daheim. In Frankreich gibt es so etwas nicht. Hier muss man für die Autobahn zahlen und deswegen ist es dort im Vergleich zu deutschen Autobahnen sehr ruhig. Aber ist ja eigentlich auch egal…
Ich bin fest davon ausgegangen, dass mich meine Eltern abholen. War ja auch so, aber am Flughafen, hab ich dann zuerst Martin und Heiko gesehen. Hammer, damit hätte ich nicht gerechnet. En super Gefühl. Danke Jungs.
Von meinem Krankheitszustand her, war ich schon lang wieder auf dem Wege der Besserung, doch trotzdem sind wir vom Flughafen aus erstmal zum Arzt gefahren. Hat zwar nichts gebracht, da es mir wieder gut ging, aber war schon ok.
Die ersten zwei Wochen waren sehr relaxing. Alle Leute wieder gesehen, weggegangen, ja wie früher eigentlich. Mir ist echt nicht aufgefallen, dass sich groß was verändert hat seit ich weggegangen bin.
In der dritten Woche kam mein Bruder mit Nicole und Max zu Weihnachen nach Hause. Das war echt ne super schöne Zeit. Endlich mal die ganze Familie zusammen. Mein Bruder war mit einer kurzen Unterbrechung eine Woche da.
Ich glaub jeden Tag während der Weihnachtswoche hatten wir irgendwie Besuch.
Das war echt super, es war immer was los. Im Nachhinein ging die Zeit dann auch superschnell vorbei.
Dann kam schon Silvester was natürlich wie immer feuchtfröhlich begonnen hat.
Vom 2.1. bis 11.1 war dann Seminar in Königswinter/Bonn angesagt und diese 10 Tage waren unglaublich gut. Einfach alle andern IJGD Freiwillige wieder zu sehen und gemeinsam ne super Zeit zu verbringen. Das Seminarprogramm war gut aufgebaut und es wurde viel über allen möglichen Sachen gesprochen. Dies hat in Bezug auf das FSJ sehr geholfen und einem viel Motivation für die zweite Hälfte gegeben.
Die Stimmung war einfach genial. Außerdem haben wir noch einen Seminarsong gemacht, einen Seminarfilm gedreht, wir waren Schlittschuh fahren, Bowlen, in Bonn, Uni Köln…
Ja ne coole Zeit. Danach bin ich noch mal heimgefahren und am 15.1. mit dem Zug wieder zurück nach Montendre mit vielen neuen Ideen und Motivation.
Auf was ich bei meiner Ankunft hier dann gestoßen bin, habe ich im vorigen Eintrag soweit ich weiss schon geschrieben.
So, dies war jetzt eine knappe Zusammenfassung der Zeit in Deutschland.
Über diese super Zeit, könnte ich wahrscheinlich noch sehr lange weiterschreiben aber gerade habe ich hier andere Dinge im Kopf. Es ist gerade viel los hier im Haus. Wir sind am Samstag wieder von dem zweiwöchigen Workcamp aus Septfonds gekommen und diese Woche ist Kreativitätswoche. Wir werden wahrscheinlich einen kleinen Film drehen. Mal sehen …
Die Zeit in Deutschland hat mir auf jeden Fall die Möglichkeit gegeben mein Projekt von außen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dies hilft manchmal verschiedene Dinge zu verstehen und auch seine Einstellung in Bezug auf gewisse Dinge zu ändern, denn das Leben in Deutschland und hier ist wirklich was ganz anderes, man kann es nicht miteinander vergleichen.
Für mich persönlich war es positiv zuhause gewesen zu sein und wieder neue Energie für hier zu tanken.
Man lernt hier im Haus sehr viel, über sich selber und über andere. Generell über das Leben. Das Wort Leben hört sich jetzt wahrscheinlich ein bisschen hochgestochen an, ist es vielleicht auch. Was ich aber eigentlich sagen will, ist, dass man hier Erfahrungen macht. Erfahrungen fürs Leben. Man sieht so viele verschiedene Menschen und lebt in einer anderen Welt als Zuhause. Ich weiss auch nicht über was ich hier gerade schreibe, eigentlich will ich nur sagen, dass es super war in Deutschland gewesen zu sein und alles was man bisher gemacht hat von einem anderen Blickwinkel zu sehen, denn dann kann man mit einer anderen Einstellung zurück ins Projekt gehen. Na ja ich glaube ich schweif gerade ein bisschen ab, deswegen höre ich jetzt am besten auf. Es gibt jetzt Abendessen…
Eigentlich habe ich gerade viele andere Sachen im Kopf als diesen Artikel zu schreiben aber ich wollte auf jeden Fall noch was über die Zeit in der Heimat schreiben und umso länger ich warte, umso weniger Lust habe ich wahrscheinlich dazu.
Also ich bin am 10.12.07 hier abgereist. Mir ging es die Woche davor nicht gut(Krippe) und dann war es auch gut, dass ich vorzeitig nach Hause geflogen bin. In den Dezemberwochen war hier sowieso nicht viel los und im Nachhinein war es gut, dass ich nicht hier war.
Als ich im Landeanflug auf Stuttgart war, war es schon dunkel draußen und ich konnte die ganz vielen kleinen Lichtchen erkennen, die sich vom Flieger aus gesehen langsam bewegten.
Es war die Autobahn die voll war. Schon daran konnte ich erkenne, Yuhuu ich bin wieder daheim. In Frankreich gibt es so etwas nicht. Hier muss man für die Autobahn zahlen und deswegen ist es dort im Vergleich zu deutschen Autobahnen sehr ruhig. Aber ist ja eigentlich auch egal…
Ich bin fest davon ausgegangen, dass mich meine Eltern abholen. War ja auch so, aber am Flughafen, hab ich dann zuerst Martin und Heiko gesehen. Hammer, damit hätte ich nicht gerechnet. En super Gefühl. Danke Jungs.
Von meinem Krankheitszustand her, war ich schon lang wieder auf dem Wege der Besserung, doch trotzdem sind wir vom Flughafen aus erstmal zum Arzt gefahren. Hat zwar nichts gebracht, da es mir wieder gut ging, aber war schon ok.
Die ersten zwei Wochen waren sehr relaxing. Alle Leute wieder gesehen, weggegangen, ja wie früher eigentlich. Mir ist echt nicht aufgefallen, dass sich groß was verändert hat seit ich weggegangen bin.
In der dritten Woche kam mein Bruder mit Nicole und Max zu Weihnachen nach Hause. Das war echt ne super schöne Zeit. Endlich mal die ganze Familie zusammen. Mein Bruder war mit einer kurzen Unterbrechung eine Woche da.
Ich glaub jeden Tag während der Weihnachtswoche hatten wir irgendwie Besuch.
Das war echt super, es war immer was los. Im Nachhinein ging die Zeit dann auch superschnell vorbei.
Dann kam schon Silvester was natürlich wie immer feuchtfröhlich begonnen hat.
Vom 2.1. bis 11.1 war dann Seminar in Königswinter/Bonn angesagt und diese 10 Tage waren unglaublich gut. Einfach alle andern IJGD Freiwillige wieder zu sehen und gemeinsam ne super Zeit zu verbringen. Das Seminarprogramm war gut aufgebaut und es wurde viel über allen möglichen Sachen gesprochen. Dies hat in Bezug auf das FSJ sehr geholfen und einem viel Motivation für die zweite Hälfte gegeben.
Die Stimmung war einfach genial. Außerdem haben wir noch einen Seminarsong gemacht, einen Seminarfilm gedreht, wir waren Schlittschuh fahren, Bowlen, in Bonn, Uni Köln…
Ja ne coole Zeit. Danach bin ich noch mal heimgefahren und am 15.1. mit dem Zug wieder zurück nach Montendre mit vielen neuen Ideen und Motivation.
Auf was ich bei meiner Ankunft hier dann gestoßen bin, habe ich im vorigen Eintrag soweit ich weiss schon geschrieben.
So, dies war jetzt eine knappe Zusammenfassung der Zeit in Deutschland.
Über diese super Zeit, könnte ich wahrscheinlich noch sehr lange weiterschreiben aber gerade habe ich hier andere Dinge im Kopf. Es ist gerade viel los hier im Haus. Wir sind am Samstag wieder von dem zweiwöchigen Workcamp aus Septfonds gekommen und diese Woche ist Kreativitätswoche. Wir werden wahrscheinlich einen kleinen Film drehen. Mal sehen …
Die Zeit in Deutschland hat mir auf jeden Fall die Möglichkeit gegeben mein Projekt von außen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Dies hilft manchmal verschiedene Dinge zu verstehen und auch seine Einstellung in Bezug auf gewisse Dinge zu ändern, denn das Leben in Deutschland und hier ist wirklich was ganz anderes, man kann es nicht miteinander vergleichen.
Für mich persönlich war es positiv zuhause gewesen zu sein und wieder neue Energie für hier zu tanken.
Man lernt hier im Haus sehr viel, über sich selber und über andere. Generell über das Leben. Das Wort Leben hört sich jetzt wahrscheinlich ein bisschen hochgestochen an, ist es vielleicht auch. Was ich aber eigentlich sagen will, ist, dass man hier Erfahrungen macht. Erfahrungen fürs Leben. Man sieht so viele verschiedene Menschen und lebt in einer anderen Welt als Zuhause. Ich weiss auch nicht über was ich hier gerade schreibe, eigentlich will ich nur sagen, dass es super war in Deutschland gewesen zu sein und alles was man bisher gemacht hat von einem anderen Blickwinkel zu sehen, denn dann kann man mit einer anderen Einstellung zurück ins Projekt gehen. Na ja ich glaube ich schweif gerade ein bisschen ab, deswegen höre ich jetzt am besten auf. Es gibt jetzt Abendessen…
Sonntag, 27. Januar 2008
Bin dann mal weg
So jetzt schreib ich hier kurz. Aber leider nicht viel. Hab in den letzten Tagen nicht allzu viel Zeit oder auch nicht die Ruhe gehabt einen guten Blogeintrag zu schreiben. Gestern waren wir in Angouleme, das war echt super und die Stadt ist toll. Dafür will ich aber auch noch nen eigenen Blogeintrag schreiben.
Morgen geh ich für zwei Wochen auf ein Workcamp. Das ist in einem kleinen Dorf vielleicht eineinhalb Stunden von Toulouse.
In der Zeit kann ich dann leider auch nichts schreiben und mein Blog gerät ein bisschen ins Hintertreffen.
Irgendwann werde ich das alles nachholen. Ja, irgendwann nach den zwei Wochen.
Danach haben wir eine Kreativitätswoche hier im Haus und ich muss dann mal versuchen mich auf mein Konzertprojekt zu konzentrieren. Das wollte ich jetzt eigentlich am Wochenende schon leicht anfangen, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen.
Evelines Eltern und Bruder sind gerade da und heute Mittag haben sie uns zum Essen eingeladen. Jetzt geh ich gleich wieder runter. Wir haben draußen Feuer gemacht und dann wird wohl so ein gemütliches Beisammensitzen daraus werden. Später muss ich auch noch packen.
Wenn ich dann wieder schreiben kann, dann sind mehr als zwei Wochen vergangen.
Ich bin mal gespannt wie es wird.
Also ich bin dann mal weg.
Schade, dass der Blog in letzter Zeit ins Hintertreffen geraten ist. Ich hätte viel zu schreiben doch trotzdem finde ich gerade nicht die nötige Ruhe.
Nach zwei Wochen könnt ihr hier mal wieder vorbeischauen, dann gibts vielleicht wieder Neuigkeiten.
Morgen geh ich für zwei Wochen auf ein Workcamp. Das ist in einem kleinen Dorf vielleicht eineinhalb Stunden von Toulouse.
In der Zeit kann ich dann leider auch nichts schreiben und mein Blog gerät ein bisschen ins Hintertreffen.
Irgendwann werde ich das alles nachholen. Ja, irgendwann nach den zwei Wochen.
Danach haben wir eine Kreativitätswoche hier im Haus und ich muss dann mal versuchen mich auf mein Konzertprojekt zu konzentrieren. Das wollte ich jetzt eigentlich am Wochenende schon leicht anfangen, aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen.
Evelines Eltern und Bruder sind gerade da und heute Mittag haben sie uns zum Essen eingeladen. Jetzt geh ich gleich wieder runter. Wir haben draußen Feuer gemacht und dann wird wohl so ein gemütliches Beisammensitzen daraus werden. Später muss ich auch noch packen.
Wenn ich dann wieder schreiben kann, dann sind mehr als zwei Wochen vergangen.
Ich bin mal gespannt wie es wird.
Also ich bin dann mal weg.
Schade, dass der Blog in letzter Zeit ins Hintertreffen geraten ist. Ich hätte viel zu schreiben doch trotzdem finde ich gerade nicht die nötige Ruhe.
Nach zwei Wochen könnt ihr hier mal wieder vorbeischauen, dann gibts vielleicht wieder Neuigkeiten.
Freitag, 18. Januar 2008
Wieder da(detailliert)
Also ich bin wieder angekommen im La Maison des Bateleurs. Am Dienstagabend um kurz nach sieben mit dem Zug aus Bordeaux. Nikola und Vika haben mich mit dem Auto am Bahnhof abgeholt, sie standen jedoch schon zwanzig Minuten, da der Zug normalerweise früher ankommen sollte.
Ich hab mir im Zug schon Gedanken gemacht, ob Nikola noch dastehen würde weil eigentlich sollte der Zug ja um sieben ankommen. Ist er aber nicht. Wieso weiß ich auch nicht, denn zweimal ist er einfach zwischen Bordeaux und Montendre stehen geblieben und so dann wieder ein paar Meter in die falsche Richtung gerollt.
Ich schau auf mein Handy, 18.59Uhr. Ok eigentlich sollte ich jetzt laut meinem Fahrplan, nach einem Monat und 5 Tagen Deutschland, wieder in Montendre ankommen.
Es hat stark geregnet und ich hätte wirklich schlecht mit meinem Gepäck zum Haus laufen. Ich hatte nen riesen Rucksack und noch ne viel viel gößere Tasche mit 28kg.
Mit diesem Ballast bin ich in Paris schon leicht ins Schwitzen gekommen, denn ich musste den Bahnhof wechseln, vom Gare de l’Est zum Gare Montparnasse. Es gibt zwar unter jedem Bahnhof ne Metrostation, doch auch da muss man erst einmal hinkommen. Es gibt dort sehr viele Treppen und fast keine Rolltreppe.
In gewisser Hinsicht hatte ich auch Glück denn ein Metroticket hatte ich schon und musste mich somit nach am Kartenschalter anstellen. Das Ticket hat mir meine schon etwas ältere Nebensitzerin im Zug von Stuttgart nach Paris gegeben. Als ich in Stuttgart eingestiegen bin, da bin ich noch fest davon ausgegangen sie sei ne deutsche Oma, obwohl es ja schon sehr realistisch ist im Zug nach Paris Franzosen vorzufinden.
Als sie dann telefoniert hat, ist mir auch aufgefallen dass sie Französin ist, was mich irgendwie erstaunt hat.
Sie hat mich dann während ich Ipod gehört habe angesprochen ob ich denn auch Französisch könne. So kamen wir dann ins Gespräch. Sie kann kein Deutsch, ist Rentnerin und war bei einer deutschen Freundin in München.
Zu dem Zeitpunkt bin ich noch davon ausgegangen, dass ich nur 50min habe um den Bahnhof in Paris zu wechseln und mir noch ein Ticket zu kaufen. Ich hatte meinen Fahrplan irgendwie falsch gelesen, aber bis ich das bemerkt hab, hat sie mir schon ein Metroticket geschenkt.
Sie meinte so könne ich Zeit sparen. Halt ne nette alte Frau.
Ich hatte dann eineinhalb Stunden Zeit. Die hab ich jedoch auch gut gebraucht, denn mit meinem Ballast war ich nicht gerade schnell unterwegs.
Ich hatte auch noch sieben Gruibinger dabei, so als Mitbringsel für die Freiwilligen. Die sollten auch heil hier ankommen, dat gute Bier!
Bis ich das Ticket hatte waren es dann auch nur noch 10min bis der Zug abfuhr, also echt en gutes Timing.
Als ich dann endlich in Montendre ankam, und es in strömen gegossen hat, hab ich gleich Nikola und Vika gesehen. Das war cool. Bandito(Hund) war auch dabei und saß auf der Rückbank. Nikola fuhr in rasantem montenegro Autofahrstil zum Haus.
Dort war es natürlich schön alle wieder zu sehen. Was heißt alle. Also Karo, Evelyn und Sebe.
Doch der Freude des Wiedersehens, hatte ich doch das Gefühl, dass mir so eine Welle von Motivationslosigkeit entgegenschlug. Ich bin einfach noch zu stark im Deutschland Leben. Hatte jetzt viel Motivation und neue Ideen mitgebracht. Diese musste ich am Abend auch noch gleich erzählen, konnte einfach nicht warten. Hab sowieso nicht viel gegessen, da ich von der Zeit in Deutschland erzählt habe.
Karo(Deutsche) hat mich gleich vorgewarnt, dass es im Haus Veränderungen gab und es nicht mehr so ist wie als ich gegangen bin. Seit Nico und Olivier nicht mehr da sind sei die Stimmung irgendwie anders.
Als sie mir von den letzten Wochen erzählt haben, hab ich nur gedacht Oh Fuck, in so nen trott will ich nicht reinkommen. Da war nur Evelyn, Nikola und Vika da. Sie hatten hier ne Woche frei und haben die ganze Zeit im Haus also eigentlich im Bett verbracht. Einmal am Tag haben sie sich aufgerafft Pizza zu machen. Also wirklich eine Woche Pizza.
Nachdem ich ein bisschen ausgepackt hab, wurde zur Feier des Tages mit meinem guten Gruibinger angestoßen.
Den nächsten Morgen hab ich mir zwar rechtzeitig sodass es zum Frühstück langt den Wecker gestellt, bin dann aber doch erst später also um halb neun nach dem Frühstück und zu Beginn des morgendlichen Putzens aufgestanden.
Hab mir gedacht, den ersten Tag hier muss ich nicht ganz so früh beginnen. Hatte noch en Brötchen vom Zugfahren her, das hat sich auch gut als erstes Frühstück wieder in Frankreich geeignet.
Als ich dann runter kam, hab ich gleich Adriana(Permanent) gesehen. Nach der üblichen Begrüßung hat sie gleich gemeint, dass sie noch mal mit mir reden möchte, da sich im letzten Monat im Haus etwas verändert habe. Na gut. Bis jetzt hat sie es noch nicht gemacht, da sie krank geworden ist. Wie ich da so nebenbei was mitbekommen habe, wuill sie jetzt jeden Monat mit jedem Freiwilligen mal näher reden. Das sind ja ganz neue Seiten. Naja nicht schlecht, hab ja auch en paar neue Projektideen dabei.
Unsere „Arbeit“ am ersten Morgen ist mir eher als ne Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vorgekommen. Es gibt bisher noch keine technischen Leiter seit Nico und Olivier weg sind und dann sollen wir selber was machen.
Also die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme war: Atelier aufräumen. Wir haben lange Holzbalken umhergeschleift und dann noch den Boden en bissl gesäubert. Super, eine wirklich sehr sinnvolle Arbeit. Also das war jetzt ironisch falsch es nicht auffallen sollte.
Ich hatte jedoch den Vorteil, dass ich noch ein kleines Eigenprojekt hatte. Es sollten Neujahrskarten an viele verschiedene Leute verschickt werden. Die sind so groß wie eine Visitenkarte. Auf der Vorderseite stehen Neujahrsgrüße mit Bildern von Freiwilligen bei der Arbeit. Die Rückseite sollte als Hintergrundbild unser Haus haben und dann einen Kalender von 2008 eingeblendet. Die Rückseite haben sie nicht hinbekommen, da sie das mit dem Photoprogramm nicht hinbekamen.
Jetzt war ja aber ich da, und habe mich dann gleich dazu bereit erklärt dies zu machen. Während die anderen dann auf dem Dachboden noch alte Klamotten(Berge von alten Klamotten die alte Freiwillige dagelassen haben) sortierten, saß ich im Büro und hab mit meinem Laptop im Internet nach nem Kalender gesucht. Bei dem Photoprogramm musste ich auch ne Weile rumprobieren weil ich das so direkt noch nie gemacht hatte.
Einen Kalender habe ich auch gefunden, nur leider nicht in Französisch. So musste ich alles umschreiben und jeden Tag einzeln eintippen. Daran saß ich dann auch noch am Donnerstagmittag. Ich stell mein Ergebnis mal hier rein!

Ach ja währenddessen habe ich auch gleich mal bei den Permanents meine Projektideen angesprochen. Die waren davon begeistert. Wegen dem Konzert wollen wir am Meeting drüber sprechen, sodass jeder von den Freiwilligen etwas macht also eine spezielle Aufgabe übernimmt. Wegen dem Deutsch und Englisch Kurs am Collège werden sie dort anrufen. Das sei jedoch mehr Organisation da man sich immer im Klaren darüber sein muss was beide Seiten wollen(meinte Nadège). Das hätten Freiwillige früher auch schon gemacht. Ich könne jedoch nicht einfach zum Collège gehen und fragen ob ich das machen kann. Wenn dann arbeitet meine Association mit der Institution Schule zusammen.
Wegen Vereinen soll ich einfach auf dem Rathaus vorbei gehen und schauen was es gibt.
Später habe ich noch meine Bildwand gemacht. Jetzt habe ich ganz viele Fotos an der Wand neben meinem Bett.
Abends bin ich dann mit noch mit Vika und Sebe mit in ne kleine Bar hier zum Billiard spielen.
Gesternmorgen war ich mit Karla(aus Kolumbien, ist für die Koordination im Haus zuständig) und Jean Baptiste(ein komischer Vogel) in der Einkaufsgruppe. Donnerstagmorgens ist in Montendre immer Markt, dort kaufen wir dann Gemüse und Obst. Also Jean Baptiste ist hier vorgestern irgendwie aufgetaucht. Er soll vor vier Jahren hier mal Freiwilliger gewesen sein. Der Mann ist wirklich verpeilt und glaub auch jeden Tag zugekifft.
Als wir auf dem Markt waren, ist er in ne Apotheke, da er anscheinend was habe wo er jeden Tag Medikamente nehmen müsse. Ja die Krankheit kann ich mir vorstellen :-)
Auf dem Weg hat mir Karla gleich erzählt, dass wir versuchen sowenig wie möglich Plastikverpackte Sachen zu kaufen. Außerdem geben wir die Plastiktüten, in denen wir am Marktstand das Gemüse/Obst bekommen gleich wieder zurück. Das Gekaufte kommt dann in unseren Korb.
Naja also so übertrieben Umweltbesorgt bin ich nun auch nicht und das kam mir schon übertrieben vor. Aber man ist ja tolerant!
Später waren wir noch im Champion(Supermarkt). Bei uns werden keine großen Marken gekauft sowie Nutella, Heinz oder Kelloggs. Die sollen nämlich irgendwo in Afrika oder Südamerika Menschen ausbeuten. Naja gut, da wären wir dann schon wieder beim Thema Toleranz!
Achja einen Erfolg hatte ich, auf dem Markt haben wir Würste gekauft, da haben dann 20 Würste auch 10,50 Euro gekostet, aber immer noch besser als das ekelhafte Billigfleisch aus em Supermarkt.
Hab Karla dann nach unserem Budget gefragt: 3Euro pro tag pro Person. Das macht in der Woche 210 Euro. Wir haben auf dem Markt 60 und im Supermarkt 90 ausgegeben. Da gibt es immer noch 60 zum verprassen. Mit dem Geld könnten wir mal eher Produkte besserer Qualität einkaufen. Karla meinte darauf nur, das Haus hätte 20000Euro Schulden und man müsse nicht immer alle Gelder ausnützen. Ok aber am Essen sollte man nicht sparen. Jetzt wie? Ich wenigstens, dass ich nicht sparen muss beim nächsten Mal einkaufen.
Donnerstag kommt immer ne alte Frau die das Gekaufte zum Haus fährt. Karla ist mitgefahren. Ich bin dann mit Jean Baptiste zum Haus gelaufen. Also er ist 21(sieht älter aus) hat lange Dreadlocks in denen sich schon bestimmt ein paar Tiere eingenistet haben. Er läuft immer mim gleichen Pulli rum und bindet seine Schuhe nie. Ja stinken tut er auch noch ein bisschen. Er ist hier im Haus, da er in Montendre den Führerschein macht. Hoffen wir mal er besteht nicht, wenn der da zugekifft rumfahren würde, wär das wirklich ne Gefahr. Er kommt aus Mauritius(deswegen auch dunkel) uns ist mit einem Jahr nach Frankreich adoptiert worden. Er will Musiker werden(Trompete) und ist die letzten zwei Jahre in Europa umhergereist wo er in verlassenen Häusern gewohnt hat. Naja…
Achja er ist sehr vergesslich, der Drogenkonsum über die Jahre hinterlässt halt seine Spuren. Hab ihm schon mehrmals gesagt, dass ich Chris heiße und aus Deutschland komme. Er brauch halt ne Weile um dies in seinem kleinen Gehirn zu speichern. Zu Sebe hat er heute einfach italiano gesagt, als ihm der Name nicht eingefallen ist.
Außerdem hat er eine super kindliche Lache. Die für uns auch zum Totlachen ist.
Eins kommt noch, vielleicht will der drei Wochen hier bleiben. Wenn Adriana ja sagt. Drei Wochen mit ihm omg.
Am 26. oder 28. Januar gehen wir für zwei Wochen auf ein Workcamp in der Nähe von Touluse. Da hat er sich auch überlegt ne Woche mitzugehen.
Gesternabend um fünf kamen dann zwei Frauen. Dies ist ein neues Projekt von hier. Die sind gestern zum ersten Mal gekommen. Die beiden wollen Englisch lernen. Die Projektidee ist die, dass sie von uns Englisch lernen und wir von ihnen Französisch. Wir haben einfach viel geredet, wir auf Englisch und wenn sie es nicht verstanden haben, dann halt übersetzt. Sie haben meistens auf Französisch geantwortet da ihre Englischkenntnisse noch nicht allzu groß waren. War ganz nett.
Heute früh haben wir weiter Kleider sortiert und sie dann auf die Müllanlage gefahren.
Um zwei ist Meeting und dann geh ich noch mit Karla ins Dorf weil wir die Neujahrskarten drucken müssen.
So dies war jetzt sehr detailliert, aber muss auch mal sein.
Hab ja schon lange nichts mehr geschrieben. En Eintrag über den Aufenthalt folgt auch noch. Mal sehen wie es aussieht mit meiner Tipplust am Wochenende.
Ich hab mir im Zug schon Gedanken gemacht, ob Nikola noch dastehen würde weil eigentlich sollte der Zug ja um sieben ankommen. Ist er aber nicht. Wieso weiß ich auch nicht, denn zweimal ist er einfach zwischen Bordeaux und Montendre stehen geblieben und so dann wieder ein paar Meter in die falsche Richtung gerollt.
Ich schau auf mein Handy, 18.59Uhr. Ok eigentlich sollte ich jetzt laut meinem Fahrplan, nach einem Monat und 5 Tagen Deutschland, wieder in Montendre ankommen.
Es hat stark geregnet und ich hätte wirklich schlecht mit meinem Gepäck zum Haus laufen. Ich hatte nen riesen Rucksack und noch ne viel viel gößere Tasche mit 28kg.
Mit diesem Ballast bin ich in Paris schon leicht ins Schwitzen gekommen, denn ich musste den Bahnhof wechseln, vom Gare de l’Est zum Gare Montparnasse. Es gibt zwar unter jedem Bahnhof ne Metrostation, doch auch da muss man erst einmal hinkommen. Es gibt dort sehr viele Treppen und fast keine Rolltreppe.
In gewisser Hinsicht hatte ich auch Glück denn ein Metroticket hatte ich schon und musste mich somit nach am Kartenschalter anstellen. Das Ticket hat mir meine schon etwas ältere Nebensitzerin im Zug von Stuttgart nach Paris gegeben. Als ich in Stuttgart eingestiegen bin, da bin ich noch fest davon ausgegangen sie sei ne deutsche Oma, obwohl es ja schon sehr realistisch ist im Zug nach Paris Franzosen vorzufinden.
Als sie dann telefoniert hat, ist mir auch aufgefallen dass sie Französin ist, was mich irgendwie erstaunt hat.
Sie hat mich dann während ich Ipod gehört habe angesprochen ob ich denn auch Französisch könne. So kamen wir dann ins Gespräch. Sie kann kein Deutsch, ist Rentnerin und war bei einer deutschen Freundin in München.
Zu dem Zeitpunkt bin ich noch davon ausgegangen, dass ich nur 50min habe um den Bahnhof in Paris zu wechseln und mir noch ein Ticket zu kaufen. Ich hatte meinen Fahrplan irgendwie falsch gelesen, aber bis ich das bemerkt hab, hat sie mir schon ein Metroticket geschenkt.
Sie meinte so könne ich Zeit sparen. Halt ne nette alte Frau.
Ich hatte dann eineinhalb Stunden Zeit. Die hab ich jedoch auch gut gebraucht, denn mit meinem Ballast war ich nicht gerade schnell unterwegs.
Ich hatte auch noch sieben Gruibinger dabei, so als Mitbringsel für die Freiwilligen. Die sollten auch heil hier ankommen, dat gute Bier!
Bis ich das Ticket hatte waren es dann auch nur noch 10min bis der Zug abfuhr, also echt en gutes Timing.
Als ich dann endlich in Montendre ankam, und es in strömen gegossen hat, hab ich gleich Nikola und Vika gesehen. Das war cool. Bandito(Hund) war auch dabei und saß auf der Rückbank. Nikola fuhr in rasantem montenegro Autofahrstil zum Haus.
Dort war es natürlich schön alle wieder zu sehen. Was heißt alle. Also Karo, Evelyn und Sebe.
Doch der Freude des Wiedersehens, hatte ich doch das Gefühl, dass mir so eine Welle von Motivationslosigkeit entgegenschlug. Ich bin einfach noch zu stark im Deutschland Leben. Hatte jetzt viel Motivation und neue Ideen mitgebracht. Diese musste ich am Abend auch noch gleich erzählen, konnte einfach nicht warten. Hab sowieso nicht viel gegessen, da ich von der Zeit in Deutschland erzählt habe.
Karo(Deutsche) hat mich gleich vorgewarnt, dass es im Haus Veränderungen gab und es nicht mehr so ist wie als ich gegangen bin. Seit Nico und Olivier nicht mehr da sind sei die Stimmung irgendwie anders.
Als sie mir von den letzten Wochen erzählt haben, hab ich nur gedacht Oh Fuck, in so nen trott will ich nicht reinkommen. Da war nur Evelyn, Nikola und Vika da. Sie hatten hier ne Woche frei und haben die ganze Zeit im Haus also eigentlich im Bett verbracht. Einmal am Tag haben sie sich aufgerafft Pizza zu machen. Also wirklich eine Woche Pizza.
Nachdem ich ein bisschen ausgepackt hab, wurde zur Feier des Tages mit meinem guten Gruibinger angestoßen.
Den nächsten Morgen hab ich mir zwar rechtzeitig sodass es zum Frühstück langt den Wecker gestellt, bin dann aber doch erst später also um halb neun nach dem Frühstück und zu Beginn des morgendlichen Putzens aufgestanden.
Hab mir gedacht, den ersten Tag hier muss ich nicht ganz so früh beginnen. Hatte noch en Brötchen vom Zugfahren her, das hat sich auch gut als erstes Frühstück wieder in Frankreich geeignet.
Als ich dann runter kam, hab ich gleich Adriana(Permanent) gesehen. Nach der üblichen Begrüßung hat sie gleich gemeint, dass sie noch mal mit mir reden möchte, da sich im letzten Monat im Haus etwas verändert habe. Na gut. Bis jetzt hat sie es noch nicht gemacht, da sie krank geworden ist. Wie ich da so nebenbei was mitbekommen habe, wuill sie jetzt jeden Monat mit jedem Freiwilligen mal näher reden. Das sind ja ganz neue Seiten. Naja nicht schlecht, hab ja auch en paar neue Projektideen dabei.
Unsere „Arbeit“ am ersten Morgen ist mir eher als ne Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vorgekommen. Es gibt bisher noch keine technischen Leiter seit Nico und Olivier weg sind und dann sollen wir selber was machen.
Also die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme war: Atelier aufräumen. Wir haben lange Holzbalken umhergeschleift und dann noch den Boden en bissl gesäubert. Super, eine wirklich sehr sinnvolle Arbeit. Also das war jetzt ironisch falsch es nicht auffallen sollte.
Ich hatte jedoch den Vorteil, dass ich noch ein kleines Eigenprojekt hatte. Es sollten Neujahrskarten an viele verschiedene Leute verschickt werden. Die sind so groß wie eine Visitenkarte. Auf der Vorderseite stehen Neujahrsgrüße mit Bildern von Freiwilligen bei der Arbeit. Die Rückseite sollte als Hintergrundbild unser Haus haben und dann einen Kalender von 2008 eingeblendet. Die Rückseite haben sie nicht hinbekommen, da sie das mit dem Photoprogramm nicht hinbekamen.
Jetzt war ja aber ich da, und habe mich dann gleich dazu bereit erklärt dies zu machen. Während die anderen dann auf dem Dachboden noch alte Klamotten(Berge von alten Klamotten die alte Freiwillige dagelassen haben) sortierten, saß ich im Büro und hab mit meinem Laptop im Internet nach nem Kalender gesucht. Bei dem Photoprogramm musste ich auch ne Weile rumprobieren weil ich das so direkt noch nie gemacht hatte.
Einen Kalender habe ich auch gefunden, nur leider nicht in Französisch. So musste ich alles umschreiben und jeden Tag einzeln eintippen. Daran saß ich dann auch noch am Donnerstagmittag. Ich stell mein Ergebnis mal hier rein!

Ach ja währenddessen habe ich auch gleich mal bei den Permanents meine Projektideen angesprochen. Die waren davon begeistert. Wegen dem Konzert wollen wir am Meeting drüber sprechen, sodass jeder von den Freiwilligen etwas macht also eine spezielle Aufgabe übernimmt. Wegen dem Deutsch und Englisch Kurs am Collège werden sie dort anrufen. Das sei jedoch mehr Organisation da man sich immer im Klaren darüber sein muss was beide Seiten wollen(meinte Nadège). Das hätten Freiwillige früher auch schon gemacht. Ich könne jedoch nicht einfach zum Collège gehen und fragen ob ich das machen kann. Wenn dann arbeitet meine Association mit der Institution Schule zusammen.
Wegen Vereinen soll ich einfach auf dem Rathaus vorbei gehen und schauen was es gibt.
Später habe ich noch meine Bildwand gemacht. Jetzt habe ich ganz viele Fotos an der Wand neben meinem Bett.
Abends bin ich dann mit noch mit Vika und Sebe mit in ne kleine Bar hier zum Billiard spielen.
Gesternmorgen war ich mit Karla(aus Kolumbien, ist für die Koordination im Haus zuständig) und Jean Baptiste(ein komischer Vogel) in der Einkaufsgruppe. Donnerstagmorgens ist in Montendre immer Markt, dort kaufen wir dann Gemüse und Obst. Also Jean Baptiste ist hier vorgestern irgendwie aufgetaucht. Er soll vor vier Jahren hier mal Freiwilliger gewesen sein. Der Mann ist wirklich verpeilt und glaub auch jeden Tag zugekifft.
Als wir auf dem Markt waren, ist er in ne Apotheke, da er anscheinend was habe wo er jeden Tag Medikamente nehmen müsse. Ja die Krankheit kann ich mir vorstellen :-)
Auf dem Weg hat mir Karla gleich erzählt, dass wir versuchen sowenig wie möglich Plastikverpackte Sachen zu kaufen. Außerdem geben wir die Plastiktüten, in denen wir am Marktstand das Gemüse/Obst bekommen gleich wieder zurück. Das Gekaufte kommt dann in unseren Korb.
Naja also so übertrieben Umweltbesorgt bin ich nun auch nicht und das kam mir schon übertrieben vor. Aber man ist ja tolerant!
Später waren wir noch im Champion(Supermarkt). Bei uns werden keine großen Marken gekauft sowie Nutella, Heinz oder Kelloggs. Die sollen nämlich irgendwo in Afrika oder Südamerika Menschen ausbeuten. Naja gut, da wären wir dann schon wieder beim Thema Toleranz!
Achja einen Erfolg hatte ich, auf dem Markt haben wir Würste gekauft, da haben dann 20 Würste auch 10,50 Euro gekostet, aber immer noch besser als das ekelhafte Billigfleisch aus em Supermarkt.
Hab Karla dann nach unserem Budget gefragt: 3Euro pro tag pro Person. Das macht in der Woche 210 Euro. Wir haben auf dem Markt 60 und im Supermarkt 90 ausgegeben. Da gibt es immer noch 60 zum verprassen. Mit dem Geld könnten wir mal eher Produkte besserer Qualität einkaufen. Karla meinte darauf nur, das Haus hätte 20000Euro Schulden und man müsse nicht immer alle Gelder ausnützen. Ok aber am Essen sollte man nicht sparen. Jetzt wie? Ich wenigstens, dass ich nicht sparen muss beim nächsten Mal einkaufen.
Donnerstag kommt immer ne alte Frau die das Gekaufte zum Haus fährt. Karla ist mitgefahren. Ich bin dann mit Jean Baptiste zum Haus gelaufen. Also er ist 21(sieht älter aus) hat lange Dreadlocks in denen sich schon bestimmt ein paar Tiere eingenistet haben. Er läuft immer mim gleichen Pulli rum und bindet seine Schuhe nie. Ja stinken tut er auch noch ein bisschen. Er ist hier im Haus, da er in Montendre den Führerschein macht. Hoffen wir mal er besteht nicht, wenn der da zugekifft rumfahren würde, wär das wirklich ne Gefahr. Er kommt aus Mauritius(deswegen auch dunkel) uns ist mit einem Jahr nach Frankreich adoptiert worden. Er will Musiker werden(Trompete) und ist die letzten zwei Jahre in Europa umhergereist wo er in verlassenen Häusern gewohnt hat. Naja…
Achja er ist sehr vergesslich, der Drogenkonsum über die Jahre hinterlässt halt seine Spuren. Hab ihm schon mehrmals gesagt, dass ich Chris heiße und aus Deutschland komme. Er brauch halt ne Weile um dies in seinem kleinen Gehirn zu speichern. Zu Sebe hat er heute einfach italiano gesagt, als ihm der Name nicht eingefallen ist.
Außerdem hat er eine super kindliche Lache. Die für uns auch zum Totlachen ist.
Eins kommt noch, vielleicht will der drei Wochen hier bleiben. Wenn Adriana ja sagt. Drei Wochen mit ihm omg.
Am 26. oder 28. Januar gehen wir für zwei Wochen auf ein Workcamp in der Nähe von Touluse. Da hat er sich auch überlegt ne Woche mitzugehen.
Gesternabend um fünf kamen dann zwei Frauen. Dies ist ein neues Projekt von hier. Die sind gestern zum ersten Mal gekommen. Die beiden wollen Englisch lernen. Die Projektidee ist die, dass sie von uns Englisch lernen und wir von ihnen Französisch. Wir haben einfach viel geredet, wir auf Englisch und wenn sie es nicht verstanden haben, dann halt übersetzt. Sie haben meistens auf Französisch geantwortet da ihre Englischkenntnisse noch nicht allzu groß waren. War ganz nett.
Heute früh haben wir weiter Kleider sortiert und sie dann auf die Müllanlage gefahren.
Um zwei ist Meeting und dann geh ich noch mit Karla ins Dorf weil wir die Neujahrskarten drucken müssen.
So dies war jetzt sehr detailliert, aber muss auch mal sein.
Hab ja schon lange nichts mehr geschrieben. En Eintrag über den Aufenthalt folgt auch noch. Mal sehen wie es aussieht mit meiner Tipplust am Wochenende.
Samstag, 15. Dezember 2007
back im schönen Schwabenländle
Ich bin DAHEIM! Seit Montag. Ja schon seit Montag(10.12) als ich um 16.55 in Stuttgart gelandet bin. Ein super Gefühl. Vor allem da am Flughafen außer meinen Eltern auch noch Heiko und Martin da waren. Danke Jungs, damit hätt ich echt net gerechnet. Ja en bissl Schwäbisch isch jetzt au wieder gut. In Frankreich, wo ich auch viele Deutsche getroffen habe, musste ich doch eher Hochdeutsch sprechen(schwätze). Aber man konnte sich lange über verschiedene Dialekte und Betonungen unterhalten. Ah jetzt komm ich glaub ein bisschen vom Thema ab.
Also das Thema: Ich bin wieder hier und das ist sehr toll.
Da ich die letzte Zeit krank war, hab ich mich entschieden mein Flug umzubuchen und en bissl früher heimzukommen.
Am Montag früh bin ich um halb zehn mit Karo, Evelyn und Sebe(die gehen alle in die Bretagne zu nem EU Seminar) mit dem Zug nach Bordeaux gefahren. Dort musst ich den Navette(Shuttle Bus) vom Hauptbahnhof zum Flughafen finden. Das hat ne Weile gedauert obwohl ich wusste, dass der Bus irgendwo in der Nähe vom Bahnhof fährt. Bis zum Flughafen hat es dann 45min gedauert, da er 20km außerhalb von Bordeaux ist.
Von nun an gings ganz schnell, also bis ich dann mal mein Ticket hatte.
Um 13.50 bin ich dann losgeflogen nach Lyon. Dort um 15.00 angekommen und um 15.40 gings dann endlich mit nem mega kleinen Regionalflieger von Air France nach Stuttgart.
Ich bin jetzt bis Silvester hier. Vom 2. bis zum 11. Januar bin ich in Königswinter auf dem Zwischenseminar meiner deutschen Organisation. An dem Wochenende(12. und 13.) und am Montag bin ich dann wieder hier. Am Dienstag gehts dann wahrscheinlich wieder zurück nach Montendre.
WER VORBEI KOMMEN MÖCHTE, KANN DIES SEHR GERNE MACHEN!
Also das Thema: Ich bin wieder hier und das ist sehr toll.
Da ich die letzte Zeit krank war, hab ich mich entschieden mein Flug umzubuchen und en bissl früher heimzukommen.
Am Montag früh bin ich um halb zehn mit Karo, Evelyn und Sebe(die gehen alle in die Bretagne zu nem EU Seminar) mit dem Zug nach Bordeaux gefahren. Dort musst ich den Navette(Shuttle Bus) vom Hauptbahnhof zum Flughafen finden. Das hat ne Weile gedauert obwohl ich wusste, dass der Bus irgendwo in der Nähe vom Bahnhof fährt. Bis zum Flughafen hat es dann 45min gedauert, da er 20km außerhalb von Bordeaux ist.
Von nun an gings ganz schnell, also bis ich dann mal mein Ticket hatte.
Um 13.50 bin ich dann losgeflogen nach Lyon. Dort um 15.00 angekommen und um 15.40 gings dann endlich mit nem mega kleinen Regionalflieger von Air France nach Stuttgart.
Ich bin jetzt bis Silvester hier. Vom 2. bis zum 11. Januar bin ich in Königswinter auf dem Zwischenseminar meiner deutschen Organisation. An dem Wochenende(12. und 13.) und am Montag bin ich dann wieder hier. Am Dienstag gehts dann wahrscheinlich wieder zurück nach Montendre.
WER VORBEI KOMMEN MÖCHTE, KANN DIES SEHR GERNE MACHEN!
Donnerstag, 29. November 2007
Kocherfolg
Habe heute früh allein für 12 Personen Mittagessen machen müssen - erfolgreich. Allen hats geschmeckt und sie haben die gute Soße gelobt. Es gab Spaghetti Carbonara, Salat, fünf abgepackte Würstchen(mehr waren nicht da) und meinen schon gut gekonnten Marmorkuchen. Danke Hanne für das Carbonara Rezept!
Mittwoch, 28. November 2007
Bretagne – Arbeit pur jedoch ein tolles Erlebnis
Das letzte Bild vor der Abfahrt. Die 4 Bateleurs aus Montendre vor der Fassade. Die Holzbretter haben Olivier und Sveta gemacht. Ok hauptsächlich Olivier.

Kurz vor der Abfahrt voll bepackt


Unser Schlafplatz. Olivier(mit Musique) dann Nikola, Sveta und der rote ist mein Schlafsack.

Kurz vor der Abfahrt voll bepackt


mit Nikola
Unser Schlafplatz. Olivier(mit Musique) dann Nikola, Sveta und der rote ist mein Schlafsack.

Es begann am Donnerstagnachmittag. Nach dem Essen ging es los, mit unserem voll geladenem Renault Megane. Vorne saß Nikola und natürlich Olivier(der gefahren ist), Sveta und ich saßen hinten. Das Auto war so voll, dass wir uns auf unsere Decken drauf setzen mussten. So konnte man sich nicht einmal gerade hinsetzten ohne sich ständig den Kopf anzuschlagen.
Wir sind insgesamt fünfeinhalb Stunden gefahren und als wir kurz vor Nantes waren und es Nacht wurde, ist Olivier ein kleines aber nicht unbedeutendes Problem aufgefallen. Die Scheinwerfer. Es ging nur noch Standlicht und Fernlicht. Da Olivier auf der Autobahn nicht immer mit Fernlicht fahren kann, war es öfters mal dunkel um uns. Auf einer Raststätte wo zufälligerweise ein Laden mit Ersatzteilen war, hat Olivier dann beide Lampen gewechselt.
Mein Ipod hat zum Lichtspenden unter der dunklen Motorhaube gedient.
Mit funktionierendem Abblendlicht ging die Fahrt dann weiter.
Abends sind wir dann auf einem „Gehöft“ angekommen, nicht allzu weit von Vannes(glaub ich zumindest) entfernt. Es gab nur wenige „normale“ Häuser und eine große Farm.
Ein Mann mit nahezu Vollbart hat uns empfangen. Es war Jean-Philippe, der Bekannte vom La Maison des Bateleurs. Wir sollten mit in sein Haus kommen, das Essen sei schon fertig. Sein Haus? Nein es war kein Haus sondern ein Zelt. Ein rundes Zelt mit 40m² indem er mit seiner Frau und seiner Tochter(ein Jahr alt) lebt. Jean-Philippe selber ist auch erst 28 Jahre. Die waren dort alle super nett und freundlich. Aber ich war schon etwas schockiert als wir dann in der Mitte des Zeltes an einem Tisch saßen. In der einen Ecke, äh Rand( in einem runden Zelt gibt es ja keine Ecken) war eine Kochplatz, am anderen Rand ein Sofa, eine Badewanne … alles Mögliche. Man kann es sich so vorstellen wie aus einem Film über Russland, wo irgendwo im fernen Sibirien Menschen auch so leben. Wir haben dann gegessen, es gab jedoch nur Bio Sachen. Die Farm war eine Biofarm und es gab dort alles was aus dem Boden wächst. Außerdem macht Jean-Philippe selber Käse und neben der Farm ist ein Hektar großes Gehege mit Rehen. Zwei Rudel, so viele Rehe auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen. Im Sommer kommen Schulkinder die hier campen und was mit den rehen „unternehmen“. Gelegentlich werden manche Rehe auch getötet um das Fleisch dann zu verkaufen.
Nach dem Essen wurde uns unser Schlafplatz für die nächsten 4 Tage gezeigt. Es war in der Farm – zum Glück. Die Farm war eigentlich ein riesengroßer Saustall, wo man irgendwie alles an handwerklichen Sachen finden kann. Es gab eigentlich nur zwei richtige Räume. Im ersten gab es eine kleine Küche, Tische und eine Toilette, gleich dahinter ging es zu uns. Das Zimmer war glaub ich größer als sein ganzes Zelt und das Herzstück war ein kleiner kreisförmiger Ofen, beidem man oben Holz hinein geschmissen hat. Es war der einzige warme Raum. Doch wenn man abends vor dem Schlafen gehen den Ofen noch mal richtig voll gemacht hat, war es morgens trotzdem sehr kalt. Sobald das Feuer aus war ist es kalt geworden denn eine große Isolation der Wände war nicht vorhanden. In der Ecke standen ein zwei große Matratzen auf denen wir dann unsere Decken und Schlafsäcke ausgebreitet haben.
Die Arbeit ging morgens immer zwischen halb neun und neun los. Olivier hat jedoch jeden Morgen andere Methoden angewandt um uns aufzuwecken wie z.B. Licht anschalten, Musik anmachen oder auch mal Holz für den Ofen hacken.
Die Arbeit war in zwei Teams aufgeteilt. Olivier und Sveta haben die Fassade der Farm abgerissen und neu mit Holz gemacht.
Die schwere Arbeit war jedoch bei Nikola und mir. Wir haben mit Jean-Philippe an dem Käseraum gearbeitet. Es ging in einen Keller(eins der richtigen Häuser), wo die Decke so niedrig war, dass man nicht gerade stehen konnte. In der einen Ecke des Raumes war der Boden nur Erde. Hier sollte der neue Käse Aufbewahrungsort entstehen. Mit Schaufel und Beil haben wir hier erstmal 20cm tiefer gegraben um das alles auf ein Niveau zu bringen wo man aufrecht gehen kann. Danach wurde viel Holz gesägt um die Grundpfeiler der Wand zu fertigen. Außerdem haben wir an der Holzdecke einen Teil eines morschen Holzbalken(Träger) ersetzt. Mit Chaud( ein weißes Pulver das man auch zum Zement machen benutzen kann) und Wasser wurde eine Farbe zusammengerührt. Dies alles hat sehr viel Staub erzeugt und ohne Atemmaske wäre das echt schlecht gewesen. Wir haben die Wand, die Decke und alle Holzbretter gestrichen. Die Wand wurde aus stark zusammengebundenem Stroh(paille) gemacht. Laut Jean-Philipe soll dies die beste Isolation sein, besser als Holz und viel besser als Steine und Zement. Mit von Chaud angefeuchtetem Stroh wurden dann noch die Löcher gestopft. Nikola hat mit einer Art Kettensäge(ohne Kette), die Stroh oder Heuwand gesägt um alles auf ein Niveau zu bringen. Am Ende sollte noch eine gekaufte Holztür eingesetzt werden, die jedoch zu groß war und erst mal zurecht gesägt werden musste. Auch an der Decke haben wir die Holzbalken ausgesägt, gerade in dem Radius, den die Tür später zum öffnen braucht. Das war schon ein wenig chaotisch.
Die Tür konnten wir aus Zeitgründen jedoch nicht mehr fertig machen. Wir haben dann noch das Käseregal( das aus unerklärlichen Gründen super schwer war) hineingebracht.
Das Essen war ganz ok, aber es gab halt viel Gemüse in allen möglichen Varianten. Auch die Butter und das Brot waren selbst gemacht. Es gibt insgesamt die Familien, die zusammen die Farm und alles drum herum betreiben. Eine der Frauen hat jeden Mittag gekocht. Wir haben immer mit den Familien bei uns im Zimmer am Tisch gegessen.
Am Samstagabend gab es Galetten die breonische Form von Crepes. Galette sind dunkler(mit dunklem Mehl) und salzig. Das war so einer der besten Essenstage. Auch der Samstagabend war super. Im Nachbardorf war ein großes Fest(einmal pro Jahr). Es wurde viel getanzt, jedoch auf bretonische Art. Als ich das am Anfang gesehen habe, war das schon sehr komisch. Viele Menschen(alle Altersgruppen) halten sich an den Händen( nur mit dem kleinen Finger verhakt) und laufen( andere würden es tanzen nennen) im Kreis. Es gab jedoch mehrer verschiedene Tänze und wir haben einfach mitgemacht. Bis auf Nikola, der hat nur zugeschaut. Bei manchen war wirklich Action dabei und es hat Spaß gemacht. Man hat einfach gemacht was die anderen machen und es wurde mit vielen verschiedenen Leuten getanzt, ist dort so üblich.
Am Sonntagmorgen durfte ausgeschlafen werden und es wurde nur mittags gearbeitet.
Eine weitere spezielle Sache sind die Duschen. Man musste jedes mal außen an der Farm herumlaufen wenn man duschen wollte und die Temperatur konnte man auch nicht verstellen.
Am Anfang, als wir angekommen sind haben Olivier und Jean Philippe die Temperatur eingestellt und die blieb dann auch so. Es war zu heiß! Ich konnte mich langsam an die Wassertemperatur gewöhnen doch man musste sich immer bewegen, sodass dass heiße Wasser nicht zulange auf dieselbe Stelle kam. Nikola und Sveta konnten sich jedoch nie an die Temperatur.
Man konnte auch nicht sein eigenes Shampoo benutzen. Es hab ein eigenes Abwassersystem, das Wasser wurde in großen Becken gesammelt und versickert dann in der Erde. Das heißt beim Duschen wurde ein Bioshampoo benutzt. Das hatte einen komischen Geruch.
Es gab auch noch Musique, eine 3 Monate junge Katze, die bei uns im Zimmer geschlafen hat und wirklich süß war.
Am Montagabend als wir ins Bett sind, hat Nikola an seinem Platz ein bisschen Katzenscheiße gefunden. War noch ganz lustig.
Am Dienstag früh um halb neun gings dann wieder los in die „Heimat“. Olivier hatte um halb drei in Saintes(eine Stunde von Montendre) ein Meeting. Morgens haben wir dann alles ins Auto geschmissen und ohne Frühstück gings los.
Um eins waren wir in Saintes und haben dort was gegessen. Als Olivier dann bei seinem Meeting war, sind wir drei Stunden im Park rumgegammelt um auf ihn zu warten. Da das Wetter gut war, war das schon ok.
Sveta hat heute morgen gemeint, dass ich heute Nacht im Traum gesprochen habe, Oui Jean-Philipe il y a encore du chaud là bas (Ja Jean-Philipe es gibt noch unten noch Chaud). Komisch ich kann mich nicht erinnern über Bretagne geträumt zu haben…Heute haben wir drei einen freien Tag und ich habe Zeit diesen Bericht zu schreiben. Heute war Big Cleaning im Haus und ich bin echt froh, dass ich da nicht mitmachen muss...
Wir sind insgesamt fünfeinhalb Stunden gefahren und als wir kurz vor Nantes waren und es Nacht wurde, ist Olivier ein kleines aber nicht unbedeutendes Problem aufgefallen. Die Scheinwerfer. Es ging nur noch Standlicht und Fernlicht. Da Olivier auf der Autobahn nicht immer mit Fernlicht fahren kann, war es öfters mal dunkel um uns. Auf einer Raststätte wo zufälligerweise ein Laden mit Ersatzteilen war, hat Olivier dann beide Lampen gewechselt.
Mein Ipod hat zum Lichtspenden unter der dunklen Motorhaube gedient.
Mit funktionierendem Abblendlicht ging die Fahrt dann weiter.
Abends sind wir dann auf einem „Gehöft“ angekommen, nicht allzu weit von Vannes(glaub ich zumindest) entfernt. Es gab nur wenige „normale“ Häuser und eine große Farm.
Ein Mann mit nahezu Vollbart hat uns empfangen. Es war Jean-Philippe, der Bekannte vom La Maison des Bateleurs. Wir sollten mit in sein Haus kommen, das Essen sei schon fertig. Sein Haus? Nein es war kein Haus sondern ein Zelt. Ein rundes Zelt mit 40m² indem er mit seiner Frau und seiner Tochter(ein Jahr alt) lebt. Jean-Philippe selber ist auch erst 28 Jahre. Die waren dort alle super nett und freundlich. Aber ich war schon etwas schockiert als wir dann in der Mitte des Zeltes an einem Tisch saßen. In der einen Ecke, äh Rand( in einem runden Zelt gibt es ja keine Ecken) war eine Kochplatz, am anderen Rand ein Sofa, eine Badewanne … alles Mögliche. Man kann es sich so vorstellen wie aus einem Film über Russland, wo irgendwo im fernen Sibirien Menschen auch so leben. Wir haben dann gegessen, es gab jedoch nur Bio Sachen. Die Farm war eine Biofarm und es gab dort alles was aus dem Boden wächst. Außerdem macht Jean-Philippe selber Käse und neben der Farm ist ein Hektar großes Gehege mit Rehen. Zwei Rudel, so viele Rehe auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen. Im Sommer kommen Schulkinder die hier campen und was mit den rehen „unternehmen“. Gelegentlich werden manche Rehe auch getötet um das Fleisch dann zu verkaufen.
Nach dem Essen wurde uns unser Schlafplatz für die nächsten 4 Tage gezeigt. Es war in der Farm – zum Glück. Die Farm war eigentlich ein riesengroßer Saustall, wo man irgendwie alles an handwerklichen Sachen finden kann. Es gab eigentlich nur zwei richtige Räume. Im ersten gab es eine kleine Küche, Tische und eine Toilette, gleich dahinter ging es zu uns. Das Zimmer war glaub ich größer als sein ganzes Zelt und das Herzstück war ein kleiner kreisförmiger Ofen, beidem man oben Holz hinein geschmissen hat. Es war der einzige warme Raum. Doch wenn man abends vor dem Schlafen gehen den Ofen noch mal richtig voll gemacht hat, war es morgens trotzdem sehr kalt. Sobald das Feuer aus war ist es kalt geworden denn eine große Isolation der Wände war nicht vorhanden. In der Ecke standen ein zwei große Matratzen auf denen wir dann unsere Decken und Schlafsäcke ausgebreitet haben.
Die Arbeit ging morgens immer zwischen halb neun und neun los. Olivier hat jedoch jeden Morgen andere Methoden angewandt um uns aufzuwecken wie z.B. Licht anschalten, Musik anmachen oder auch mal Holz für den Ofen hacken.
Die Arbeit war in zwei Teams aufgeteilt. Olivier und Sveta haben die Fassade der Farm abgerissen und neu mit Holz gemacht.
Die schwere Arbeit war jedoch bei Nikola und mir. Wir haben mit Jean-Philippe an dem Käseraum gearbeitet. Es ging in einen Keller(eins der richtigen Häuser), wo die Decke so niedrig war, dass man nicht gerade stehen konnte. In der einen Ecke des Raumes war der Boden nur Erde. Hier sollte der neue Käse Aufbewahrungsort entstehen. Mit Schaufel und Beil haben wir hier erstmal 20cm tiefer gegraben um das alles auf ein Niveau zu bringen wo man aufrecht gehen kann. Danach wurde viel Holz gesägt um die Grundpfeiler der Wand zu fertigen. Außerdem haben wir an der Holzdecke einen Teil eines morschen Holzbalken(Träger) ersetzt. Mit Chaud( ein weißes Pulver das man auch zum Zement machen benutzen kann) und Wasser wurde eine Farbe zusammengerührt. Dies alles hat sehr viel Staub erzeugt und ohne Atemmaske wäre das echt schlecht gewesen. Wir haben die Wand, die Decke und alle Holzbretter gestrichen. Die Wand wurde aus stark zusammengebundenem Stroh(paille) gemacht. Laut Jean-Philipe soll dies die beste Isolation sein, besser als Holz und viel besser als Steine und Zement. Mit von Chaud angefeuchtetem Stroh wurden dann noch die Löcher gestopft. Nikola hat mit einer Art Kettensäge(ohne Kette), die Stroh oder Heuwand gesägt um alles auf ein Niveau zu bringen. Am Ende sollte noch eine gekaufte Holztür eingesetzt werden, die jedoch zu groß war und erst mal zurecht gesägt werden musste. Auch an der Decke haben wir die Holzbalken ausgesägt, gerade in dem Radius, den die Tür später zum öffnen braucht. Das war schon ein wenig chaotisch.
Die Tür konnten wir aus Zeitgründen jedoch nicht mehr fertig machen. Wir haben dann noch das Käseregal( das aus unerklärlichen Gründen super schwer war) hineingebracht.
Das Essen war ganz ok, aber es gab halt viel Gemüse in allen möglichen Varianten. Auch die Butter und das Brot waren selbst gemacht. Es gibt insgesamt die Familien, die zusammen die Farm und alles drum herum betreiben. Eine der Frauen hat jeden Mittag gekocht. Wir haben immer mit den Familien bei uns im Zimmer am Tisch gegessen.
Am Samstagabend gab es Galetten die breonische Form von Crepes. Galette sind dunkler(mit dunklem Mehl) und salzig. Das war so einer der besten Essenstage. Auch der Samstagabend war super. Im Nachbardorf war ein großes Fest(einmal pro Jahr). Es wurde viel getanzt, jedoch auf bretonische Art. Als ich das am Anfang gesehen habe, war das schon sehr komisch. Viele Menschen(alle Altersgruppen) halten sich an den Händen( nur mit dem kleinen Finger verhakt) und laufen( andere würden es tanzen nennen) im Kreis. Es gab jedoch mehrer verschiedene Tänze und wir haben einfach mitgemacht. Bis auf Nikola, der hat nur zugeschaut. Bei manchen war wirklich Action dabei und es hat Spaß gemacht. Man hat einfach gemacht was die anderen machen und es wurde mit vielen verschiedenen Leuten getanzt, ist dort so üblich.
Am Sonntagmorgen durfte ausgeschlafen werden und es wurde nur mittags gearbeitet.
Eine weitere spezielle Sache sind die Duschen. Man musste jedes mal außen an der Farm herumlaufen wenn man duschen wollte und die Temperatur konnte man auch nicht verstellen.
Am Anfang, als wir angekommen sind haben Olivier und Jean Philippe die Temperatur eingestellt und die blieb dann auch so. Es war zu heiß! Ich konnte mich langsam an die Wassertemperatur gewöhnen doch man musste sich immer bewegen, sodass dass heiße Wasser nicht zulange auf dieselbe Stelle kam. Nikola und Sveta konnten sich jedoch nie an die Temperatur.
Man konnte auch nicht sein eigenes Shampoo benutzen. Es hab ein eigenes Abwassersystem, das Wasser wurde in großen Becken gesammelt und versickert dann in der Erde. Das heißt beim Duschen wurde ein Bioshampoo benutzt. Das hatte einen komischen Geruch.
Es gab auch noch Musique, eine 3 Monate junge Katze, die bei uns im Zimmer geschlafen hat und wirklich süß war.
Am Montagabend als wir ins Bett sind, hat Nikola an seinem Platz ein bisschen Katzenscheiße gefunden. War noch ganz lustig.
Am Dienstag früh um halb neun gings dann wieder los in die „Heimat“. Olivier hatte um halb drei in Saintes(eine Stunde von Montendre) ein Meeting. Morgens haben wir dann alles ins Auto geschmissen und ohne Frühstück gings los.
Um eins waren wir in Saintes und haben dort was gegessen. Als Olivier dann bei seinem Meeting war, sind wir drei Stunden im Park rumgegammelt um auf ihn zu warten. Da das Wetter gut war, war das schon ok.
Sveta hat heute morgen gemeint, dass ich heute Nacht im Traum gesprochen habe, Oui Jean-Philipe il y a encore du chaud là bas (Ja Jean-Philipe es gibt noch unten noch Chaud). Komisch ich kann mich nicht erinnern über Bretagne geträumt zu haben…Heute haben wir drei einen freien Tag und ich habe Zeit diesen Bericht zu schreiben. Heute war Big Cleaning im Haus und ich bin echt froh, dass ich da nicht mitmachen muss...
ganz viel Käse
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